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Selb

Singen für Körper und Seele

Die Schönwalder Schola feiert 50-jähriges Bestehen und gestaltet den Festgottesdienst. Für 19 Mitglieder gibt es eine Auszeichnung. Drei Herren sind seit der Gründung dabei.



Mit einem Festgottesdienst in der katholischen Kirche Sankt Marien feierte die Schönwalder Schola ihr Jubiläum. 19 der aktuell 24 Mitglieder erhielten im Anschluss eine Ehrung für ihre lange Treue zum Kirchenchor. Zu den Gratulanten zählten Regionalkantor Stephan Merkes, Pater John Arolichalil und Dekanantskantor Berthold Stahl (Bildmitte von rechts). Foto: Gerald Lippert
Mit einem Festgottesdienst in der katholischen Kirche Sankt Marien feierte die Schönwalder Schola ihr Jubiläum. 19 der aktuell 24 Mitglieder erhielten im Anschluss eine Ehrung für ihre lange Treue zum Kirchenchor. Zu den Gratulanten zählten Regionalkantor Stephan Merkes, Pater John Arolichalil und Dekanantskantor Berthold Stahl (Bildmitte von rechts). Foto: Gerald Lippert  

Schönwald - Die gemischte Schola der katholischen Gemeinde Sankt Marien in Schönwald feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Sie hat aus diesem Anlass den gut besuchten Festgottesdienst, den Pater John Arolichalil hielt, musikalisch gestaltet. Im Anschluss wurden 19 Sängerinnen und Sänger für ihre Zugehörigkeit geehrt. Günther Hickl, Robert Frenzl und Egon Habiger gehören der Schola seit deren Gründung an.

Ehrungen

10 Jahre: Kathrin Frenzl, Elisabeth Kempf und Maria Weinberg; 15 Jahre: Anna Mergner; 20 Jahre: Regina Schönberner; 25 Jahre: Gabi Birkner, Rita-Maria Frenzl, Christine Künzel, Anja Landgraf und Johanna Theilmann; 30 Jahre: Hans-Peter Goritzka; 35 Jahre: Leo Schönberner, Norbert Siegl und Jörg Striegel; 45 Jahre: Otmar Reimer; 45 Jahre Organist und Scholaleiter: Reinhard Frenzl; 50 Jahre (Gründungsmitglieder): Robert Frenzl, Egon Habiger und Günther Hickl. Hickl ist der Gründer der Schola, seit 50 Jahren Organist und 40 Jahre Scholaleiter.


"Singen ist für jeden von uns von unschätzbarem Wert, denn es hat Auswirkungen auf unser körperliches und seelisches Empfinden", hob Pater John in seiner Andacht hervor. Leider würden anstelle des kreativen Tones heute überwiegend Lieder über die modernen Medien nur gehört. "Wer möchte noch singen?" fragte er. Als positives Gegenbeispiel ließ er die Geschichte der Schönwalder Schola Revue passieren.

So entstand 1969 in der Pfarrei neben dem Kirchenchor aus einem kleinen Kreis sangesfreudiger junger Männer eine Schola, deren Gründer und erster Leiter Günther Hickl war. In seiner Aufbauarbeit unterstützten ihn Dekan Josef Englmann, Diakon Franz Winkelmann und Praktikant Ludwig Erhardt. Erst durch die Beschlüsse des zweiten Vatikanischen Konzils wurde im Gottesdienst die jeweilige Landessprache eingeführt, was dazu führte, dass neben der lateinischen Kirchenmusik deutsches Liedgut möglich, aber kaum vorhanden war.

Wie Pater John weiter berichtete, gestaltete eine Jugendband als Gast einen Gottesdienst. Die Aufführung wurde auf Kassette aufgenommen und Günther Hickl schrieb davon die Noten ab. So entstanden die ersten Lieder für die Schola, zu denen "Deinen Lobpreis will ich singen" gehörte, das im Festgottesdienst als Erstes erklang. Das Notenmaterial erweiterte sich laufend, was zur Folge hatte, dass sich auch die Schola nach und nach vergrößerte.

Am 1. Oktober 1974 übernahm Reinhard Frenzl erfolgreich die Leitung der Schola. Günther Hickl kam 1985 wieder dazu. Ein entscheidender Schritt war, dass vor 25 Jahren Mädchen und Frauen die bisherige reine Männer-Schola mit ihren Stimmen bereicherten und so auch Aufführungen von vierstimmigen Sätzen möglich machten. Seitdem gestaltet die gemischte Schola während des Kirchenjahres die Gottesdienste zu Hochfesten, Jubiläen, besonderen Anlässen, Hochzeiten und Taufen.

Beim Festgottesdienst gab die Schola mit elf Liedern einen Einblick in ihr musikalisches Repertoire, zu dem "Groß ist der Gott", "Shalom", "Herr, deine Güte reicht so weit" und am Ende das Te deum laudamus, "Großer Gott, wir loben dich", zählten. "In einer Zeit, die von Schnelllebigkeit geprägt ist und in der es schwer geworden ist, Menschen für eine Sache längerfristig zu begeistern, kann die Schönwalder Schola auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückschauen", gratulierte Regionalkantor Stephan Merkes zum 50. Geburtstag der "Musica sacra". Er überbrachte zudem die Glückwünsche des Regensburger Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer und des Diözesankirchenmusikdirektors Dr. Christian Dostal.

Zusammen mit Dekanatskantor Berthold Strahl und Pater John ehrte Merkes nach dem Festgottesdienst langjährige Schola-Mitglieder.

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Gerald Lippert
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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
16:50 Uhr

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Gerald Lippert

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02. 07. 2019
16:50 Uhr



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