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Selb

Strecke für Gäste und Einheimische

Im kommenden Jahr wird der Perlenradweg zwischen Schönwald und Rehau fertig sein. Die Bürgermeister freuen sich über die gute Zusammenarbeit und den Gewinn für die Bürger.



Der Perlenradweg zwischen Schönwald und Rehau ist ein Großprojekt mit vielen Beteiligten (von links): Sonja Fröber und Bauleiter Gerald Specht vom Bauunternehmen Fröber in Selb, Planer Albert Vollath vom Ingenieurbüro Wolf & Zwick, Förster Markus Erhard, der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, Louis von der Borch und Bürgermeister Klaus Jaschke vor der bereits freigeräumten Trasse. Fotos: Andreas Godawa
Der Perlenradweg zwischen Schönwald und Rehau ist ein Großprojekt mit vielen Beteiligten (von links): Sonja Fröber und Bauleiter Gerald Specht vom Bauunternehmen Fröber in Selb, Planer Albert Vollath vom Ingenieurbüro Wolf & Zwick, Förster Markus Erhard, der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, Louis von der Borch und Bürgermeister Klaus Jaschke vor der bereits freigeräumten Trasse. Fotos: Andreas Godawa   » zu den Bildern

Schönwald/Rehau - Das Tal des Perlenbaches zwischen Schönwald und Rehau ist eines der romantischsten und schönsten Fleckchen in der Region. Der Perlenradweg, der ab Frühjahr 2020 entlang der ehemaligen B 15 die beiden Städte verbindet, erschließt dieses Gebiet naturschonend, fördert den sanften Tourismus und bietet zudem noch einen großen Mehrwert für die Bevölkerung. Nicht nur die Bürgermeister Klaus Jaschke aus Schönwald und Michael Abraham sehen in dem Radweg einen großen Gewinn.

Planer der landkreis- und länderübergreifenden Radwegeverbindung ist Albert Vollath vom Ingenieurbüro für Tiefbautechnik Wolf & Zwick aus Marktredwitz. Wie er sagt, stellt der Perlenradweg die Verbindung und den Lückenschluss in einem weit größeren Radwegenetz dar. So kann man dann sowohl den Saale-Radweg, den Weiße-Elster-Radweg und auch den Brückenradweg erreichen. Dabei befinde man sich einem ökologisch sehr sensiblen Bereich: Entlang des Perlenbaches sei ein Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet ausgewiesen, auch zum Schutz der äußerst seltenen und bedrohten Flussperlmuschel. Das stelle natürlich besondere Anforderungen bei der Bauausführung. Um einen Sedimenteintrag zu verhindern, führe der Radweg sehr eng an der Straße entlang.

Außerdem befinde man sich noch im Mittelgebirgsraum mit einigen Steigungen. In solchen Gebieten würden Radwege aufgrund der Topografie vor allem entlang von Flüssen und Bächen, aber auch Bahnlinien angelegt. Dies führe zwar zu einigen großen Einschnitten in den Böschungsbereichen, andererseits könne der Aushub weiter nördlich bei Eulenhammer wieder als Material für den Unterbau des Weges verwendet werden.

Der komplett asphaltierte Radweg biete nicht nur Radfahrern, sondern zum Beispiel auch Inline-Fans optimale Voraussetzungen.

Mit dem Gedanken eines verbindenden Radweges trage man sich schon lange, sagt Bürgermeister Klaus Jaschke aus Schönwald. Dass dieser Weg jetzt Wirklichkeit werde, verdanke man einer hervorragenden Zusammenarbeit der Kommunen, des Landratsamtes und auch der anliegenden Grundbesitzer, etwa der von-der-Borch’schen Forstverwaltung. Der Perlenradweg bringe die Menschen der Region näher zueinander und locke zudem Besucher an.

Nachdem mit der Firma Fröber aus Selb ein heimisches Unternehmen mit der Ausführung beauftragt worden sei, komme die Investition auch der Region zugute.

Der Perlenradweg erreicht beim Gasthaus Ploß das Stadtgebiet Schönwald. Dort wird eine Querungshilfe über die Straße führen. Der Weg selber wird beidseitig der Rehauer Straße auf einem markierten Radstreifen bis zur Kreuzung mit der Bahnhofstraße weitergeführt. Von dort geht es hinunter zum Bahnhof und vorbei an den Tennisplätzen in die Au und weiter nach Vielitz-Siedlung.

Jaschke denkt allerdings schon weiter: Möglicherweise könnte die gesamte Ortsdurchfahrt Schönwald erneuert werden. Aktuell führe er deswegen Gespräche mit dem staatlichen Bauamt - allerdings noch ohne Ergebnis.

Auch Bürgermeister Michael Abraham kann dem Radweg nur Gutes abgewinnen. In Rehau denke man schon lange an eine Verbindung über Wurlitz in Richtung Oberkotzau nach. Der über Schönwald und Selb weiter nach Asch führende Perlenradweg habe - weil grenzüberschreitend - auch die Tür für weitere Fördermittel geöffnet. Er sei dankbar für den engen Schulterschluss mit der Stadt Schönwald. "Das ist echte interkommunale Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg."

Abraham und Jaschke sehen in dem Radweg nicht nur eine Tourismusförderung, sondern auch einen Mehrwert für die Bevölkerung. Ein Familienausflug mit dem Rad zwischen den beiden Städten oder darüberhinaus sei kein Problem mehr. Auch für sportliche Berufspendler erschließe der Perlenradweg neue Möglichkeiten. Zudem biete sich die Möglichkeit, den Rückweg nach einer längeren Radtour per Bahn von den Bahnhöfen Oberkotzau, Rehau, Schönwald, Selb-Plößberg oder Asch anzutreten. "Das ist ein Bereicherung für die Region." Und natürlich könnte auch die Gastronomie in der Gegend profitieren, wie das Beispiel Kleehof bei Thiersheim beweise.

Einen weiteren positiven Effekt erhofft sich Waldbesitzer Louis von der Borch, dessen Schloss Sophienreuth auf ganz andere Weise von den Bauarbeiten profitieren könnte. Von der Borch erhofft sich einen Anschluss an das schnelle Internet. Das Anwesen, etwa in der Mitte zwischen Schönwald und Rehau gelegen, habe momentan noch keinen schnellen Anschluss, obwohl er bereits alles versucht habe. Auf eine Reaktion der Telekom warte er noch immer. Schützenhilfe bekommt von der Borch dabei von Bürgermeister Jaschke: "Man könnte doch beim Bau des Radweges zumindest schon mal ein Leerrohr verlegen."

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
16:14 Uhr

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
16:14 Uhr



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