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Selb

"Seelenspiel" geht in die zweite Runde

Max Körner aus Selb beginnt mit der Produktion der nächsten Staffel seiner Web-Serie. Von Samstag an sind er und sein Team im Fichtelgebirge unterwegs.



Am Samstag geht es wieder los: Regisseur Max Körner wird dann mit den Darstellern Felix Geiwagner (links) und Klaus Karl-Kraus (rechts) die nächsten Folgen der Serie "Seelenspiel" in Angriff nehmen. Foto: K. Seebacher
Am Samstag geht es wieder los: Regisseur Max Körner wird dann mit den Darstellern Felix Geiwagner (links) und Klaus Karl-Kraus (rechts) die nächsten Folgen der Serie "Seelenspiel" in Angriff nehmen. Foto: K. Seebacher  

Selb - "Kamera läuft, Klappe die Erste - und bitte!" Diese Worte werden von Samstag an wieder öfter im Fichtelgebirge zu hören sein. Denn der Selber Max Körner beginnt mit seiner Produktionsfirma Franconia Films mit den Dreharbeiten der zweiten Staffel von "Seelenspiel". Die Web-Serie, die über Youtube und Facebook kostenlos zu sehen ist, erzählt Mythen und Sagen aus dem Fichtelgebirge, stellt aber auch die modernen Highlights der Region vor, heißt es in einer Mitteilung.

Zur Handlung: Luise kann es nicht glauben - durch ein verzaubertes Sagenbuch gelangt sie in das Jahr 1410 - ins mittelalterliche Fichtelgebirge. Dort trifft sie auf Liborius, den Schreiber des Buches, und seinen grummeligen Enkel, den Waldläufer Heinrich. Dieser hat ein Problem: Er wollte den Teufel beim Kartenspielen betrügen und verlor deswegen seine Seele. Seitdem versucht Heinrich verzweifelt, seine Seele wiederzuerlangen.

Doch auch Luise bekommt bald Ärger mit dem Teufel, dem das Mädchen aus der Zukunft ein Dorn im Auge ist. Gemeinsam nehmen Luise und Heinrich den Kampf gegen den Teufel auf, und treffen dabei auf allerlei Sagengestalten des Fichtelgebirges.

Die Selber Filmproduktionsfirma Franconia Films will mit "Seelenspiel" vor allem eines: auf die Region aufmerksam machen. "In einem ersten Treffen im Februar 2016 haben wir uns dazu entschlossen, etwas für die Region zu machen. Dass es dabei um einen Film gehen wird, war uns allen schnell klar. Die genaue Idee wurde dann zusammen entwickelt, jeder hat ein Puzzleteil dazu beigetragen. Die Idee, dass die Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart spielt, war mein Einfall. Die Sagen mit einzubauen, war der Vorschlag der späteren Drehbuchautorin Nikola Zechmann", sagt Max Körner.

Seit August 2016 wurden insgesamt elf Folgen gedreht, davon sind acht bereits online zu sehen. Jetzt soll die zweite Staffel abgeschlossen werden, berichtet Körner. "Wir werden dieses Jahr im August und zu Ostern 2018 nochmals insgesamt sechs Folgen drehen. Zu den Dreharbeiten sind Zuschauer, Filminteressierte und Schauspieler jederzeit eingeladen, denn unser Projekt sieht sich auch als 'Ausprobier-Plattform'." Nachwuchsschauspieler oder Jugendliche, die einmal ein Praktikum an einem professionellen Filmset absolvieren möchten, können sich jederzeit unter info@franconiafilms.de melden."

Schauplatz der Serie ist das Fichtelgebirge. So wird dieses Mal beispielsweise in der Eremitage in Bayreuth, in Bad Berneck auf der Burg Wallenrode, im Felsenlabyrinth bei der Luisenburg, in Wunsiedel oder im Geschichtspark Bärnau gedreht. Insgesamt fünfzehn Drehtage sind geplant, in denen 60 Minuten Film produziert werden sollen.

Jeder Drehtag ist dabei genau durchgeplant: Der Drehtag beginnt an der Basis des Teams. Knapp zwei Stunden vor dem tatsächlichen Drehbeginn werden die Autos beladen und das Team fährt zum Drehort. Dort angekommen, wird die Set-Basis aufgebaut: ein Pavillon mit Sitzmöglichkeiten und der "Set-Tisch" mit Snacks und Getränken. Kamera- und Licht-Department entladen die Autos und bauen für die erste Szene auf. Währenddessen sind die Schauspieler in Kostüm und Maske, und der Regisseur probt die Szene mit ihnen.

Anschließend beginnt der eigentliche Dreh. Eine Szene besteht aus mehreren Einstellungen. Bis eine Einstellung sitzt, sind mehrere Takes nötig, anschließend wird umgebaut. Das Team dreht am Tag ungefähr sechs bis acht Szenen.

Zwischen den Szenen werden Licht und Kamera umgebaut, Darsteller müssen eventuell nachgeschminkt werden oder das Kostüm wechseln. "Es wird nicht chronologisch gedreht", sagt Körner. So könne etwa an einem Tag zuerst die letzte Szene von Folge 14 gedreht werden und direkt danach die erste Szene von Folge 11. Hier sei es wichtig, dass man auf "Anschlussfehler" achte, also dass die Darsteller trotz unterschiedlicher Drehtage immer so aussehen wie in der Szene davor.

Ein Drehtag dauert etwa acht bis zehn Stunden reine Drehzeit. Dazu kommen noch ein bis zwei Stunden Auf- und Abbauzeit sowie die Fahrzeiten zum Drehort. Nach dem Dreh müssen außerdem noch die Aufnahmen mindestens auf zwei Computern gesichert werden und der Ablaufplan für den nächsten Drehtag verteilt werden.

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10. 08. 2017
18:48 Uhr

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10. 08. 2017
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