Wirtschaft Standortgarantie, aber Einschnitte für BHS-Mitarbeiter

An diesem Dienstag findet die Hauptversammlung des Selber Porzellanherstellers BHS Tabletop AG statt - aus Gründen des Corona-Schutzes allerdings nur virtuell. Foto: Florian Miedl

Der zwischen Gewerkschaft, Keramikverband, Betriebsrat und Arbeitgeber verhandelte Zukunftspakt für die Selber BHS Tabletop AG steht.

 
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Selb - Die Tarifparteien einigten sich auf einen firmenbezogenen Verbandstarifvertrag, der bis zum 31.12.2025 gelten soll und sich auf diejenigen Beschäftigten bezieht, die nicht vom aktuell notwendigen Stellenabbau betroffen sind. Das gibt BHS Tabletop in einer Mitteilung bekannt. Kern der Vereinbarung: Die BHS gibt für die Laufzeit des neuen Tarifvertrages eine Standortgarantie für die produzierenden Betriebsteile in Schönwald und Weiden sowie das Dekorations- und Logistikzentrum (DLZ) in Selb.

Zudem sind während der Laufzeit betriebsbedingte Kündigungen an den drei Standorten sowie am Standort Ludwigsmühle nur mit vorheriger Zustimmung des Betriebsrates möglich. Als Gegenleistung nehmen Beschäftigte aller Tarifgruppen Einschnitte bei Entlohnungsbestandteilen in Kauf, dazu gehört der Verzicht auf das 13. Monatsgehalt sowie auf das Urlaubsgeld. Die nach dem aktuell geltenden Tarifvertrag vereinbarte Tariferhöhung für 2020 wird auf Juni 2021 verschoben, die weiteren Tariferhöhungen werden um 12 Monate verschoben. Darüber hinaus verlängert sich die Wochenarbeitszeit von 38 auf 39 Stunden ohne Lohnausgleich.

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie hier >>>

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