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Selb

Tempo-30-Diskussion noch nicht vom Tisch

Die Polizei ist dagegen, der Stadtrat dafür: Geschwindigkeitsbegrenzungen in mehreren Straßen. Noch einmal soll das Thema auf die Tagesordnung.



Selb - Die Diskussion um eine Tempo-30-Zone am Klinikum Fichtelgebirge und in der Ernst-Reuter-Straße in Selb ist noch nicht beendet. Wie berichtet, hatte sich die Polizei in einer Stellungnahme gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausgesprochen und unter anderem argumentiert, der Schilderwald in den Kommunen sollte eher abgebaut als aufgebaut werden.

Polizei baut neues Gebäude

Die Polizeiinspektion Fahndung (PIF) in Selb hat einen Bauantrag für ein neues Gebäude am bisherigen Standort in der Försterstraße 2 eingereicht. Das frühere Gebäude wurde inzwischen abgerissen. Am gleichen Ort soll es wieder aufgebaut werden. Die Fertigstellung ist für Dezember 2018 geplant, heißt es in dem Bauantrag der Polizei. Der Neubau, erläuterten Pötzsch und Bauamtsleiter Helmut Resch, orientiere sich nun an der Straßenführung. Damit werde auch die Zufahrt verbessert.

Da es sich bei dem Polizeigebäude um ein staatliches Bauvorhaben handelt, müsse die Stadt nicht eine Baugenehmigung erteilen, sondern nur zustimmen. Die Mitglieder des Bauausschusses nahmen die Pläne zustimmend zur Kenntnis.


Bei der Sitzung des Bauausschusses nun meldete sich Stadtrat Roland Schneider (CSU/FWS) in der Fragestunde erneut zu dem Thema zu Wort. "Die Ernst-Reuter-Straße ist in der Stadt als Rennstrecke bekannt und gefürchtet", betonte Schneider. Er forderte, sich mit der ablehnenden Haltung der Polizei nicht zufriedenzugeben und wollte von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch wissen, ob die Stadt hier noch etwas unternehmen könne, bevor etwas passiere. "Immerhin wohnen in der Straße und der Umgebung viele Familien mit kleinen Kindern", gab Roland Schneider zu bedenken. Im Vorwerk, auf der Kappel, in der Siedlung seien überall 30er-Zonen angelegt. Warum sollte das beim Krankenhaus nicht möglich sein, fragte der Stadtrat und wurde dabei von Ramona Jülke-Miedl und Rudi Kirschneck unterstützt, die das ebenfalls konsequent fanden. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch erwiderte, man sollte das Thema nun erst einmal an das Ordnungsamt zurückgeben und in einer der nächsten Sitzungen erneut behandeln. Außerdem könnte das Geschwindigkeitsmessgerät in der Straße aufgestellt werden, damit man konkrete Unterlagen für die weitere Beratung habe. In einer der kommenden Sitzungen werde sich der Stadtrat dann erneut mit dem Thema befassen.

Erst einmal aber ging es in der Sitzung um eine ganze Reihe von Baugesuchen. So stimmte der Bauausschuss grundsätzlich dem Antrag zum Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage an der Carl- Netzsch-Straße zu. Allerdings hat der Antragsteller, der zunächst eine Bauvoranfrage eingereicht hat, noch keinen direkten Zugang zur Straße. Hier ist er noch mit dem Besitzer eines kleinen Grundstücksstreifens in Kaufverhandlung. Wenn diese erfolgreich abgeschlossen ist, stehe dem Baugesuch nichts mehr im Wege.

Begrüßt wurde der Antrag eines Gärtners, der an der Hohenberger Straße 48 ein neues Gewächshaus und drei Fahnenmasten aufstellen will. Damit, so Pötzsch, wolle der dort ansässige Gärtner seine Angebotsfläche erweitern, was erfreulich sei. Der Bauausschuss hatte keine Einwände. Eine Befreiung in Sachen Dachform und Baugrenzenüberschreitung wurde auch einem Antragsteller in Aussicht gestellt, der in der Hermann-Löns-Straße einen Carport bauen will.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Bauvorhaben Factory In Outlet stand der nächste Punkt auf der Tagesordnung: die Einbeziehung der Roglerstraße in das Straßenbestandsverzeichnis der Stadt. Das betreffende Straßenstück ist als Ortsstraße gewidmet. Mit der Baumaßnahme aber verliert es seine Bedeutung für den öffentlichen Verkehr. Dabei geht es um das Stück von der Brunnen- bis zur Vielitzer Straße.

Bereits auf dem Büroweg wurde eine Überdachung für die beiden Schüttgutboxen bei der Geheimrat- Rosenthal-Straße 110 und eine Aufstockung, Nutzungsänderung und Umbau einer Wohnung zu Büroräumen genehmigt.

Schriftlich beantwortet wurden zwei Anfragen aus der vorletzten Sitzung des Bauausschusses. Damals hatte Stadtrat Erwin Benker große Schlaglöcher in der Peuntstraße in Plößberg bemängelt. Roland Graf hatte darauf hingewiesen, dass sich in einer Senke im Gehweg vor der Herrentoilette am Grafenmühlweiher bei Regen das Wasser sammle. Der Bauhof werde sich um beide Angelegenheiten kümmern, versprach Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
12. 10. 2017
17:06 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
12. 10. 2017
17:06 Uhr



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