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Selb sagt Feste im Mai ab

Die Schlemmernacht und das Bürgerfest finden wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Das Selber Wiesenfest ist laut Oberbürgermeister Pötzsch noch nicht in Gefahr.



Das Bürgerfest ist eigentlich die erste große Veranstaltung im Selber Festkalender. Heuer wird es - genauso wie die Schlemmernacht - wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Foto: Florian Miedl
Das Bürgerfest ist eigentlich die erste große Veranstaltung im Selber Festkalender. Heuer wird es - genauso wie die Schlemmernacht - wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Foto: Florian Miedl  

Selb - Das Coronavirus nimmt weiter Einfluss auf das Leben der Menschen in der Region und auf den Veranstaltungskalender der Stadt Selb. So werden die Schlemmernacht am 9. Mai und auch das Bürgerfest am 30. Mai nicht stattfinden. Ausfallen wird auch das "Rama dama" vom 20. bis 25. April. Die Absagen verkündete Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch am Montagnachmittag.

Wie Pötzsch sagte, setze die Stadt die von den übergeordneten Ministerien Anweisungen und Informationen um. Dies beziehe sich eben auch tagesaktuell auf die beiden städtischen Veranstaltungen im Mai. Die Absagen seien natürlich auch ein Beitrag zum Schutz der Bürger, indem man die Verbreitung des Coronavirus so gut wie möglich eindämme.

Auf das Selber Wiesenfest angesprochen, das heuer vom 11. bis 13. Juli gefeiert werden soll, sagte Pötzsch, er gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es stattfinden wird. Allerdings hänge auch dies von den dann aktuellen Informationen aus den Ministerien ab, die die Lage alle 14 Tage bewerten. "Wir wissen heute natürlich noch nicht, wie die Lage Anfang Juli aussehen wird."

Grundsätzlich werde man aber bei allen Entscheidungen versuchen, den Beteiligten unnötige Kosten zu ersparen. "Falls es absehbar ist, dass Veranstaltungen nicht stattfinden können, werden wir frühzeitig informieren."

Bis auf Weiteres stattfinden kann der Wochenmarkt. Der wird als zentraler Versorgungsträger eingestuft "und das noch an frischer Luft".

In den kommenden Wochen sehe sich die Stadt in der Pflicht, sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die eigenen Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen und gleichzeitig als Vermittler und Dienstleister zu arbeiten. Damit sich die Selberinnen und Selber bei Fragen auch im Rathaus informieren können, wird ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer 09287/883-118 beantworten Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Fragen - oder können einen Kontakt zu anderen Stellen vermitteln. Zweiter Informationskanal sei die Homepage der Stadt. Unter www.selb.de werde man alle wichtigen Informationen weitergeben. Und auch per E-Mail (info@selb.de) stehe die Stadtverwaltung der Bevölkerung zur Verfügung.

Auf diesem Wege wolle man Hilfsangebote bündeln und weitergeben, aber auch Fragen von Firmen und Unternehmen beantworten.

Zwei Beispiele nannte Pötzsch: Auf der Homepage werden alle Hilfsinitiativen für Senioren oder Menschen aus Risikogruppen zusammengefasst. Etwa die des AWO-Kreisverbandes, der auch in Selb eine Einkaufshilfe auf die Beine stellen will. "Wer Hilfe beim Einkaufen braucht, kann sich unter der Telefonnummer 09233/400960 oder per Mail an info@awo-wunsiedel.org beim AWO-Kreisverband melden", sagte Pötzsch. Die Stadt werde diese Aktion gerne unterstützen, etwa mit der Ausstellung der Berechtigungskarten. Aber auch alle, die zum Beispiel bei einem Einkaufsdienst helfen wollen, können sich laut Pötzsch bei der Stadt melden. Den Firmen und Unternehmen will die Stadt ebenfalls zur Seite stehen, etwa wenn es um Soforthilfen oder Kurzarbeitergeld geht. In diesem Bereich gebe die Wirtschaftsförderung ebenfalls unter 09287/883-118 die neuesten Informationen weiter - oder vermittle an die Regierung von Oberfranken.

Um den Schutz der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung sicherzustellen, sei man im Rathaus auf ein personelles Minimum zurückgegangen. Arbeiten in normalen Zeiten rund 70 Frauen und Männer im Rathaus, sind es zurzeit etwa 20. "Wir versuchen, das Ansteckungsrisiko zu verringern", machte Pötzsch deutlich. Dazu gehöre auch, dass die Stadt zum Schutz der Altersjubilare momentan keine Geburtstagspräsente verteilt oder verschickt.

Wie Pötzsch weiter sagte, hat es vor wenigen Tagen im Rathaus eine Besprechung unter anderem mit den Sozialverbänden und -vereinen, Apotheken und auch den Kirchen gegeben, bei dem die vorhandenen Strukturen erörtert wurden. Auch aufgrund dieses Treffens könne die Stadt ihre Vermittlerrolle übernehmen.

In diesem Zusammenhang dankt Pötzsch allen ehrenamtlichen Helfern in den Sozialverbänden, den Feuerwehren und dem THW sowie allen anderen Engagierten für ihre wichtige Arbeit. "Das bürgerschaftliche Engagement ist sehr groß in Selb", lobt der OB. Auch zeigten die Bürger großes Verständnis für die nötigen Einschränkungen. Sie würden von einer großen Mehrheit mitgetragen. Er sei stolz auf die Selberinnen und Selber, die sich gerade in Krisenzeiten hilfsbereit zeigten und Solidarität bewiesen. Die Situation sei zwar im Moment belastend, "aber wenn wir nicht in Hysterie verfallen und uns an die Vorgaben halten, werden wir die Herausforderungen meistern. Eines wünscht sich Pötzsch allerdings zum Schluss: "Wir sollten den Wert der Arbeit, die viele gerade erbringen, auch nach der Krise in den Fokus rücken."

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
23. 03. 2020
17:08 Uhr

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Andreas Godawa

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23. 03. 2020
17:08 Uhr



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