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IHK Coburg blickt mit Sorge auf die Konjunktur

Coburg - Der Präsident der IHK zu Coburg, Friedrich Herdan, hat vor zunehmenden Handelshemmnissen gewarnt.



Coburg - Der Präsident der IHK zu Coburg, Friedrich Herdan, hat vor zunehmenden Handelshemmnissen gewarnt. Die aktuelle Konjunktur befinde sich in einer Phase der Abschwächung, sagte er bei der turnusmäßigen Sitzung der IHK-Vollversammlung.

"Auftragseingang und als Folge die Produktion gehen zurück, der Beschäftigungsaufbau stagniert und Investitionen werden zunehmend aufgeschoben", betonte Herdan. Aktuell sei die Auslastung zwar noch gut, doch Skepsis präge die Geschäftserwartungen. Als Hauptursachen nannte der Coburger IHK-Präsident in einer Pressemitteilung neben normaler zyklischer Abschwächung insbesondere zunehmende Hindernisse im internationalen Handel, beispielsweise der Konflikt zwischen den USA und China, der weiter ungelöste Brexit sowie vor allem protektionistische Tendenzen rund um den Globus.

Dazu gehören nach Herdans Ansicht belastende Zoll- und Sicherheitsvorschriften, immer höhere Anforderungen für Produktzulassung und ein erschwerter Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Für die meisten Blockaden seien laut Herdan China, Russland, Indien, Indonesien und die Vereinigten Staaten verantwortlich, "und zwar genau in dieser Reihenfolge". Herdan: "Dieser Hinweis nur für diejenigen, die da meinen, US-Präsident Trump wäre der einzige Saboteur des Freihandels."

Von den Einschränkungen im Außenhandel sei die stark exportorientierte Coburger Wirtschaft in besonderem Maße betroffen. Als positives Zeichen wertete Herdan allerdings den Abschluss der Freihandelsabkommen zwischen Europäischer Union und Kanada, Japan, Vietnam sowie den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay.

Trotz fortschreitender Globalisierung und Digitalisierung mit teils disruptiven Veränderungen mahnte der IHK-Präsident an, auch künftig den Leitgedanken von Ludwig Erhard hochzuhalten, wonach der freie Wettbewerb eine der wichtigsten Aufgaben in einer freien Gesellschaftsordnung darstelle. "Als Wirtschaftsmacht mit weltweiter Ausrichtung hat Deutschland vitalstes Interesse an Aufrechterhaltung des freien Welthandels und am Zugang zu Märkten und Rohstoffen. Für unsere Bundeswehr haben sich damit die Handlungsfelder über reine Landesverteidigung hinaus nicht nur geografisch erweitert, sondern auch strategisch."

Ein Gedanke, den Gastredner Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, aufgriff: Er bezeichnete laut Mitteilung Sicherheit und rechtsstaatliche Ordnung als Vorbedingungen für ökonomisches Handeln. "In diesen Punkten sind die USA unser Partner, auch ein Wertepartner", unterstrich er. In der EU herrsche zwar Frieden, aber die internationale Lage sei volatil, beispielsweise durch Handelsstreitigkeiten, Konflikte im Nahen Osten, Terrorismus, unsichere Seewege und Bedrohungen aus dem Cyberraum.

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Veröffentlicht am:
19. 07. 2019
19:40 Uhr

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19:40 Uhr



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