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Wunsiedel

Beschwipste Desserts zu Silvester

Drei Köche aus dem Landkreis empfehlen ihren Lieblings-Nachtisch zum Jahreswechsel. Wenn andere feiern, stehen sie selbst hinter dem Herd, um Gäste zu verwöhnen.



Roland Geyer, Chefkoch im Marktredwitzer "Meister-Bär-Hotel", flambiert seinen Kaiserschmarrn mit einem kräftigen Schuss Kirschwasser. Fotos: Peggy Biczysko
Roland Geyer, Chefkoch im Marktredwitzer "Meister-Bär-Hotel", flambiert seinen Kaiserschmarrn mit einem kräftigen Schuss Kirschwasser. Fotos: Peggy Biczysko   » zu den Bildern

Wunsiedel - Es zischt in der Pfanne, als Roland Geyer das Kirschwasser über den köstlich duftenden Kaiserschmarrn gießt, und dann züngeln schon mächtige Flammen überm Herd, als er den königlichen Schmaus flambiert. Es ist das Lieblings-Dessert des Chefkochs aus dem Marktredwitzer "Meister-Bär-Hotel". Die Tiroler Spezialität schlägt der 45-Jährige für ein Silvester-Menü vor. Die Frankenpost hat im Landkreis Wunsiedel in drei Restaurant-Küchen geschaut, um unseren Lesern zum Jahreswechsel ein beschwipstes Dessert empfehlen zu können.

Während sich die meisten an Silvester in Schale schmeißen, um den Jahresausklang gebührend zu feiern, stehen Roland Geyer, Mathias Locker und Sebastian Körber mit ihren Teams hinterm Herd, um ihre Gäste mit feinen Leckereien zu verwöhnen. "Wir haben Busse im Meister-Bär-Hotel in Wunsiedel", schildert Geyer, der auch den gleichnamigen Catering-Service betreibt, wie sein Jahresausklang aussieht. Italienische Muscheln, Spanferkel, Hirsch, Knödel und Blaukraut, geräucherter Lachs und Tiramisu kommen dort auf den Tisch. Für zu Hause empfiehlt Roland Geyer all jenen, die in der Küche ein bisschen geübter sind, sein Lieblings-Dessert, eben den flambierten Kaiserschmarrn.

"Ja, ich würde auch gern mal privat Silvester feiern", sinniert er. Aber das gehe in dem Job eher selten. Wie sähe dieser Jahreswechsel dann aus? "Ich würde am liebsten in die Südsee fliegen", sagt er, und widmet sich dem Vanilleschaum, der seinen Kaiserschmarrn krönt.

Weniger üppig, aber dafür sehr elegant kommt das Champagner-Gelee von Mathias Locker in der "Waldlust" in Wunsiedel daher. Mit dem Buttermilch-Granité ist die erlesene Nachspeise ein prickelnder Genuss.

Seit siebeneinhalb Jahren schwingt der 31-Jährige den Kochlöffel unterhalb der Luisenburg. Für die Leser der Frankenpost hat Locker das Champagner-Gelee - "man kann natürlich auch Sekt verwenden" - zum ersten Mal ausprobiert. Er und sein Team sind begeistert, als sie probieren.

Auch hier steht der Chefkoch zu Silvester am Herd: "Wir feiern mit unseren Stammgästen." Er wird ein Fünf-Gänge-Menü servieren. Gerade zu solch einem Anlass biete es sich an, "sich kreativ auszuleben", meint Mathias Locker, der sein Baiser nicht mit Ei, sondern mit Albumin herstellt. "Das kommt aus der Molekular-Küche und ist eigentlich ziemlich simpel herzustellen."

Wer von seinen Gästen am letzten Tag des Jahres auch noch bis zum Einläuten des neuen Jahres bleibt, bekommt vor der "Waldlust" ein schönes Feuerwerk serviert. "Wir müssen schon da sein der Hotelgäste wegen. Unser Haus ist voll", erzählt der 31-Jährige, der als Koch seinen Traumberuf gefunden hat. Wenn er privat feiern könnte, "dann würde ich gern mit meiner Familie in einer Hütte gemütlich beim Raclette oder Fondue sitzen". Sandra Körber und ihr Mann Sebastian sind seit Januar 2001 die Pächter des Rosenthal-Casinos in Selb. "Unser Restaurant war in den vergangenen 17 Jahren in der Silvesternacht immer geöffnet." Aber für das Wirts-Ehepaar ist das kein Problem. "Wir selber feiern Silvester immer mit unseren Gästen." Der größte Wunsch Sandra Körbers zu Silvester wäre eines: "Definitiv ohne Raketen".

Das Team um Körber mit Patryk Rymaszewski, Jan Dolejs und Kevin Stögbauer bietet Silvester im Casino Carpaccio vom Rinderfilet mit gebratenen Kräutersaitlingen, Wildconsommé mit Ravioli, Thunfisch in der Kräuterkruste, Mango-Sorbet, Kalbsfilet rosa gebraten mit Portwein-Jus, Kürbisgemüse und Kürbiscracker sowie ein Zimt-Parfait. Dieses beschwipste Dessert, das unseren Lesern aus dem Rosenthal-Casino kredenzt wird, bereitet Kevin Stögbauer zu, der als Koch im dritten Ausbildungsjahr bei den Körbers lernt. "Im Sommer wird er seine Ausbildung bei uns abschließen", erzählt die Chefin. Der angehende Koch, der am 6. Januar 2018 volljährig wird, lädt ein zu Zimt-Parfait im Baumkuchenmantel. Dazu gibt es Portwein-Birne, Aprikosen-Gel und Lebkuchenstreusel.

Bei den drei wunderbaren Dessert-Vorschlägen hat man an Silvester also die Qual der Wahl, um den Gaumen seiner Gäste zu verwöhnen.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
28. 12. 2017
00:00 Uhr

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Peggy Biczysko

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28. 12. 2017
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