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Selb

Sechster Wettkampf der Schützenjugend

Der Nachwuchs des SC "Einigkeit" Buchwald-Längenau organisiert das "Action Air Shooting". Am 27. und 28. Oktober treten Schützen aus ganz Europa in Selb an.



Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erwartet die Schützenjugend des SC "Einigkeit" Buchwald-Längenau Ende Oktober. Um die Organisation des Wettbewerbs kümmert sich wieder Jugendleiter Roger Merkle (rechts). Foto: Andreas Godawa
Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erwartet die Schützenjugend des SC "Einigkeit" Buchwald-Längenau Ende Oktober. Um die Organisation des Wettbewerbs kümmert sich wieder Jugendleiter Roger Merkle (rechts). Foto: Andreas Godawa  

Selb - Das "Action Air Shooting" ist inzwischen in der Szene gut bekannt: Am 27. und 28. Oktober lädt die Jugend des Schützenclubs "Einigkeit" Buchwald-Längenau wieder zum sportlichen Wettbewerb ein. Und das inzwischen zum sechsten Mal. Bislang haben sich schon rund 20 Teilnehmer aus Deutschland und ganz Europa angemeldet. So werden wieder Teilnehmer aus Belgien und Ungarn dabei sein.

Action Air

Bei dem Turnier in Selb durchlaufen die Teilnehmer zwölf Stages, auf denen sie mehrere, sich zum Teil bewegende Ziele treffen müssen. Geschossen wird mit Blow-Back-Waffen, die entweder mit Batterien, speziellem Gas oder CO2 funktionieren. Diese sogenannten Blow-Back-Softairwaffen verschießen kleine Plastikkugeln. Das Turnier am 27. und 28. Oktober beginnt jeweils um 9 Uhr. Interessierte Besucher sind willkommen. Für alkoholfreie Getränke und Snacks ist gesorgt.


"Wir haben inzwischen mit unserer Veranstaltung in Selb internationales Wettkampfniveau erreicht", sagt der Initiator des "Action Air Shooting", Jugendleiter Roger Merkle. Das zeigt sich auch an den Teilnehmerzahlen. Waren es in den ersten Jahren zwischen 30 und 40 Teilnehmern, kamen im vergangenen Jahr 73 Schützinnen und Schützen nach Selb, über die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Der Jugendleiter hofft, dass in diesem Jahr vielleicht sogar die maximale Teilnehmerzahl von 100 erreicht wird.

In den ersten vier Jahren fand das Turnier, das auch heute Werbung für diese dynamische Schießdisziplin sein und Jugendliche an den Sport heranführen soll, in der Jahnturnhalle statt. Im vergangenen Jahr zog man in die Sporthalle der Dr.-Franz-Bogner-Schule um. Das hat den Vorteil, dass alle zwölf Bahnen, im Fachjargon Stages, auf einer Ebene stehen. "In der Jahnturnhalle mussten wir die Bühne, den kleinen Saal und zum Teil die Empore nutzen", sagt Merkle. Das sei erstens beim Aufbau hinderlich gewesen und habe zweitens die flüssige Abwicklung erschwert. Außerdem biete die Bogner-Turnhalle moderne Sanitär- und Umkleideräume. Allerdings müssen die Teilnehmer des Turniers auch echte Hallensportschuhe tragen - oder mit Schuhüberziehern aus Plastik an den Start gehen.

Die Schirmherrschaft des "Action Air Shooting" hat Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch übernommen. Ihm sind die Organisatoren auch sehr dankbar, dass sie die Bogner-Sporthalle nutzen können.

Am Wochenende treffen sich die Helfer und Organisatoren im Schützenheim in Längenau zu den ersten praktischen Vorbereitungen. Die Targets, also Zielscheiben, müssen ausgebessert oder neu hergestellt werden, die Halterungen gecheckt und die Trennwände überprüft werden. Und nach der Inventur wird gebastelt und gewerkelt.

Die Organisation in der Halle, also Aufbau, Helfereinsatz und Catering, übernehmen die Jugendlichen selbst, Roger Merkle kümmert sich um die Ausschreibungen, die Registrierung der Schützen, die Einteilung der Klassen und Teams, eben die ganze bürokratische Arbeit hinter den Kulissen. "Und da dies eine Jugendveranstaltung ist, arbeiten alle Helfer ehrenamtlich", sagt Merkle. Das gilt übrigens auch für die Range Officers, also die Aufsichten an den Bahnen.

Die Gäste sind am Wettkampf-Wochenende in Ferienwohnungen in der Umgebung, in der Jugendherberge in Wunsiedel oder auch auf dem Wartberg untergebracht. "Und damit unsere Besucher auch die fränkische Gastfreundschaft kennenlernen können, richten wir am 27. Oktober einen Schützenabend in Heidelheim aus." Der Selber Ortsteil ist an diesem Wochenende der beste Platz für eine solche Party: Es ist nämlich Kirchweih. Für das leibliche Wohl wird Thomas Stöhr sorgen.

Unterstützung bekommen die Jugendlichen aber noch von einer anderen Seite, nämlich dem "Verein zur Förderung der Jugendarbeit des SC Buchwald-Längenau", der sich im vergangenen Jahr gegründet hat. Die Mitglieder werden sich auch am "Action Air Shooting" tatkräftig beteiligen.

Aber der gemeinnützige Verein und der Jugendleiter haben ein weiteres gemeinsames Ziel. Die Jugendabteilung braucht nämlich einen gebrauchten, neunsitzigen Kleinbus. Insgesamt gehören der Abteilung 15 aktive Kinder und Jugendliche an, die Zahl ist seit Jahren stabil. Gerade bei Fahrten zu Wettkämpfen, Turnieren oder Meisterschaften in ganz Deutschland, aber auch bei Freizeitaktivitäten, ist der Transport der Teams und des Gepäcks ein logistisches Problem. "Wir fahren bis zu 20 000 Kilometer im Jahr", sagt Merkle. 12 000 bis 15 000 Euro setzt der Jugendleiter für den Kauf eines "Jugendmobils" an. Und so sind die Einnahmen aus dem Turnier im Oktober auch für diesen Zweck bestimmt. Trotzdem ist Merkle auf Unterstützung aus der Wirtschaft angewiesen und sucht Sponsoren. Dass die Sportart beim Nachwuchs ankommt, hat sich erst jetzt wieder gezeigt. Jüngst sind drei Kinder zur Bambini-Gruppe gestoßen, und bei der Sommerferienaktion waren acht Kinder zwischen acht und elf Jahren dabei.

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
09. 09. 2018
21:32 Uhr

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