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Wimo

Gastkommentar: Trump gegen den Rest der Welt: Eskalation im Handesstreit?

Ob Handelsdefizite mit China und Europa, ob Verteidigungsausgaben und NATO: Donald Trump legt sich mit allen an.



Nordkorea, Iran, China, Russland oder Deutschland – „america first“ hat er seinen Wählern versprochen und genau dies liefert er. Endlich ein Politiker, der hält was er verspricht also. Und dennoch kommt das Unbehagen: Was bedeutet dies für unsere exportorientierte Wirtschaft und die Kapitalmärkte? Und überhaupt: Hat Trump Recht?

 

Zölle waren bei den Mächtigen dieser Welt schon immer sehr beliebt. Sie lassen sich einfach an den Grenzen des Landes erheben und verteuern somit Waren, die aus dem Ausland eingeführt werden. Zölle sollen aber nicht nur Geld bringen, sondern auch die heimischen Unternehmen und somit die Arbeiter vor Konkurrenz schützen. Also eine tolle Sache, um den Wohlstand des Landes zu schützen, oder?

 

Leider zeigt die Vergangenheit, dass  diese einfache Rechnung nicht aufgeht und eines außer Acht lässt: Die Reaktion der anderen Nationen. Egal ob in Europa im 19. Jahrhundert, die Vereinigten Staaten in der Weltwirtschaftskrise oder die USA Anfang dieses Jahrtausends haben Zölle der heimischen Wirtschaft mehr geschadet als genutzt. Trump hat in diesem Punkt also nicht Recht. Als mächtigster Mann der Welt hat sein Wort jedoch Gewicht.

 

Ziel seiner Kampagne ist weniger Zollschranken aufzubauen, sondern China dazu bewegen, Zölle zu senken, die Wirtschaft zu öffnen und Investitionen zu erleichtern. Und dies ist nicht nur in seinem Sinne, sondern auch in unserem ureigenen Interesse. Denn wirtschaftlich ist China inzwischen eines der wichtigsten Länder. Die großen Autobauer erzielen 40% Ihres Gewinns aus dem asiatischen Land. 

Ein erster Schritt seitens der Chinesen: Die Zölle auf Autos sinken und zwar deutlich.

 

Die Reduzierung dieser Handelshemmnisse ist langfristig positiv zu sehen, auch wenn die Art und Weise, wie Trump die Verhandlungen führt, eher fragwürdig ist. Aktuell befürchten viele Analysten, dass diese ruppige Art erst einmal das Gegenteil bewirkt: Ein Hochschaukeln immer neuer Zölle zwischen den USA auf der einen, sowie China und Europa auf der anderen Seite. Mit entsprechend negativen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung, aber auch die Kapitalmärkte.

 

Wir teilen diese Angst nicht. Trump und Amerika stellen die Wirtschaft in den Vordergrund. Nicht umsonst sind die USA die größte Volkswirtschaft. Dies wird auch unseren Unternehmen langfristig zu Gute kommen, sowohl den Angestellten als auch den Anteilseignern.

 

In diesen Tagen hat der DAX 30-jähriges Bestehen gefeiert. Seit  Juli 1998 haben Anleger mit ihm jährlich über 8% erwirtschaftet. Trotz vieler Krisen wie 2000-2003 und 2008/2009. Im Dow Jones lässt sich diese Entwicklung seit 1900 und noch länger beobachten. Grundlage sind die Gewinne der Konzerne.  Kursrückgänge bieten daher Einstiegschancen, wenn man langfristig denkt. Denn auch zu Krisenzeiten verdienen die meisten Unternehmen hervorragend, lediglich die Angst der Anleger drückt die Kurse und somit die Bewertung.

 

Gerade europäische Blue Chips wurden in den letzten Jahren aufgrund Euro-Angst, Europa-Skepsis und dem Handelskonflikt gemieden, die Kurse stagnierten. Und dies, obwohl die Unternehmen konstant gute Gewinne erzielt haben. Aus unserer Sicht eine gute Gelegenheit, nach dem jüngsten Rücksetzer zu investieren. Wohlgemerkt, für den langfristigen Anleger. Denn kurzfristig ist an der Börse vieles möglich: Auch das Gegenteil. Was günstig ist, kann schließlich immer noch etwas günstiger werden. Wobei hier die Betonung eindeutig auf „kann“ liegt.

Autor

Robert Beer
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Veröffentlicht am:
16. 07. 2018
14:56 Uhr

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Robert Beer

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16. 07. 2018
14:56 Uhr



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