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Wirtschaft

Frische Ideen für eine moderne Lehre

Die Hochschule Hof will Studierende fit für die digitale Arbeitswelt machen. Ein Wettbewerb für innovative Konzepte in der Lehre soll dazu beitragen.



Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung in den Räumen der Selber Firma Rapa (von links): Hochschul-Präsident Professor Jürgen Lehmann, Laudator Michael Bitzinger, Zweitplatzierter Professor Dietmar Wolff, Dr. Roman Pausch, Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof, Siegerin Professorin Ariane Hedayati, Drittplatzierter Professor Marco Linß, Laudator Matthias Will, die Sonderpreis-Gewinner Professorin Christine Brautsch und Timo Ahlborn, Dr. Dorothee Strunz, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof, Jörg Wurzbacher, der einen Vortrag zum Thema Digitalisierung hielt, und Reinhard Schlechte, Mitglied der Rapa-Geschäftsleitung. Foto: Florian Miedl
Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung in den Räumen der Selber Firma Rapa (von links): Hochschul-Präsident Professor Jürgen Lehmann, Laudator Michael Bitzinger, Zweitplatzierter Professor Dietmar Wolff, Dr. Roman Pausch, Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof, Siegerin Professorin Ariane Hedayati, Drittplatzierter Professor Marco Linß, Laudator Matthias Will, die Sonderpreis-Gewinner Professorin Christine Brautsch und Timo Ahlborn, Dr. Dorothee Strunz, Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof, Jörg Wurzbacher, der einen Vortrag zum Thema Digitalisierung hielt, und Reinhard Schlechte, Mitglied der Rapa-Geschäftsleitung. Foto: Florian Miedl  

Selb/Hof - Die Wirtschafts- und Arbeitswelt, ja die gesamte Gesellschaft, ändert sich durch die Digitalisierung dramatisch: Sie wird multimedialer, mobiler, wandelbarer, vernetzter und internationaler. Das bedeutet aber auch, dass sich die Anforderungen sowohl an die Lehrenden als auch an die Studierenden an den Hochschulen ändern. Dem will die Hochschule Hof mit Unterstützung der Wirtschaft Rechnung tragen. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule, in der viele regionale Unternehmen Mitglied sind, prämiert jährlich die besten Konzepte zur Digitalisierung der Lehre.

In diesem Jahr gewann Professorin Ariane Hedayati den Hauptpreis und damit ein Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro. Die Jury würdigte ihren Ansatz, der Theorie und Praxis in besonderer Weise verbindet. Hedayati, die Multimedia und Interaktives Gestalten lehrt, hat das Multimedia-Labor der Hochschule zu einem Raum mit neuesten Lehr- und Lerntechniken umstrukturiert. Hochauflösende Beamer, Dolby-Surround-System, englischsprachige Software und mehrere Virtual-Reality-Anwendungen - das sind nur einige Bestandteile einer hochmodernen Ausstattung. Laudator Matthias Will, Ressortleiter Wirtschaft von Frankenpost und Neue Presse, sagte bei der Preisverleihung in Selb: "So ist ein besonderer Lernort entstanden, der den akademischen Nachwuchs bestens auf die digitale Berufswelt vorbereitet."

Das Labor sei eine große Bereicherung für die gesamte Hochschule, weil es nicht nur für Informatik-Studierende, sondern für alle Fachrichtungen zugänglich sei. So könnten etwa Teilnehmer aus den Ingenieurswissenschaften mit einer Virtual-Reality-Brille ein programmiertes technisches Bauteil virtuell zerlegen, prüfen, anpassen und testen. Hedayati überzeugte auch mit ihrem didaktischen Ansatz, der Projektarbeit in den Vordergrund stellt. Gefördert würden nicht nur Fachwissen, sondern auch Methoden- und Sozialkompetenz sowie interkulturelles Verständnis, hob Will hervor. "Im Multimedia-Labor treffen junge Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen aufeinander. Die Einrichtung belebt den Austausch zwischen den Studierenden, sie führt zu mehr gegenseitigem Verständnis und stärkt die Englisch-Sprachkenntnisse."

Das von Professor Dietmar Wolff, Vizepräsident für Lehre der Hochschule Hof, eingereichte Konzept "Lerntagebuch" beeindruckte ebenfalls die Jury und wurde mit Platz 2 belohnt. Dabei geht es darum, Methoden- und Sozialkompetenzen optimal zu prüfen. Mit herkömmlichen, schriftlichen Prüfungen sei dies in zirka eineinhalb Stunden aber nicht komplett möglich und nur ein Teil des Wissens könne dabei abgefragt werden, hieß es. Wolff führte daher erstmals im Fach "Prozessmanagement" das Lerntagebuch ein. Diese digitale Prüfungsform ersetzt dabei die schriftliche Prüfung. Im Lerntagebuch führen die Studierenden über das Semester hinweg eine Methode auf, die sie dann in der Vorlesung präsentieren und mit den Teilnehmern durchführen. Dabei wird also über das gesamte Semester hinweg Wissen nachhaltig vermittelt und geprüft.

Rang drei ging an Marco Linß, Professor für Produktionstechnik und Qualitätsmanagement an der Hochschule Hof, für das Konzept "Datenanalyse auf Basis einer MINT-Datenbank". MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dabei handelt es sich um eine strukturierte, digitalisierte Auswertung vorhandener Studierendendaten, um einzelne junge Menschen gezielt zu unterstützen und die Qualität der Lehre zu verbessern. Linß zielt damit auf den Aufbau eines digitalen Noten-Monitoring-Programms ab. Basierend auf der MINT-Datenbank erkennt dieses System die Studierenden, deren Studienerfolg gefährdet ist, automatisch. Dadurch finden individuelle Gespräche mit der Studienberatung statt.

Einen Sonderpreis für das Konzept mit dem höchsten Umsetzungspotenzial bekamen Professorin Christine Brautsch, die Digitale Technologie und Prozesse an der Hochschule Hof lehrt, und Timo Ahlborn, IT-Gesamtprojektleiter bei Audi in Ingolstadt. Laudator Michael Bitzinger, Chef einer IT-Firma in Hof, stellte ihre anwendungsorientierte IT-Plattform vor, mit deren Hilfe die internationale Zusammenarbeit in der Autoindustrie optimiert werden soll.

Kunden sollen demnach stärker an Social-Network- und Sicherheitsfunktionen im Auto gebunden werden. Ziel sei es, das Fahrzeug zum Bestandteil der vernetzten Welt zu machen. Brautsch und Ahlborn möchten mit ihrem Projekt die Lehre verändern und Studierende zu Weichenstellern der neuen Generation entwickeln. Ihnen sollen Fertigkeiten vermittelt werden, um sich kritisch mit den Chancen solcher digitalen Prozesse zu beschäftigen. red

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09. 11. 2019
00:00 Uhr

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