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Wunsiedel

13 Konzerte zwischen mächtigen Felsen

Die Luisenburg-Festspiele bieten 2020 so viel Musik wie nie zuvor. Das bringt nicht nur mehr Vielfalt, sondern ist auch vom technischen Aufwand her ökonomischer.



Am 6. September wird Stahlzeit auf der Felsenbühne eine explosive Rammstein-Tribute-Show bieten. Dafür gibt es nur noch wenige Karten. Foto: Jana Breternitz
Am 6. September wird Stahlzeit auf der Felsenbühne eine explosive Rammstein-Tribute-Show bieten. Dafür gibt es nur noch wenige Karten. Foto: Jana Breternitz  

Wunsiedel - Die Konzerte auf der Luisenburg sind bekannt für ihre wunderbare Stimmung und ihre hervorragenden Künstler. Inmitten der illuminierten Felsen entsteht stets eine besondere Atmosphäre. Los ging es 2006 mit dem ersten Popkonzert: Rainhard Fendrich, der in jenem Jahr auch den Petrucchio im Musical "Kiss me, Kate" spielte, verzauberte die Zuhörer. In den Jahren darauf folgten Konstantin Wecker, Wolfgang Ambros, Hubert von Goisern und Haindling. Immer waren die Konzerte am Tag des Vorverkaufbeginns bereits ausverkauft. Und immer wurden die Künstler bejubelt.

Die künstlerische Leiterin der Festspiele Birgit Simmler möchte nun noch mehr Konzerte anbieten. Zum einen, weil für jeden Geschmack etwas dabei sein soll. Zum anderen, weil der Aufwand für ein einzelnes Konzert sehr hoch ist: Der Wetterschutz für die Bühne, damit Künstler und Instrumente nicht im Regen stehen, wird individuell angepasst. So bietet es sich Simmler zufolge an, gleich an drei Tagen hintereinander für Sänger und Musiker die Bühne freizumachen.

"Wenn man das mehrmals hintereinander macht, hat man ganz schnell zehn oder mehr Konzerte", sagt Simmler. 2020 sind es 13. Der irische Sänger Chris de Burgh tritt gleich zwei Mal auf; beide Konzerte sind längst ausverkauft.

"Wir sind mit 1900 Zuschauern eher eine kleine Nummer", stellt Simmler fest. Es müsse für den Künstler, für die Festspiele und für den Promoter passen. "Man kann nicht einfach anrufen und einen Star bestellen." Da müsse vieles abgesprochen werden. Nicht nur der Termin, die Bühne, die Garderobe und die Betreuung vor Ort müssten passen. Die Luisenburg-Festspiele versuchten, den Künstlern ein "Wohlfühl-Ambiente" zu vermitteln.

Die Konzerte seien wichtig für das Renommee, für die Kunst allgemein und für die Außenwerbung. Wenn man den Radius von 150 Kilometern verlasse, seien die Festspiele noch nicht überall bekannt. "Wir können aber in der Oberliga mithalten."

Die Konzertangebote suche sie bei acht verschiedenen Anbietern aus. Diese Arbeit gehe erst nach der Spielzeit richtig los: "Das Auswählen des Musikprogramms ist eine der großen Herbstaufgaben." Simmler schaut sich das gesamte Material an, das sie von den Agenturen bekommt. Inzwischen habe sie zu deutschlandweit agierenden Agenturen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und wisse, dass sie sich auf deren Angebote verlassen kann. Die künstlerische Leiterin unterscheidet verschiedene Kategorien: Stars, Unplugged, Geheimtipps sowie Symphonic und Coverbands.

Zu den Stars gehören 2020 neben Chris de Burgh, der sich selbst am Klavier begleiten wird, erneut die niederbayerische Band Haindling sowie Element of Crime mit Frontmann Sven Regener, die melancholisch-chansoneske Pop- und Rockmusik spielen. Die Sängerin Beth Hart gehört in zwei Kategorien: Einerseits ist sie noch ein Geheimtipp, aber sie startet derzeit richtig durch und gehört daher genauso zu den Stars.

Geheimtipps sind Bands und Musiker, die künstlerisch Spaß machen, aber noch nicht so bekannt sind. Dieses Jahr hat Birgit Simmler Los dos Y Companeros ausgesucht, die kubanische Musik mit witzigen Oberpfälzer Texten machen. Außerdem die Blas-Sport-Gruppe, eine Brassband, die frech und mitreißend spielt und eine coole Bühnenshow bietet.

Von den Coverbands interessiert die meisten Besucher Stahlzeit, eine Rammstein Tribute-Show. Hierfür gibt es nur noch wenige Karten. Auch "Best of Austropop" läuft im Vorverkauf schon gut, Abbacoustica bieten im Juli einen Abba-Konzertabend, im August covern We salute you - AC/DC die australische Hardrockband.

Filmmusik bietet Anfang September das Czech Symphony Orchestra mit "The Music of Game of Thrones". Wer lieber Operetten mag, ist bei der Gala "Ich lade mir gern Gäste ein” richtig. Simmlers Favoriten sind die Konzerte von Beth Hart und Element of Crime. "Auf die Oberpfälzer von Los Dos Y Companeros freue ich mich auch ganz besonders, das wird bestimmt eine lustige Sache."

In ihrem ersten Jahr auf der "Burg" hatte Birgit Simmler noch einige Konzerte im Programm, bei denen sich Künstler selbst auf der Felsenbühne eingemietet hatten. Das gibt es 2020 nicht. "Es ist mir lieber, ich bin selbst Veranstalter und übernehme die Verantwortung. Wenn ein Mietkonzert nicht klappt, dann fällt es auf die Luisenburg zurück", sagt die künstlerische Leiterin.

Aus dem verunglückten Michael-Jackson-Cover-Konzert in diesem Jahr haben die Verantwortlichen ihre Schlüsse gezogen: "Mit den Agenturen, mit denen wir jetzt zusammenarbeiten, haben wir die Garantie, dass es klappt."

Autor

Andrea Herdegen
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 12. 2019
16:16 Uhr

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Autor

Andrea Herdegen

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Veröffentlicht am:
10. 12. 2019
16:16 Uhr



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