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Veränderung mit Fingerspitzengefühl

Attraktiver gestalten möchte Hohenberg das Wiesenfest. Ein großes Remmidemmi soll es nicht geben. Denkbar ist aber ein kleines Fahrgeschäft für die Kinder.



Im Kastanienrund auf dem Festplatz zeigen die Hohenberger Kinder zum Wiesenfest ihre Tänze. Gerade für sie möchte der Stadtrat neue Attraktionen schaffen. Foto: Silke Meier
Im Kastanienrund auf dem Festplatz zeigen die Hohenberger Kinder zum Wiesenfest ihre Tänze. Gerade für sie möchte der Stadtrat neue Attraktionen schaffen. Foto: Silke Meier  

Hohenberg - Wenn die Stadt Hohenberg am dritten Juliwochenende ihr Wiesenfest feiert, dann tut sie das anders als die meisten übrigen Gemeinden im Landkreis. Seit jeher verzichtet die Stadt auf laute und grelle Schaustellerangebote. Relativ ruhig geht es zu zwischen der mit großen Kastanienbäumen umrahmten Bühne auf der einen und dem Bierzelt auf der anderen Seite des Hohenberger Wiesenfestplatzes. Aber wenn es nach dem Stadtrat geht, dann dreht sich im kommenden Jahr für die Kinder vielleicht ein kleines Riesenrad.

Besuch in Ungarn

Der Termin für einen Besuch in der ungarischen Partnerstadt Balatonkeresztúr steht. Während der Pfingstferien, von Mittwoch, 30. Mai, bis Sonntag, 3. Juni, fährt eine Hohenberger Delegation nach Ungarn. Jeder, der Lust hat, kann sich der Reise anschließen. Die Stadt bittet um Anmeldungen unter Telefon 09233/77110.


Die Hohenberger genießen das Fest ohne großen Rummel und doch hat sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend Gedanken gemacht, wie das Wiesenfest in Zukunft attraktiver gestaltet werden kann. Einen entsprechenden Antrag hatte CSU-Fraktionssprecher Peter Fischer vor der Sommerpause eingebracht. "Jedes Vereinsfest bietet inzwischen mehr als einfach nur Essen und Trinken", begründete Fischer seinen Antrag, den er als Denkanstoß verstanden haben wollte. Ausschlaggebend war für ihn, dass zu manchen Zeiten der Besuch auf dem Festplatz besser sein könnte. Dem könne mit besonderen Angeboten für die großen und kleinen Gäste entgegengewirkt werden. Denkbar sei etwa eine Sau am Spieß an einem Abend oder eben auch ein Fahrgeschäft. Peter Fischer brachte ein kleines, rund vier Meter hohes Riesenrad ins Spiel, wie es während des Selber Wiesenfestes auf dem Goldberg gestanden hat. In Thierstein gebe es einen kleinen Autoscooter und eine Schiffschaukel. Ziel müsse es sein, das Wiesenfest ein bisschen in eine andere Bahn zu lenken. "Ohne großen Kommerz natürlich, das will keiner", beteuerte Fischer. Zustimmung kam von Hans-Jürgen Wohlrab (SPD). Eine kleine Attraktion für Kinder mache das Hohenberger Wiesenfest nicht kaputt, meinte er. Bürgermeister Jürgen Hoffmann sah das genauso, gab aber zu bedenken, dass der Schausteller den Vereinen, die sich sonst um die Kinderspiele bemühten, keine Konkurrenz machen dürfe. Die Stadt wird jetzt bei verschiedenen Schaustellern anfragen.

Der Stadtrat kam überein, die Urnenanlage auf dem Friedhof im Ortsteil Neuhaus um weitere zwölf Urnengräber zu erweitern. Wie der Bürgermeister ausführte, wurde die Anlage mit acht Doppelgräbern 2011 in Betrieb genommen. Mittlerweile sei nur noch eine Grabstelle frei. Laut Hans-Jürgen Wohlrab werden Urnengräber verstärkt nachgefragt, sodass die Erweiterung Sinn ergebe. Peter Fischer schlug vor, zwischen den bestehenden und den neuen Gräbern genug Platz zu lassen, damit die Urnengrabanlage gut begehbar bleibt. Fraglich ist laut Bürgermeister Hoffmann, ob mit den Arbeiten noch im Herbst begonnen werden kann. Spätestens im Frühjahr soll es aber losgehen.

Der Stadtrat hat der Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) grünes Licht zum Bau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge im Zentrum der Stadt Hohenberg gegeben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Stadt, die noch immer ohne genehmigten Haushalt auskommen muss, den Eigenanteil von 4500 Euro mit dem Gemeindestrombonus verrechnen darf. Die Erlaubnis dazu muss das Landratsamt Wunsiedel erteilen. In diesem Jahr hat Hohenberg von der ESM einen Gemeindestrombonus von 1800 Euro gutgeschrieben bekommen. "Es wäre schon fast tragisch, wenn wir das nicht genehmigt bekommen", sagte zweiter Bürgermeister Christian Paulus. "Immerhin treibt auch der Landkreis die Elektromobilität voran." Zwei Pkw könnten an der Säule aufgeladen werden, erklärte Hoffmann. Die Kosten für die Ladesäule hatte die ESM mit 15 000 Euro angegeben, wobei 6000 Euro staatlicher Zuschuss zu erwarten seien. Das Unternehmen übernehme Planung, Bau, Betrieb, Abrechnung und Wartung. Wenig sinnvoll erschien den Räten der angedachte Standort auf dem Burgplatz. Die Parkplätze dort seien immer stark nachgefragt und mit einer Ladesäule müssten dann immer zwei Stellplätze für Elektroautos vorgehalten werden. In diesem Zusammenhang gab der Bürgermeister bekannt, dass Frank Bauer der Stadt eine Wandladesäule zur Verfügung gestellt hat. Diese wurde auf dem Wohnmobilstellplatz angebracht. Die Kosten für die ersten zehn Aufladungen übernimmt der Bürgermeister.

Keine Einwände hatte das städtische Gremium gegen den Bauplan von Benjamin Dittmar. Er beabsichtigt, in Neuhaus ein Ferienhaus mit nicht ganzjähriger Nutzung zu errichten.

Klaus Hoffmann machte darauf aufmerksam, dass einige Camper auf dem Wohnmobilstellplatz bis spät in die Nacht ihre Notstromaggregate laufen ließen. Weil die Stadt aber günstig Strom zur Verfügung stelle, sei es sicher möglich, aus Lärmschutzgründen motorbetriebene Aggregate zu verbieten, vermutete Klaus Hoffmann. Das sah der übrige Stadtrat ebenso. Ein Schild soll in Zukunft darauf hinweisen.

Andreas Übler gab bekannt, dass der CSU-Ortsverein im Frühjahr ein Kneipp-Becken am Sauerbrunnen errichten wird.

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Gerd Pöhlmann

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2017
18:42 Uhr

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Gerd Pöhlmann

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12. 09. 2017
18:42 Uhr



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