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Wunsiedel

Bundesstraße steht nicht im Brennpunkt

Die Tröstauer Wehr wird nur zu drei Einsätzen auf der B 303 gerufen. Dafür steigt die Zahl der Brände.



Kreisbrandmeister Roland Kaiser, Kreisbrandinspektor Horst Wildenauer, Vorsitzender Karl Kuhbandner, stellvertretender Kommandant Alexander Strohschein, Bürgermeister Heinz Martini und Kommandant Harald Sattler (hinten, von links) gratulierten den Geehrten (vorne, von links) Dieter Kilgert, Wilhelm Köhler und Joachim Gruber. Foto: Christian Schilling
Kreisbrandmeister Roland Kaiser, Kreisbrandinspektor Horst Wildenauer, Vorsitzender Karl Kuhbandner, stellvertretender Kommandant Alexander Strohschein, Bürgermeister Heinz Martini und Kommandant Harald Sattler (hinten, von links) gratulierten den Geehrten (vorne, von links) Dieter Kilgert, Wilhelm Köhler und Joachim Gruber. Foto: Christian Schilling  

Tröstau - Gegen den allgemeinen Trend im Landkreis ist die Feuerwehr Tröstau im vergangenen Jahr weniger ausgerückt als noch im Jahr davor. Die genauen Zahlen gab Kommandant Harald Sattler bei der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus bekannt.

Die Bundesstraße B 303, sonst Unfallschwerpunkt, stand im vergangenen Jahr nur bei drei Verkehrsunfällen im Fokus, erklärte Sattler. Insgesamt sei die Wehr zu 29 Einsätzen alarmiert worden. Im Vorjahr waren dies noch 31. 307 Feuerwehrdienstleistende waren dabei insgesamt 559 Stunden gefordert. Auffällig sei der Anstieg bei den Brandeinsätzen mit fünf. Weitere Schwerpunkte seien technische und sonstige Hilfeleistungen gewesen.

Dabei könne er als Kommandant auf die Erfahrung von 32 gut ausgebildeten Feuerwehrmännern und sieben Feuerwehrfrauen, drei Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr miteingerechnet, zurückgreifen. Eintritte habe es in der aktiven Wehr keine gegeben, Anton Müller stieß aus der Jugendfeuerwehr zur Truppe.

"Viel Wert legten wir in der Wehr wieder auf Schulungen und Übungen", sagte Sattler. Nahezu in jedem Monat standen Übungen in und um die Gemeinde oder im Landkreis auf dem Programm. Die erwachsenen Brandbekämpfer leisteten dabei 3000 Stunden. Unterstützung sucht die Wehr noch bei der Brandschutzerziehung in der Schule und in den Kindergärten. Für die Pflege der Fahrzeuge wandten die Mitglieder gut 100 Stunden auf, ebenso wie für die Geräteprüfung durch Benjamin Gruber und sein Team. Der Dank des Kommandanten galt auch Uwe Reger und Daniel Bruckner für deren Arbeit als Atemschutzwarte. Alles in allem waren die Einsatzkräfte 5700 Stunden gefragt.

Mit Blick auf die Gemeinde mahnte Sattler den Zustand des Gerätehauses an. Das Feuerwehrhaus sei 41 Jahre alt, und es gebe altersbedingte Schäden. Die Wand im Schlauchturm müsse dringend saniert werden. Diese Schäden seien nur durch eine Baufirma zu beheben. Fenster und Tore in der Fahrzeughalle befänden sich in einem schlechten Zustand. Und auch im Sanitärbereich müsse nachgebessert werden, erklärte Sattler.

Über zwei Mädchen und sechs Jungen berichtete Jugendwart Michael Sattler. In diesem Jahr könnten voraussichtlich bis zu acht Kinder aus der Kinderfeuerwehr in den Jugendfeuerwehrdienst wechseln. Mittelfristig müsse die Wehr verstärkt auf die Mitglieder der Kinderfeuerwehr setzen, um weiterhin eine Jugendfeuerwehr aktiv und erfolgreich betreiben zu können. "Jedoch denke ich, dass wir mit unserer Kinderfeuerwehr auf einem sehr guten Weg sind", sagte der Jugendwart. Die Jugendgruppe treffe sich alle zwei Wochen immer montags, von 18.30 Uhr bis 20 Uhr. Die Beteiligung an den Unterrichten und Übungen war meist sehr gut. Schwerpunkte der Kurse waren im vergangenen Jahr der Umgang mit den Rettungsgeräten, die Wasserentnahme, das Üben des Löschangriffs sowie die Gefahren der Einsatzstelle und die Verkehrsabsicherung. Zudem hätten die Jugendlichen an der Jugendflamme in Röslau am Wissenstest in Niederlamitz und am Jugendleistungsmarsch in Selb teilgenommen. Als Schwerpunkt müsse in Zukunft weiterhin auf die gute Ausbildung und Motivation der Jugendlichen gesetzt werden, um sie weiterhin für die Feuerwehr zu begeistern, sodass die gewohnte Stärke der Wehr langfristig aufrechterhalten werden kann.

27 Kinder bilden die Feuerkids Tröstau, erklärte Adrian Pickert von der Kinderfeuerwehr. Höhepunkt sei für diese der Kinderfeuerwehr-Action-Lauf in Arzberg gewesen. Hier erzielten die drei Tröstauer Gruppen, die mit 18 Kindern am Start waren, gute Ergebnisse. Die Gruppenstunden fänden jeden letzten Samstag im Monat von 13.30 bis 15 Uhr statt. Dabei stünden neben zahlreichen Aktivitäten um die Grundlagen des Feuerwehrwesens auch andere attraktive Aktionen im Mittelpunkt. Wegen des schönen Wetters sei die Ferienaktion der Wehr im August nicht ganz so gut besucht gewesen, sagte Pickert.

Von leicht rückläufigen Zahlen berichtete Vorsitzender Karl Kuhbandner. Zurzeit zähle der Verein 118 Personen. Der Vorsitzende erinnerte an eine Vereinswanderung mit Einkehr im "Bräustüberl", an das dreitägige Feuerwehrfest Ende Juni, die Kirchweih, den Vereinsausflug in den Steigerwald sowie an das Herbstfest.

Ehrungen erhielten in der Versammlung Joachim Gruber für 25 Jahre Treue zur Feuerwehr sowie Wilhelm Köhler und Dieter Kilgert, die seit 60 Jahren dabei sind.

"Es nützt die beste Ausrüstung nichts ohne eine gut ausgebildete Mannschaft", sagte Bürgermeister Heinz Martini in seinem Grußwort. Das Gemeindeoberhaupt dankte den Mitgliedern auch für die Beteiligung außerhalb ihrer Zuständigkeit, etwa beim Volkstrauertag und bei der Wiedervereinigungsfeier. "Jeder Cent der Gemeinde in die Wehr ist gut und vernünftig investiert", sagte Heinz Martini.

"Ihr macht viel und ihr bewegt viel", zollte auch Kreisbrandmeister Horst Wildenauer seinen Respekt sowohl der aktiven Wehr als auch den Aktivitäten des Vereins. Herausstechend sei die gute Jugendarbeit. Kreisbrandmeister Roland Kaiser schloss sich in seinem Grußwort den Lobeshymnen an und verwies auf die Abnahme der Jugendflamme, die am 30. März in Vordorf über die Bühne geht.

Autor

Christian Schilling
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Veröffentlicht am:
27. 02. 2019
17:30 Uhr

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Christian Schilling

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Veröffentlicht am:
27. 02. 2019
17:30 Uhr



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