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Selb: CSU will Kino in privater Rechtsform

Mit den Freien Wählern machen sich die Christsozialen für eine GmbH stark. Auch darin könnten sich die Selber Bürger einbringen.



Selb - Das Selber Kino soll in einer privaten Rechtsform erhalten bleiben. So jedenfalls schlagen es CSU und Freie Wähler Selb (FWS) vor. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kreil bezieht sich in einer Mitteilung auf eine Information von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, wonach sich ein Förderverein für das Kino gründen will und auch private Personen das Kino unterstützen wollen.

Diese Unterstützung, so Kreil, könnte über eine GmbH aufgenommen werden an der sich alle beteiligen, die sich für den Erhalt des Kinos engagieren. Diese Lösung ziehen CSU und FWS einer rein städtischen Trägerschaft für das Kino vor. Bei den in Rede stehenden Ausgaben für Kauf, Umbau und Betrieb müsse allen Beteiligten klar sein, dass dies ein langfristiges Engagement auch aus der Bevölkerung erfordere.

Über einen Förderverein und eine GmbH könne dieses Engagement aufgenommen werden. "Die Stadt Selb wird dann sicher auch ihren Beitrag im Rahmen dieser Struktur leisten können", sagte Kreil.

Der Selber CSU-Ortsvorsitzende Matthias Müller machte deutlich, dass der Betrieb eines Kinos mit Gastronomie keine Aufgabe nur für eine Stadt sein könne. Alle privaten Wirte müssten ihre laufenden Kosten und Investitionen über ihr Geschäft verdienen, während ein städtischer Betrieb letztendlich auf Steuermittel zurückgreife. Dies sei eine Wettbewerbsverzerrung, die man den privaten Unternehmern nicht zumuten könne, sagte Müller.

Eine privatrechtliche Organisation erfordere dahingehend sicher mehr an langfristigem Engagement und genau dieses gelte es einzubinden. "Wenn ihr dort draufzahlt, dann könnt ihr doch da auch draufzahlen" sei eine einfache Weltsicht, so Stadtratsmitglied Carsten Hentschel. Immerhin müsse die Stadt noch immer ein Haushaltskonsolidierungskonzept für die Regierung fortschreiben und beantrage auch weiter Strukturhilfe wegen Finanzknappheit in den nächsten Jahren, gab er zu bedenken.

Stephan Rummel von den Freien Wählern Selb machte nochmals deutlich, dass ein privater Betreiber, der vom Fach sei, das Kino schließen wolle und sich offensichtlich kein anderer Betreiber gefunden habe. Dies zeige, das besonderes bürgerschaftliches Engagement nötig sei, wenn es trotzdem gelingen sollte. Für das Rathaus sei es sicherlich schmeichelhaft, wenn man unterstelle, dass es Dinge könne, die sich die privaten Eigentümer nicht mehr zutrauten. Besser sei es jedoch, das aktive Engagement aus der Bürgerschaft in die Struktur und den Betrieb einzubinden.

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Wolfgang Achtziger
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Veröffentlicht am:
11. 04. 2018
16:46 Uhr

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Wolfgang Achtziger

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11. 04. 2018
16:46 Uhr



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