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Selb

Vom Leiterbock in die Grube

Bei einer Übung zeigt die Feuerwehr aus Längenau ihr Können. Angenommen ist ein Autobrand und die Suche nach einer Person.



Über einer Grube im Schuppen bauten die Feuerwehrleute einen Leiterbock auf, um eine verletzte Person retten zu können. Fotos: Uwe von Dorn
Über einer Grube im Schuppen bauten die Feuerwehrleute einen Leiterbock auf, um eine verletzte Person retten zu können. Fotos: Uwe von Dorn   » zu den Bildern

Selb-Längenau - Ein Fahrzeugbrand mit Vermisstensuche hat die Feuerwehr Längenau kürzlich in Atem gehalten. Es ist allerdings kein echter Einsatz gewesen, zu dem die Feuerwehrleute ausgerückt sind, sondern eine Übung. Die verfolgte neben Kreisbrandrat Wieland Schletz, Kreisbrandinspektor Marc Schmidt und Stadtbrandmeister Johannes Hackl auch der dritte Bürgermeister der Stadt Selb, Klaus von Stetten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Kommandant Harald Köstler ging es mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug zu dem angenommenen Autobrand mit Vermisstensuche. Dafür hatte Doris Netzsch ihr Anwesen zur Verfügung gestellt. Dort mussten die Einsatzkräfte zunächst die Durchgangsstraße sperren, damit die Löschgruppe unter der Leitung von Florian Queitsch eine Schlauchstrecke vom Überflurhydranten zum brennenden Auto legen konnte. Daran wurde ein speziell zur Herstellung von Löschschaum konzipiertes Schaumstrahlrohr angeschlossen. Mit einem Wasser-Schaum-Gemisch konnte dann der angenommene Autobrand gelöscht werden.

Die Gruppe um Martin Lauterbach suchte indes nach der vermissten Person. Diese wurde in einer Grube liegend in einer Scheune gefunden. Die Einsatzkräfte konstruierten über dem Einstieg zur Grube einen Leiterbock. Von dem aus ließen sie ein Seil zum Verletzten hinab. Einige Feuerwehrmänner sicherten mit Seilen den Leiterbock ab, damit die Konstruktion bei der Rettung des Verletzten nicht verschoben werden konnte. Nachdem die Person aus der Grube geborgen werden konnte, wurde sie auf eine Leiter gelegt, versorgt und gesichert nach draußen gebracht. Damit war die eigentliche Übung beendet. Danach wurden gebrauchten Schläuche, Seile und Rohre in den Tragkraftspritzenwagen verstaut, die Absperrung der Durchgangsstraße aufgehoben und zum Feuerwehrgerätehaus zurückgefahren.

Kreisbrandrat Wieland Schletz ging im Gerätehaus auf die Mannschaftsstärke der Längenauer Wehr ein. Hier tun 25 Feuerwehrmänner und Frauen Dienst, darunter sieben Jugendliche. 21 Feuerwehrleute waren zur Begehung und der Übung anwesend. Das entspreche 84 Prozent, sagte Schletz. Der Wert liege über dem Durchschnitt des Landkreises (70 Prozent). Stadtbrandmeister Johannes Hackl hatte die Schutzkleidung der Feuerwehrler unter die Lupe genommen. Hier sei alles in Ordnung. Die Wehr habe außerdem einen Dienstplan für das Jahr erstellt und auch ein Jugendwart sei benannt. Erster und zweiter Kommandant hätten die Ausbildung zum gruppenleiter und Leiter einer Feuerwehr erfolgreich absolviert. Es gebe darüberhinaus in Längenau sieben Maschinisten, einen Gerätewart, vierzehn Truppführer, neun Motorsägenführer und vier Feuerwehrmänner hätten die Ausbildung Technische Hilfeleistungen für TSF Feuerwehren. "Im Fahrzeug ist alles so verladen wie es sein soll, Maschinistenheft und Fahrtenbuch werden ordnungsgemäß geführt, das Fahrzeug ist einsatzfähig", sagte Stadtbrandmeister Johannes Hackl.

Kreisbrandinspektor Marc Schmidt ging dann auf den Zustand der Schläuche und Geräte ein, auch hier war alles in Ordnung. Die entsprechenden Merkblätter lägen auch aus und auch der Verbandskasten sei in Ordnung. Auch beim den baulichen Gegebenheiten sei bis auf Kleinigkeiten alles in Ordnung. "Die Löschwasserversorgung ist sichergestellt und die Tagesalarmsicherheit ist mit sechs Mann gegeben", erklärte Marc Schmidt. Bezugnehmend auf die Einsatzübung sagte Schmidt, dass hier in beiden Teilen ruhig, besonnen und sehr gut gearbeitet worden ist. Zu dem gleichen Ergebnis kam auch Kreisbrandrat Wieland Schletz. "Solche technisch hochwertigen Übungen sieht man ganz selten", sagte er.

"Die Besichtigung war eine prima Geschichte. Die Feuerwehr hat sich super präsentiert", sagte dritter Bürgermeister Klaus von Stetten. Alles sei perfekt und in absoluter Ruhe abgelaufen. "Die Wehr ist gut aufgestellt, eine Mischung aus erfahrenen Leuten und Nachwuchs. Das tut immer gut, wenn man junge Feuerwehrler sieht", freute sich von Stetten. Der Stadt liege es sehr am Herzen, dass der Fortbestand der Ortsfeuerwehren gesichert ist. "Dazu gehört aber auch, dass die Feuerwehren gut ausgestattet sind. Die Wertigkeit der heutigen Übung und Besichtigung zeigt sich auch durch die Präsenz der Feuerwehrführung", sagte Klaus von Stetten.

Kommandant Harald Köstler bedankte sich bei seinen Feuerwehrleuten für die tolle Übung und bei der Stadt für die Unterstützung. Im Anschluss ging es zum gemütlichen Teil ins Feuerwehrhaus.

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Uwe von Dorn
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Veröffentlicht am:
06. 10. 2017
19:24 Uhr

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Uwe von Dorn

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Veröffentlicht am:
06. 10. 2017
19:24 Uhr



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