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Startschuss für die Selber Parks

In den kommenden Wochen beginnen die Neugestaltung des Rosenthal-Parks und des Grafenmühlweihers. Attraktiv und trotzdem naturnah sollen sie werden.



Das Ziel vor Augen: Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Thomas Frank vom Bauhof, Projektleiter Uwe Hofmann vom Bauamt und Johanna Marx, die Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgeschäftsstelle, studieren den Plan zur Neugestaltung des Rosenthal-Parks. Foto: Florian Miedl
Das Ziel vor Augen: Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Thomas Frank vom Bauhof, Projektleiter Uwe Hofmann vom Bauamt und Johanna Marx, die Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgeschäftsstelle, studieren den Plan zur Neugestaltung des Rosenthal-Parks. Foto: Florian Miedl  

Selb - Die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen 2023 werfen ihre Schatten voraus: Demnächst sollen die Arbeiten beginnen, mit denen der Rosenthal-Park und das Gelände rund um den Grafenmühlweiher aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und für die Freundschaftswochen vorbereitet werden. Attraktiver, heller, nutzbarer sollen sie werden und zugleich naturnah bleiben. An Ort und Stelle haben Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, der Projektleiter Uwe Hofmann vom Bauamt, Thomas Frank vom Bauhof und Johanna Marx, Geschäftsstellenleiterin des Bund Naturschutz (BN) Wunsiedel, vorgestellt, was genau geplant ist.

Rund 2,6 Millionen Euro stehen für die Umbauarbeiten insgesamt zur Verfügung. Die reinen Baukosten im Rosenthal-Park werden rund 1,25 Millionen Euro kosten, die am Grafenmühlweiher etwa 800 000 Euro. Der Rest entfällt auf Planungskosten und weitere Arbeiten.

Im November vergangenen Jahres hatte der Stadtrat den Planungen der Landschaftsarchitektin Doris Grabner im Grundsatz zugestimmt, nun wurden sie in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Bund Naturschutz verfeinert und mit der Selb 2023 gGmbH abgesprochen, sagte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Die beiden Parks sind nach seinen Worten als Projekte der Freundschaftswochen der bayerischen Staatsregierung angesetzt und gehen nun als erste in die Umsetzung. "Deswegen stehen die Parks auch im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept der Freundschaftswochen." Laut Pötzsch hat der Stadtrat die ersten Arbeiten vergeben, nun werde es - abhängig von der Auftragslage der Firma - losgehen. Da dabei Baumfällungen und Rodungsarbeiten anstehen, habe man mit dem BN und der Naturschutzbehörde "jeden einzelnen Busch und jede Ersatzpflanzung" besprochen. Denn Grundlage sei bei beiden Parks eine naturnahe Entwicklung. Pötzsch verwies darauf, dass es aufgrund der Größe der Grünflächen auch viel Wildwuchs gebe. Man wolle beide Parks so ausrichten, dass zum einen Büsche und Bäume gedeihen könnten, gleichzeitig aber die Pflege auch sichergestellt werden könne.

Wie Projektleiter Uwe Hofmann sagte, sollen diese Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Alle Baumaßnahmen sollen bis Ende 2020 über die Bühne gehen, die Pflegemaßnahmen des Bauhofes werden dann etwa ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Der Rosenthal-Park gliedert sich laut Hofmann in drei Bereiche. Im ersten, gleich anschließend an das Hallenbad werden ein Holzdeck, ein Hartplatz, zwei Boule-Bahnen, Außenduschen und ein Hartplatz entstehen. Mit der direkten Anbindung zum Wavegarden und dem Pumptrack wird dies also der sportliche Teil sein. Daran schließt sich der zweite Teil für Familien an, in dem neue Spielgeräte aufgestellt werden. Der südlichste und dritte Teil wird sehr naturbelassen bleiben. Hier sollen fast alle Bäume stehen bleiben, die Flächen extensiv gepflegt werden.

Im ganzen Park werden lauf Hofmann die Wege ausgebaut und erneuert, das Stück parallel zur Hofer Straße sogar zum asphaltierten Radweg, der dann die Verbindung vom Perlen- zum Brückenradweg herstellt. Komplett erneuert wird auch die Beleuchtung.

Der Haupteingang zum Park soll auf Höhe der neuen städtischen Werbetafel entstehen, also etwas weiter in Richtung Hallenbad als im Moment. Hier werde man allerdings um einige Baumfällungen nicht herumkommen, sagte Hofmann. Im Bereich des bisherigen Eingangs soll der WC-Container aufgestellt werden.

Am Grafenmühlweiher komme man ebenfalls mit wenigen Baumfällungen aus. Auch hier sollen die Wege hergerichtet und die Beleuchtung verbessert werden, während das Nassbiotop erhalten bleibt. Am nördlichen Eingang wird ein "Weiher-Balkon", also eine Aussichtsplattform entstehen, von der ein behindertengerechter Weg in den Park führt. Der Weiher selber wird an seiner Ostseite eine Ufermauer und einen Steg erhalten, damit die Besucher direkt ans Wasser gelangen können. Wie Hofmann sagte, soll der Spielplatz neu strukturiert und mit neuen Geräte ausgestattet werden, während daneben eine Liegewiese entsteht. Der Zulauf aus Richtung Geschwister-Scholl-Straße wird nach Hofmanns Angaben renaturiert. Noch nichts wird allerdings aus der ursprünglich geplanten Gastronomie. Wie Oberbürgermeister Pötzsch verdeutlichte, sind dies alles Vorbereitungen für die Freundschaftswochen. "Auf der Liegewiese werden dann Veranstaltungen stattfinden."

Hofmann und Pötzsch legten Wert darauf, dass weniger Bäume abgeholzt werden, als ursprünglich geplant. Darüber freute sich auch Johanna Marx. Es sei sehr erfreulich, dass der BN gehört werde - und die Anregungen auch umgesetzt würden. Marx freute sich vor allem darüber, dass der "wilde Charakter" am Südende des Rosenthal-Parks erhalten bleibe.

Den Großteil der Strukturen in den Parks wolle man erhalten, die Flächen aber gleichzeitig so attraktiv machen, "dass jeder gerne in den Park geht", sagte OB Pötzsch. Gerade der Rosenthal-Park sei mit großem Aufwand gebaut, aber von der Bevölkerung nie richtig angenommen worden. Ziel sei es aber auch, die Flächen so zu gestalten, dass sie später vom Bauhof gepflegt werden können.

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2019
17:10 Uhr

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Andreas Godawa

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30. 10. 2019
17:10 Uhr



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