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Rehau kooperiert mit Forschern aus Bayreuth

Wo klassische Spritzguss-Verfahren an ihre Grenzen gelangen, könnte der 3D-Druck die Lösung der Zukunft sein. Bei großen Bauteilen steht allerdings noch viel Entwicklungsarbeit bevor.



Der Polymer-Spezialist Rehau und die Neue Materialien Bayreuth GmbH wagen sich an dieses Themenfeld und werden dabei vom Freistaat Bayern mit einer Million Euro gefördert. Das gibt die Rehau AG mit Stammsitz in Rehau im Landkreis Hof in einer Mitteilung bekannt.

Immer kleinere Fertigungslosgrößen, bis hin zu Losgröße 1, also bis hin zu Einzelstücken, werden von der Industrie gefordert - das Ganze im Zuge zunehmender Individualisierung. Klassische formgebende Verfahren, wie beispielsweise Spritzguss, geraten aufgrund ihrer hohen einmaligen Investitionskosten pro Artikel für die entsprechenden Werkzeuge an ihre Grenzen, wenn es darum geht, kleine Stückzahlen wirtschaftlich herzustellen. Eine konsequente Erweiterung und damit viel versprechende Alternative stellt in dem Fall das "Additive Manufacturing" - auch als 3D-Druck bezeichnet - dar, mit dem auch Einzelstücke werkzeuglos gefertigt werden können. Für kleine Bauteile ist dieses Verfahren mittlerweile etabliert. Anders sieht es bei großen Bauteilen aus. Um auch diese in beliebiger Bauform, mit verschiedenen integrierten Funktionen und auch aus dem jeweils gewünschten Material im 3D-Druck fertigen zu können, sind noch erhebliche Entwicklungsleistungen zu erbringen. Rehau und die Neue Materialien Bayreuth GmbH haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, diese Herausforderungen anzugehen. Sie wollen Lösungen erarbeiten, die eine wirtschaftliche Herstellung vielfältiger, individueller Kunststoffprodukte im 3D-Druck ermöglichen. Diese Entwicklungsarbeit wird nun innerhalb eines speziellen Projekts vom Freistaat Bayern gefördert.

Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes Mitte 2022 will die Bayreuther Forschungseinrichtung die Ergebnisse zum kunststoffbasierten 3D-Druck unmittelbar in die eigene Forschung und Lehre einfließen lassen. Damit soll der Forschungsstandort Bayreuth gestärkt werden. Rehau werde die Ergebnisse unmittelbar in die werkzeuglose Fertigung neuer Produkte überführen, heißt es. red

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Veröffentlicht am:
23. 08. 2019
20:14 Uhr

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23. 08. 2019
20:14 Uhr



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