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Wirtschaft

dm-Märkte in der Region legen zu

In den hiesigen Filialen wächst der Umsatz um mehr als drei Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter steigt leicht. In den einzelnen Bereichen gibt es Unterschiede.



Eine Filiale der Drogeriemarktkette dm. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 62 000 Menschen. Im Online-Handel läuft derzeit ein Experiment.	Fotos: Uli Deck/dpa, Dieter Weigel
Eine Filiale der Drogeriemarktkette dm. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 62 000 Menschen. Im Online-Handel läuft derzeit ein Experiment. Fotos: Uli Deck/dpa, Dieter Weigel  

Hof/Karlsruhe - Die Drogeriemarkt-Kette dm, Karlsruhe, hat ihr Umsatzwachstum vor allem wegen guter Geschäfte im Ausland fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2018/2019 (1. Oktober 2018 bis 30. September 2019) wurden rund 11,2 Milliarden Euro umgesetzt - ein Plus zum Vorjahr von 4,6 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Auslandsgeschäft trug mit einer Steigerung um neun Prozent auf 2,83 Milliarden Euro kräftig dazu bei. In Deutschland betrug der Zuwachs 3,2 Prozent auf 8,37 Milliarden Euro.

344 Mitarbeiter in 26 Filialen

Im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung betreibt dm 26 Filialen, die im

abgelaufenen Geschäftsjahr 91,8 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten: Auerbach/Vogtland, Bayreuth (4), Burgkunstadt, Coburg (2), Haßfurt, Himmelkron, Hof, Kemnath, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels, Marktredwitz, Münchberg, Naila, Neustadt bei Coburg, Plauen (2), Rödental, Selb, Stockheim, Waldsassen und Wunsiedel. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 337 auf 344.


Mit den 26 Filialen in der Region erwirtschaftete das Unternehmen Zuwächse in einer ähnlichen Größenordnung wie auf bundesweiter Ebene: Der Umsatz legte um gut drei Prozent von 89,1 Millionen auf 91,8 Millionen Euro zu. Dabei blieb die Zahl der Niederlassungen im Vergleich zum Geschäftsjahr davor unverändert bei 26. dm-Gebietsverantwortlicher Markus Blei zeigte sich am Donnerstag in Hof angesichts eines "nicht geringer werdenden Wettbewerbsumfeldes" mit diesem Ergebnis "mehr als zufrieden". Dieses Umsatzplus sei "ganz klar auf unsere Mitarbeiter" zurückzuführen, unterstrich Blei im Gespräch mit unserer Zeitung. Zusammen mit der Preispolitik der Drogeriekette sei die motivierte Belegschaft der entscheidende Faktor für das Wachstum.

Im Dezember werde dm eine neue Filiale in Scheßlitz, Kreis Bamberg, eröffnen. Im kommenden Jahr sei geplant, die Filiale in Coburg in ein anderes Gebäude zu verlegen. Weitere neue Häuser stünden derzeit nicht auf der Agenda, auch weil der Markt allmählich einen gewissen Sättigungsgrad erkennen lasse. Im Fokus stehe die Wirtschaftlichkeit der Filialen und nicht die Zahl von Neueröffnungen um jeden Preis, sagte Blei.

Stattdessen konzentriere sich das Unternehmen darauf, in bestehende Filialen zu investieren. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bezifferte Blei die Investitionen für größere Umbauten in den 26 regionalen Filialen auf etwa eine Million Euro, wobei die sehr hohe Auslastung in den Handwerksbetrieben die eine oder andere Maßnahme verzögere. In den 26 Häusern der Region habe dm im Jahr insgesamt 5,8 Millionen Kundenkontakte, sprich Kassenbons, gezählt. Das entspreche einer täglichen Kundenzahl von fast 20 000. Im "Kundenmonitoring" habe dm den ersten Platz vor den Mitbewerbern Müller, Budnikowsky und Rossmann behauptet.

Von der sich derzeit eintrübenden Konjunktur spüre dm aktuell kaum etwas. "Und auf Zahncreme oder auf Futter für Hunde und Katzen verzichtet niemand", sagte Blei - auch wenn mal ein bisschen weniger Geld zur Verfügung stehe.

Unterschiede gebe es in den einzelnen Sparten, erklärte der Gebietsverantwortliche. Das auffälligste Plus sei in den beiden ohnehin umsatzstärksten Sparten festzustellen: in den Bereichen Gesundheit (Ernährung, Diät, Pharma) und Haushalt (Putzmittel, Tiernahrung). Die prozentual höchsten Steigerungsraten erlebe der Bereich Foto (Fotobücher, Sofortausdrucke und vor allem Passbilder). Am geringsten falle der Zuwachs im Baby-Bereich aus.

Blei verwies auf ein Online-Projekt mit dem Titel "Marktabholung express", das dm seit einigen Wochen im Raum München gestartet habe. Kunden könnten so ihre über das Internet bestellte Ware danach spätestens innerhalb von vier Stunden während der Geschäftszeiten in einem von 54 dm-Märkten fertig zusammengestellt abholen. Das spare Aufwendungen für den Versand und sei mithin nachhaltig, betonte Blei. Erweise sich das Experiment als Erfolg, denke dm über eine Ausweitung auf ganz Deutschland nach.

Erstmals stellte Christoph Werner als Vorsitzender der Geschäftsführung die Jahresergebnisse vor. Der 46 Jahre alte Sohn des Unternehmensgründers Götz Werner war im September an die Stelle von Erich Harsch gerückt, der zur Hornbach AG wechselte. Seine neue Position an der Spitze des Unternehmens mit mehr als 62 000 Beschäftigten in Europa, darunter rund 41 000 in Deutschland, nannte Werner eine "tolle Herausforderung". Bei der Vermeidung von Plastikmüll sei dm von sich aus aktiv, auch bei Mikroplastik. "Es ist eine Frage der Zeit, dass der Gesetzgeber aktiv wird", erläuterte Werner.

In Deutschland betreibt der Branchenprimus dm rund 2000 Filialen. In zwölf weiteren Ländern in Süd- und Südosteuropa sind es etwa 1670. Zweitgrößter Markt ist Österreich mit 388 Filialen. Laut Markus Blei verzeichneten die Märkte in Italien ein proportionales Wachstum.

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dw, Sönke Möhl
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Veröffentlicht am:
25. 10. 2019
00:00 Uhr

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dw, Sönke Möhl

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Veröffentlicht am:
25. 10. 2019
00:00 Uhr



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