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Selb

Selber Parks werden schöner

Rund zwei Millionen Euro stehen für die Aufwertung des Rosenthal-Parks und des Grafenmühlweihers zur Verfügung. Der Stadtrat ist von der aktuellen Planung angetan.



Noch ist der Rosenthal-Park eher verwaist. In dem bereich unseres Fotos sollen ein Multifunktionsplatz und ein Beachvolleyballfeld sowie ein Zugang zum Hallenbad entstehen. Außerdme sind ein Toilettencontainer (links hinter der Kurve) sowie Boulebahnen (ganz rechts) geplant. Foto: Florian Miedl
Noch ist der Rosenthal-Park eher verwaist. In dem bereich unseres Fotos sollen ein Multifunktionsplatz und ein Beachvolleyballfeld sowie ein Zugang zum Hallenbad entstehen. Außerdme sind ein Toilettencontainer (links hinter der Kurve) sowie Boulebahnen (ganz rechts) geplant. Foto: Florian Miedl  

Selb - Dass der Rosenthal-Park und der Grafenmühlweiher gerade im Hinblick auf die Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden sollen, ist unstrittig. Jetzt steht auch mehr Geld zu Verfügung: Anstatt der ursprünglich vorgesehenen 750 000 Euro könnte die Stadt Selb knapp zwei Millionen Euro bekommen. Und damit kann die Planung, die Landschaftsarchitektin Doris Grabner am Mittwoch im Stadtrat vorlegte und für die sie viel Lob bekam, auch zu großen Teilen umgesetzt werden.

So geht’s weiter

Die aktuelle Planung will Bauamtsleiter Helmut Resch nun offiziell bei der Regierung von Oberfranken zur Förderung einreichen. Er geht von einem positiven Bescheid aus. Aufgrund des höheren Finanzvolumens von knapp zwei Millionen Euro müsse die Planung europaweit ausgeschrieben werden. Resch geht davon aus, dass die Ausführungsplanung und die Ausschreibung 2019 über die Bühne gehen können, im Idealfall könnten die ersten Maßnahmen dann im Herbst 2019 begonnen werden. Das Gros der Arbeiten soll im Jahr 2020 angegangen werden.

Dass für die Aufwertung der beiden Parks fast dreimal so viel Geld zur Verfügung steht, liegt laut Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch an dem gut gefüllten Fördertopf des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Regierung von Oberfranken hatte dies der Stadt mitgeteilt, weswegen die Stadt nun einen entsprechenden Förderantrag stellen will.

 

Grabner verwies in ihrem Vortrag auf den Bürgerworkshop im April hin, bei dem die Bürger einige Anregungen gegeben hätten. Die seien auch eingearbeitet worden. Grundsätzlich soll bei der Aufwertung der beiden Grünflächen mit Fingerspitzengefühl vorgegangen und die bestehenden Biotopflächen und auch größtenteils der Baumbestand erhalten werden. "Die Parks sind schön, aber einfach in die jahre gekommen."

Der Rosenthal-Park: Laut Grabner ergeben sich im Rosenthal-Park im Prinzip drei Bereiche. Im ersten Bereich gleich anschließend an das Hallenbad werden sich demnach die größten Veränderungen ergeben. Hier sollen in einer "Sportspange" bis zum jetzigen Parkeingang an der Hofer Straße ein Beachvolleyballfeld, ein Multifunktionsplatz vor allem für Ballsportarten und die von den Bürgern angeregten zwei Boulebahnen entstehen. Außerdem geht ein langgehegter Wunsch des Stadtrates in Erfüllung: Das Hallenbad bekommt einen Ausgang zum Park. Der besteht aus einer Schleuse mit Wasserbecken und einem Drehkreuz. Vor der Front des Hallenbades sollen zudem eine Holzterrasse und Freiluftduschen gebaut werden. Der Eingang zum Bad gehört allerdings nicht zu den geförderten Maßnahmen. Nicht gefördert würde auch ein Toilettenanbau. Deswegen schlug die Planerin einen Toilettencontainer vor, der neben dem Parkeingang an der Hofer Straße aufgestellt werden könnte.

An die Sportspange schließt sich die große Liegewiese an, durch den sich ein Flanierweg zieht. Am östlichen Rand, also in Richtung Eisenbahngleis, sind drei Nischen vorgesehen. Eine für Outdoor-Sportgeräte, die beiden anderen für Kinderspielgeräte. Die Wiese selbst würde freigeräumt, lediglich die Seilbahn soll dort stehen bleiben. Der südliche Bereich ist für Aktionen der Selb 2023 gGmbH bei den Freundschaftswochen vorgesehen. Neu und wesentlich offener gestaltet werden soll der südliche Eingang aus Richtung Bahnhof.

Der Grünstreifen zur Hohenberger Straße hin soll vorsichtig ausgleichtet werden, um einerseits Sichtachsen zu schaffen und die Gehölze trotzdem als Sichtschutz zu erhalten. Außerdem erhalten die Wege eine neue Beleuchtung.

Problematisch ist noch der Übergang vom Park über die Hofer Straße zum früheren Sportplatz. Wie man diesen Übergang sicherer machen kann, werde man noch prüfen, sagte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch.

Der Grafenmühlweiher: Für diesen zentralen Bereich sieht die Planung eine Erweiterung des Kinderspielplatzes vor. Das Ufer des Weihers soll mit einer Kante neu gefasst werden, die Zugang zum Wasser ermöglicht, und einen 40 bis 50 Quadratmeter großen Steg bekommen. Die an den Spielplatz angrenzende Wiese in Richtung Geschwister-Scholl-Straße wird zu einer Liegewiese werden, auf der auch kleinere Konzerte stattfinden können. In diesem Bereich könnte auch eine kleine Bühne entstehen.

Der Graben auf der biotopkartierten Nassfläche soll naturnah gestaltet werden, die Fläche an sich aber erhalten bleiben. Ein Manko ist nach Meinung Grabners der obere Eingang zum Grafenmühlweiher aus Richtung Bahnhof. Der soll zukünftig wesentlich attraktiver werden. Die erhöhte Lage soll quasi als Balkon dienen, von dem man einen Überblick über den gesamten Park hat. Die Wege in den Park hinein werden demnach barrierefrei angelegt, um einen besseren Zugang zu ermöglichen. Den westlichen Teil des Rundweges will Grabner neu anlegen.

Außerdem ist in der Planung noch ein "Platzhalter" eingebaut. Auf der Fläche zwischen dem Spielplatz und der heutigen Toilettenanlage wäre Platz für eine Gastronomie. Und für die machte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch auch gleich Werbung: "Wir suchen nach einem Gastro-Partner, der in diesem Bereich etwas in Kooperation mit der Stadt aufbauen will." Grundsätzlich sei die Planung sehr gelungen. "Was sie hier sehen, ist in mühsamer Abstimmung gelungen." Die Planung beinhalte nicht nur die Wünsche der Bürger, sondern auch eine elegante Lösung für das Hallenbad, das dadurch ebenfalls aufgewertet werde.

 
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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2018
16:38 Uhr

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29. 11. 2018
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