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Wirtschaft

Metropolregion auf Werbetour

In fünf Ministerien gehen 100 Vertreter aus Franken mit den Verantwortlichen ins Gespräch. Dort fordern sie konkrete Zusagen ein.



Nürnberg/München - Eine rund 100-köpfige Delegation mit Repräsentanten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur der Metropolregion Nürnberg ist kürzlich nach München gereist. Laut Mitteilung hatten die Oberbürgermeister, Landräte, Unternehmenschefs sowie Kulturschaffende jeweils dicke Pakete an konkreten Anliegen und Forderungen geschnürt und präsentierten gemeinsam Projekte der Metropolregion in fünf Staatsministerien.

Mit konkreten Zusagen habe die Delegation aus dem Kultusministerium nach Hause fahren können. Wo bislang Berufsschul-Kompetenzzentren hätten fürchten müssen, dass bei zu geringer Schülerzahl Ausbildungsklassen nicht zustande kommen und an andere Standorte abgegeben werden, habe Kultusminister Michael Piazolo Entwarnung gegeben. Was die Hochschulen in der Metropolregion anbelangt, so die Mitteilung weiter, sei von Wissenschaftsminister Bernd Sibler der Appell zur weiteren hochschulübergreifenden Zusammenarbeit gekommen. Durch die Nutzung von Synergien in der vorhandenen Struktur sei zukünftig mit einer Förderung des Freistaats zu rechnen.

Im Wirtschaftsministerium trafen die Delegierten auf Staatsminister Hubert Aiwanger sowie Staatssekretär Roland Weigert. Das "Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" der Metropolregion trug Forderungen zur Umsetzung einer dezentralen Energiewende und für wirksamen Klimaschutz vor. Der von Fachexperten entwickelte Maßnahmen-Katalog sei deutschlandweit einmalig und beinhalte Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen in der Region und zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030, schreibt die Metropolregion in ihrer Pressemitteilung. "Die Energiewende wird uns massiv fordern, aber die Umsetzung wird nur dezentral und nicht ohne die kommunale Beteiligung möglich sein", machte sich Staatsminister Aiwanger die Forderungen der Metropolregion zu eigen. Außerdem stellte die Wirtschaftsdelegation Ideen und Projekte vor, um die Metropolregion nachhaltig fit für die Zukunft zu machen und Fachkräfte anzulocken.

Auch im Digitalministerium habe man sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Metropolregion Nürnberg gezeigt. Besonders das "Nürnberg Digital Festival" habe es Ministerialdirektor Dr. Michael Strepp angetan. Das Festival, das an zahlreichen Standorten mit 170 Veranstaltungen über mehrere Tage stattfindet, "zahle beispielhaft auf die Ziele Bayerns im Bereich der Digitalisierung ein", so Strepp.

Offene Türen rannte die Metropolregion im Sozialministerium ein, immerhin ist das Ministerium Veranstalter der Messe "ConSozial" und federführend Mitveranstalter der Berufsbildungsmesse, die beide in Nürnberg stattfinden. Bei Staatsministerin Kerstin Schreyer habe die Metropolregion mit dem Vorschlag geworben, sie als "Social Business Hub" in die Cluster-Offensive des Freistaats aufzunehmen. Die Ministerin habe sich dieser Idee ebenso positiv gegenüber gezeigt, wie der zur Weiterentwicklung der Imagekampagne der Metropolregion für Fachkräfte und ihre Familien. Sie betonte, wie wichtig Familienfreundlichkeit für die wirtschaftliche Entwicklung sei, ihr Haus unterstütze jede Initiative, die Bayern noch familienfreundlicher mache.

Zu einer Einladung der Metropolregion Nürnberg seien am Abend rund 250 Gäste in den Senatssaal des Maximilianeums gekommen. Darunter seien auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Landtags-Vizepräsident Karl Freller und Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, gewesen. Unter dem Motto "Innovationskunst" habe sich die Region mit ihrem technisch-wirtschaftlichen Potenzial präsentiert. red

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Veröffentlicht am:
06. 05. 2019
19:20 Uhr

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06. 05. 2019
19:20 Uhr



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