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Wunsiedel

Einsatz mit Hindernissen

Als die Feuerwehr an den Brandort kommt, sehen die Einsatzkräfte einen einzigen riesigen Feuerball.



Wunsiedel
Nur noch ein Skelett ist von der Halle übrig.  

Es ist eine Extremsituation, die die ehrenamtlichen Rettungskräfte von Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz und auch der DLRG am Mittwochabend beim Brand der Lagerhalle der Firma Roth erlebt haben. "Die ersten 20 Minuten sind immer Chaos pur", sagt Kreisbrandrat Wieland Schletz im Gespräch mit der Frankenpost . Binnen Sekunden müssen sich die Retter ein Bild der Lage machen und eruieren, ob Menschen in Gefahr sind. Am Mittwoch war schnell klar, dass sich niemand in der Halle befindet.

22.08.2018 - Lagerhallen-Brand in Wunsiedel - Foto: Matthias Bäumler, Brigitte Gschwendtner, Feuerwehr Wunsiedel, pr.

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Lagerhallen-Brand in Wunsiedel Wunsiedel
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Dennoch war die Lage kritisch. Mitarbeiter der Firma Roth und Passanten hatten zwar die im Freien gelagerten Gasflaschen vom direkten Brandort weggetragen, doch wegen der enormen Hitze herrschte dennoch höchste Gefahrenstufe.

Ausgerechnet in dieser Situation drängten immer mehr Schaulustige zum Brandort, um möglichst spektakuläre Handybilder zu schießen. Die Polizei hatte reichlich Mühe, die Bürger dazu zu bewegen, Abstand zu halten. "Es ist klar, dass sich die Leute dafür interessieren, was da los ist. Aber in derartigen Fällen geht es um die Sicherheit. Ich glaube, vielen war zunächst gar nicht bewusst, welche Gefahr von den Gasflaschen und der enormen Hitze ausgeht", sagt der Leiter der Polizeiinspektion Wunsiedel, Hubert Schricker.

Die Feuerwehr hatte zunächst Mühe, genügend Wasser zum Löschen zu bekommen. "Wir haben vier Hydranten genutzt und dann noch zwei Schlauchleitungen von der Röslau in den Turnerheimweg gelegt", sagt der Kommandant der Wunsiedler Feuerwehr, Florian Barthmann. Für den nötigen Druck sorgten zehn Pumpen. "Daher sind viele Feuerwehren notwendig."

Laut Wieland Schletz waren folgende Wehren mit 250 Kräften im Einsatz: Alexandersbad, Bernstein, Göpfersgrün, Hauenreuth, Holenbrunn, Höchstädt, Leupoldsdorf, Lorenzreuth, Marktredwitz, Nagel, Röslau, Schönbrunn, Thiersheim, Tröstau, Vordorf, Weißenstadt und Wunsiedel. Die Selber Wehr war in Bereitschaft, falls im Landkreis ein weiterer Einsatz gewesen wäre. "Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren und den übrigen Rettungsdiensten hat wieder einmal hervorragend geklappt", sagt Schletz.

Noch am Donnerstag loderten immer wieder Glutnester auf, sodass die Feuerwehr noch vier kleine Einsätze hatte.

Eine Geschichte am Rande berichtet Schletz. "Auch eine Gruppe Asylbewerber kam am Brandort vorbei. Als sie sahen, dass die Feuerwehr Geräte in Sicherheit brachte, packten sie sofort mit an." Matthias Bäumler

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24. 08. 2018
00:00 Uhr

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