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Verein tritt für AWO-Stelle ein

"Zuflucht in Selb" bittet die Staatsministerin Widmann-Mauz, die Förderung der Koordinierungsstelle wieder aufzunehmen. Der Verein profitiert von der Hilfe der Einrichtung.



Verein tritt für AWO-Stelle ein
Verein tritt für AWO-Stelle ein  

Selb - Als Reaktion auf die Entscheidung von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, die Förderung für die AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement einzustellen, wendet sich der Verein "Zuflucht in Selb" in einem Offenen Brief an die Ministerin, der der Redaktion vorliegt. Vorsitzender Dieter Baumgärtel schreibt:

"Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz, als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt haben Sie durch ihre kurzfristige Entscheidung, die Förderung der Integrationsarbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an vielen Einsatzstellen in der Bundesrepublik nicht fortzuführen, auch die AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg tief getroffen. Unser Verein ,Zuflucht in Selb’ hat in den vergangenen Jahren sehr eng mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AWO Arzberg zusammengearbeitet, und wir haben häufig von der wertvollen Arbeit der hauptamtlichen Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg profitiert. Unser Verein ist rein ehrenamtlich organisiert, und wir können dank zahlreicher Spenden und Beiträge eine 450-Euro-Kraft zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben in der Flüchtlingsarbeit beschäftigen."

Im Vergleich zum Umfang und den hervorragenden Ergebnissen der AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg mit einer hauptamtlichen Kraft seien im Verein jedoch stets große Wünsche offengeblieben", schreibt Baumgärtel weiter. Viele Aufgaben für die ehrenamtlich Tätigen habe neben der Ehrenamtsbeauftragten des Landkreises Wunsiedel auch diese Stelle der AWO Arzberg übernommen.

"Umso unverständlicher muss die Einstellung der Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland erscheinen. Das Zusammenführen und Effektivieren des Einsatzes von über 100 ehrenamtlichen Helfern setzt ein Hilfe-Potenzial frei, das monetär die eingesetzten Mittel um ein Vielfaches übersteigt", heißt es in der Mitteilung. Und weiter: "Wir können nicht nachvollziehen, dass die dem Bund zur Verfügung stehenden Mittel für eine Weiterführung der Förderung auch bei der AWO und dem Paritätischen Wohlfahrtsverbands nicht ausreichen sollen. In den Medien wird von einem Haushaltsüberschuss von mehr als 13 Milliarden Euro im Jahr 2019 berichtet. An der Qualität der geleisteten Arbeit dieser beiden Verbände gibt es ja anerkanntermaßen keine Zweifel."

Neben der Diskussion um die Finanzierung der hauptamtlichen Stelle als solcher sollte, wie der Verein fortfährt, aber nicht der eigentliche Zweck der AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg in den Hintergrund treten. "Viele hilfesuchende Menschen, die seit einigen Jahren in unser Land gekommen sind, konnten durch die Unterstützung der AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Kinder erfuhren Hilfe beim Schulbesuch und - wie die Erwachsenen - beim Erlernen der deutschen Sprache.

Arztbesuche, Amtstermine und Hilfe bei der Suche nach einer Arbeitsstelle waren und sind Schwerpunkte der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer." Viele Flüchtlinge und Asylsuchende hätten mit dieser Unterstützung erste Schritte in ein erfüllendes Berufsleben gemacht und so auch der Gesellschaft und dem Land geholfen, langfristig entstehende Lücken zu füllen.

"Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz", schreibt Dieter Baumgärtel abschließend, "wir bitten Sie dringend, Ihre Entscheidung als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt zu revidieren, die Förderung der AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg nicht fortzusetzen, und dafür zu sorgen, dass die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer im Landkreis Wunsiedel auch weiterhin in ihrer Arbeit unterstützt werden und sich anerkannt fühlen können. Die weitere Förderung der AWO-Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Arzberg wird deren Bestehen und deren segensreiche Arbeit sichern." red

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
16:50 Uhr

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13. 02. 2020
16:50 Uhr



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