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Selb

Selb will "Langen Teich" sanieren

Die Stadt will das Projekt zur Förderung anmelden. Die Aktiven Bürger beantragen eine weitere Förderung für den Umbau des Kinos.



Selb - "Das Selber Kino wird Erfolgsgeschichte schreiben", zeigte sich Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch beim Juni-Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte "Eisstadion" zuversichtlich. Es müsse zwar wegen des geplanten Umbaus vorübergehend geschlossen werden, aber wenn alles nach Plan laufe, werde man bereits im ersten Halbjahr 2020 wieder öffnen, heißt es in einer Pressemitteilung der Aktiven Bürger.

Stadtrat Dr. Klaus von Stetten freute sich über die von der Regierung von Oberfranken in Aussicht gestellte Förderung für Erwerb und Umbau des Kinos. "Mit 80 000 Euro, die der Stadtrat für den Umbau genehmigt hat, wären wir nicht weit gekommen", so von Stetten. Um nicht das ganze Zukunftsprojekt zu gefährden, hätte die Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger der geforderten Deckelung der städtischen Mittel zustimmen müssen. Jetzt habe die Fraktion eine weitere Förderung des Kinos aus Bundesmitteln beantragt und für den erforderlichen Eigenanteil die Zustimmung der anderen Stadtratsfraktionen erhalten. "Für jeden, der sich Sorgen um die Kosten für das Kino macht, besteht zudem die Möglichkeit, sich beim Förderverein Kino mit kreativen Ideen einzubringen."

Auch beim nächsten Thema sei es um Fördermittel gegangen, die man nach Selb holen will. Ulrich Pötzsch berichtete über ein neues bayerisches Förderprogramm für die Sanierung von Freibädern. 120 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren vom Freistaat für diesen Zweck zur Verfügung stehen. "Wir werden unser Waldbad ,Langer Teich’ zur Förderung anmelden", kündigte der Oberbürgermeister an. Nachdem das Bad im Förderprogramm der Bundesregierung nicht berücksichtigt worden sei, klappe es vielleicht jetzt mit Landesmitteln, so Pötzsch.

Auf Nachfrage der Stammtischbesucher erläuterte der Oberbürgermeister die Idee eines städtischen Informationsstudios in den ehemaligen Räumen der Buchhandlung in der Schillerstraße. "Alle Selber sollen sich über die Bürgersprechstunden hinaus zum aktuellen Planungsstand unserer zahlreichen Projekte direkt und aus erster Hand informieren können. Transparenz habe man in den vergangenen Jahren stets groß geschrieben. Der Entwurf des Bebauungsplans für Selbs "Neue Mitte" sei erst kürzlich im Stadtrat einstimmig beschlossen worden, nachdem die Stadträte noch einmal ausführlich informiert worden seien.

"Der anhaltende Bauboom wird eventuell noch die ein oder andere Verzögerung mit sich bringen", vermutete Klaus von Stetten. Bei den zahlreichen und zum Teil umfangreichen Vorhaben müsse man eben auch Geduld mitbringen und realistisch bleiben. "Schlecht für Selbs Image ist es allerdings, völlig aus der Luft gegriffen an der finanziellen Bonität eines seriösen Investors zu zweifeln", kritisierte von Stetten. Das habe eine katastrophale Außenwirkung. Die Aktiven Bürger hätten nach wiederholten persönlichen Erläuterungen des Investors gegenüber den Stadträten nicht den geringsten Zweifel, "dass man die Vorhaben im Factory In und anschließend den Umbau der Innenstadt Schritt für Schritt verwirklichen wird". Die Pläne seien sorgfältig mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt. Alle, die vor Patrick Müller als Investoren aufgetaucht seien, hätten außer Planskizzen nichts vorzuweisen gehabt. "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, auch die letzten Veränderungs-Gegner noch mitzunehmen und positiv auf die Stadtentwicklung einzustimmen", zeigte sich Klaus von Stetten zuversichtlich.

Sehr positiv entwickle sich auch das "Carsharing"-Projekt, freute sich Ulrich Pötzsch. Die Vermarktung sei gut gelaufen, schon jetzt gebe es zahlreiche Interessenten für die Nutzung des modernen Kleinbusses.

Stadträtin Ramona Jülke-Miedl erläuterte Details zum geplanten Wasserspielplatz in der Pfaffenleithe: "Die Kinder lernen nicht nur, spielerisch mit dem Element Wasser umzugehen, es kommen auch natürliche Materialien wie Stein und Holz zum Einsatz." Zudem werde der Spielplatz aus Fördermitteln finanziert und belaste den städtischen Haushalt nicht.

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Veröffentlicht am:
11. 06. 2019
17:58 Uhr

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