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Selb

Weiterer trockener Sommer wäre fatal für den Wald

Förster Erhard ist zu Gast bei der SPD-Klausur in Schönwald. Stürme und der Borkenkäfer haben 2018 enorme Schäden angerichtet.



Schönwald - Extremer Windbruch nach Stürmen und ein zu trockener Sommer haben im vergangenen Jahr ihre Spuren in den Wäldern hinterlassen. Das wurde bei der Klausur des SPD-Ortsvereins Schönwald in Schloss Sophienreuth deutlich, wo Förster Markus Erhard über den Forstbetrieb informierte. Vorstand, Beisitzer und Stadtratsfraktion tauschten sich außerdem zu kommunalen Themen aus. Die Veranstaltungsplanung und das Volksbegehren zur Artenvielfalt waren weitere Gesprächsthemen, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist.

Förster Erhard von der Borch’schen Forstverwaltung erinnerte an die Auswirkungen von extremem Windbruch nach Stürmen. Dadurch sei es zu einem Preisverfall auf dem Holzmarkt gekommen. "Dies war auch Anfang 2018 nach dem Orkan Friederike im Harz der Fall." Im Frühjahr habe die Forstverwaltung Tannen, Buchen und Küstentannen pflanzen lassen. "Auch wenn es in unserer Region im Jahr 2018 vereinzelt Niederschläge gab, wird sich erst jetzt im Frühjahr zeigen, was nach dem zu trockenen Jahr austreibt." Nach dem Sommer 2018 seien zudem verstärkt die Auswirkungen des Borkenkäfers sichtbar geworden. "Allein bis September entfernte die Forstverwaltung 1000 Festmeter befallenes Holz." Trockenes Wetter fördere den Borkenkäfer, und ein zweites trockenes Jahr in Folge hätte weitere gravierende Auswirkungen auf den Wald, so Erhard.

Bürgermeister Klaus Jaschke berichtete über aktuelle Themen der Stadt. Für Investitionen in Höhe von über drei Millionen Euro für Glasfaseranschluss und Dachreparaturen der Schule, Maßnahmen auf dem Friedhof, Sanierungen im städtischen Bauhof, Erneuerungen im Rathaus, Modernisierungen in und an städtischen Wohnhäusern, Ausbau der Schützenstraße, Sanierung der Straße Reichenbach-Lauterbach, Maßnahmen in der Trinkwasserversorgung und anderes werde eine Kreditaufnahme von 800 000 Euro notwendig. Der Schuldenstand mit drei Millionen Euro am Jahresanfang 2019 könne sich dann unter Berücksichtigung der geplanten Tilgungsleistungen wieder auf 3,4 Millionen Euro erhöhen. "Dank der gewährten Stabilisierungshilfen und der Fortführung der Haushaltskonsolidierung konnten die Schulden von 9,6 Millionen Euro Anfang 2014 auf nun drei Millionen gesenkt werden." Die grundsätzliche Finanzausstattung der Stadt müsse weiter optimiert werden, befanden die SPD-Mitglieder. Auch die von der Staatsregierung als Ersatz für die abgeschafften Straßenausbaubeiträge bereitgestellten Mittel reichten bei Weitem nicht aus.

Es werde trotz höherer Personalkosten eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von über 700 000 Euro erwirtschaftet, verdeutlichte Bürgermeister Jaschke. Neben Tariferhöhungen, Kosten für Versorgung und Beihilfe führten auch eine Stelle mehr im Bauhof und eineinhalb Stellen mehr im Rathaus zu einer Steigerung der Personalkosten von geplanten 1,44 Millionen auf 1,47 Millionen Euro. Die zusätzlichen Stellen im Rathaus resultierten aus dem Ergebnis eines Organisationsgutachtens, das der Stadtrat gemeinsam beschlossen habe. Dabei sei die Wiederbesetzung des Bauamts mit einer Vollzeitstelle ein wesentlicher Baustein, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Breite Zustimmung gab es für die Wiederbesetzung des Bauamts von den Klausurteilnehmern, gerade auch mit Blick auf die zukünftigen Baumaßnahmen. Der Bürgermeister berichtete zudem über die Ansiedlung eines Baudienstleisters, den Neubau einer Druckerei für Dekor-Bilder der Porzellan- und Glasindustrie sowie die Fertigstellung der Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie.

Bei der Versammlung wurde auch das Jahresprogramm 2019 angekündigt. Die Ostereiersuche für Kinder in der Stadtmitte findet am 21. April statt. Am 28. April sind Mitglieder und Interessierte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Der gemeinsame Jahreswechsel zu Silvester sei wieder in der Stadtmitte geplant. Beteiligen will sich der SPD-Ortsverein beim Stadtfest des 1. FC Schönwald, am Ferienprogramm, beim Weltkindertag und beim Adventsmarkt. Auch die Stadtgespräche mit der Möglichkeit, Kritik oder Ideen weiterzugeben, werden fortgesetzt.

Das Volksbegehren zur Artenvielfalt kam auch zur Sprache. Grundsätzlich sei dieses Volksbegehren wichtig, um Maßnahmen zum Erhalt und der Förderung der Artenvielfalt weiterzuentwickeln. Komme es im weiteren Verlauf zu einem Gesetzentwurf, sei eine Verteilung der Vorgaben auf viele Schultern notwendig, waren sich die Mitglieder einig. Staat und Kommunen, Landwirtschaft sowie Gewerbe und Industrie müssten sich gemeinsamen den Herausforderungen für eine intakte Umwelt stellen, um das Bestmögliche für die Artenvielfalt zu erreichen. Auch die Stadt Schönwald sei gefordert, entsprechende Flächen zu entwickeln.

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2019
17:06 Uhr

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06. 03. 2019
17:06 Uhr



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