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Visionen von der Zukunft Oberfrankens

Die Bezirksregierung ruft einen Videowettbewerb ins Leben. Junge Menschen sollen zeigen, wie sie sich die Region im Jahr 2030 vorstellen.



In sechzig Sekunden sollen die Teilnehmer des Videowettbewerbs ihrem Publikum zeigen, wie sie sich die Zukunft Oberfrankens vorstellen. Foto: Adobe Stock
In sechzig Sekunden sollen die Teilnehmer des Videowettbewerbs ihrem Publikum zeigen, wie sie sich die Zukunft Oberfrankens vorstellen. Foto: Adobe Stock  

Hof/Bayreuth - Bayern feiert von November an sein Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag des Freistaats - und jeder Regierungsbezirk feiert mit. Für Oberfranken haben sich die Regierung und der Verein Oberfranken Offensiv entschieden, für junge Menschen deshalb den Videowettbewerb "Smart Space Oberfranken" ins Leben zu rufen. Unter dem Motto " Wie sieht Euer Oberfranken der Zukunft aus?" sollen Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre ihre Ideen darüber filmisch festhalten, wie sie im Jahr 2030 leben möchten.

Der Wettbewerb

Am Videowettbewerb dürfen junge Menschen teilnehmen, die zwischen 16 und 25 Jahren alt sind. Jedes Team muss aus mindestens drei Personen bestehen. Einsendeschluss ist der 22. September. Eine Fachjury bewertet anschließend die besten Videos. Als erster Preis winken 500 Euro, als zweiter 400 Euro und als dritter 300 Euro. Außerdem dürfen die Gewinner bei einer Diskussionsrunde mit der bayerischen Staatsregierung am 8. November teilnehmen. Die besten Videos werden zudem beim oberfränkischen Jugendfilmfestival "Jufinale" am 25. November gezeigt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.smartspaceoberfranken.de im Internet.

 

" Sie sollen sich überlegen, wie sich Oberfranken dann präsentiert, wenn sie selbst mitten im Leben stehen", sagt Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv. "Im Grunde ist es ein Film von jungen Menschen für junge Menschen." Denn mit dem bloßen Einreichen eines Videobeitrags soll es nicht getan sein, wenn es nach Ebert geht. "Wir wollen dafür sorgen, dass sich die Entscheider auch mit den Themen auseinandersetzen, die in den Videos zur Sprache kommen", verspricht er.

Sechzig Sekunden Zeit haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um das Publikum in ihrem Video von ihren Ansichten und ihrer Sicht auf die Zukunft Oberfrankens zu überzeugen. "Es ist egal, ob sie sich kritisch, informativ, unterhaltsam oder ganz anders mit Oberfranken auseinandersetzen", sagt der Geschäftsführer. "Hauptsache ist, dass sie es überhaupt tun." Für Ebert sind neben den Jugendlichen selbst vor allem Schulen, Ausbildungsbetriebe oder Vereine als Multiplikatoren Zielgruppe des Wettbewerbs.

Unterstützung können die jungen Filmemacher vom Bezirksjugendring (BJR) bekommen. Wie der Geschäftsführer sagt, stehen Videocoaches mit Rat und Tat zur Seite und helfen sogar mit Equipment aus. Ein Anruf oder eine Mail an den Bezirksjugendring genüge. Obwohl man für eine Teilnahme nicht unbedingt professionelle Ausrüstung benötigt, wie Sandra Wolf sagt, die am Demografiezentrum Oberfranken in Kronach arbeitet.

"In Zeiten von Snapchat und Co. dürfte es kein Problem darstellen, ein sechzigsekündiges Video zu drehen." Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Jugendlichen ein Stop-Motion-Video mit Legofiguren drehten. Auch hat sie bereits einige Anregungen für Themen : iDie Jugendlichen könnten etwa das Thema Familie aufgreifen, oder die Mobilität in Oberfranken, schlägt Wolf vor. Auch sei es durchaus möglich, sich Gedanken darüber zu machen, wie der jeweilige Heimatort in Zukunft aussehen wird, welche Freizeitmöglichkeiten abseits der Städte entstehen könnten oder wie sich das Bildungssystem verändern wird, erklärt Wolf.

Die eingereichten Videos sollen Ende September von einer Fachjury, der unter anderem Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, der Geschäftsführer des BJR Franz Stopfer und weitere Juroren angehören, gesichtet und bewertet werden. "Die Jugendlichen sollen das Gehör finden, das sie auch verdienen", fasst Ebert die Gedanken hinter dem Videowettbewerb zusammen.

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Christopher Michael

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2017
20:33 Uhr

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12. 09. 2017
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