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Selb

Unterwegs im "Grünen Band"

In Selb berichtet Mario Goldstein von seiner Reise im einstigen Todesstreifen. Der Weltenbummler geht zurück zu seinen Wurzeln.



Von seiner Reise durch das "Grüne Band" berichtete Mario Goldstein im Rosenthal-Theater.	Foto: Silke Meier
Von seiner Reise durch das "Grüne Band" berichtete Mario Goldstein im Rosenthal-Theater. Foto: Silke Meier  

Selb - Die Veranstaltungsreihe "50 Grad" hat den Weltenbummler Mario Goldstein mit der Live-Reportage "Abenteuer Grünes Band" ins Rosenthal-Theater Selb gebracht. Hinter der Idee von "50 Grad" steht der gebürtige Selber Holger König. "Selb liegt auf dem 50. Breitengrad und ist eine wunderbare Gegend", sagte König am Sonntagnachmittag.

Goldstein dokumentierte die 1400 Kilometer lange Reise, die auch eine Reise zu seiner eigenen Vergangenheit war. Der Abenteurer erzählte von seinem Schicksal in der DDR und der ersten Inhaftierung mit 15 Jahren. "Das war mein erstes Weihnachten hinter Gittern." Goldstein kam frei. Eine geplante Flucht drei Jahre später misslang, so dass er erneut inhaftiert wurde. Als er auf Umwegen schließlich in den Westen kam, war es sein Wunsch, Millionär zu werden. Goldstein machte die Erfahrung, dass Geld auf Dauer kein zuverlässiger Begleiter sei, verkaufte Hab und Gut und segelte über die Meere. Sieben Jahre lang lebte Goldstein auf einem Katamaran, schipperte von Insel zu Insel. Später reiste Goldstein in einem umgebauten Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei nach Indien und traf den Dalai Lama. 2013 trieb es den Abenteurer durch Kanada und ein Jahr später nach Alaska. Im Sommer 2016 kehrte Mario Goldstein zum ersten Mal zurück an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze. Auf dem früheren Kolonnenweg ging er mit Hündin Sunny 1393 Kilometer. Auf dem einstigen Todesstreifen begegnete Goldstein vielen Zeitzeugen. Er berichtete emotional und mit vielen Aufnahmen der herrlichen Natur und beschrieb den ehemaligen Todesstreifen als Lebenslinie mit "paradiesischem Artenreichtum."

Der Weltreisende ist Botschafter des "Grünen Bandes", einer Initiative vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Die teils unberührte Landschaft ist ein 50 bis 200 Meter breites Brand vom Vogtland bis an die Ostsee. Das "Grüne Band" ist Rückzugsort für bedrohte Tiere und Pflanzen. Ziel des BUND ist es, das "Grüne Band" Europas als Unesco Weltnatur- und -kulturerbe zu sichern.

Autor

Silke Meier
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Veröffentlicht am:
11. 04. 2019
17:18 Uhr

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11. 04. 2019
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