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Wunsiedel

Gemeinderat macht Weg für Neubauten frei

In Röslau will die Gemeinde ein leeres Grundstück beleben. Der Bau von Wohnhäusern hat dabei zunächst Vorrang



Röslau - Baugrund ist nicht nur im gesamten Landkreis Wunsiedel, sondern auch in der Gemeinde Röslau rar. Auf dem Grundstück Lindenstraße 4 in der Ortsmitte sollen nun aber möglichst bald drei Grundstücke erschlossen werden. Der Gemeinderat Röslau hat dies in seiner jüngsten Sitzung in die Wege geleitet.

Bürgermeister Torsten Gebhardt brachte dazu die Gemeinderätinnen und -räte auf den neuesten Stand und stellte erste Entwürfe vor. Im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern habe der Gemeinderat schon vor längerer Zeit beschlossen, das Grundstück zu kaufen. Inzwischen seien dort die Gebäude abgerissen. Als letzte Maßnahme sei vor Kurzem die Güllegrube entfernt und aufgefüllt worden, erklärte Gebhardt. In Richtung Süden stünden noch einige Bäume. Diese würden nun im Winter ausgelichtet, niedrigere Sträucher entfernt. "Die Bäume bleiben stehen, zumindest bis wir endgültig wissen, was wir mit dem Grundstück machen", sagte der Rathauschef.

Das von der Gemeinde erworbene Grundstück soll nun von Nord nach Süd in drei Parzellen unterteilt werden. Eingeplant sei auch eine Erschließungsstraße zwischen der Lindenstraße und der Peuntstraße, die die nördliche und die mittlere Parzelle durchschneidet. Das nördlichste Grundstück habe eine Fläche von zirka 1800 Quadratmetern. Der Plan schlage hier zwei Varianten vor. Alternative eins sehe hier drei Wohnhäuser mit Garagen vor, die zweite ein Wohnhaus sowie einen größeren Wohnblock - etwa ein schon seit Langem gewünschtes Ärztehaus - mit Wohnungen. Das Ärztehaus sowie ein bis zwei Wohnhäuser seien aber auch im mittleren 3250 Quadratmeter großen Grundstück denkbar, wenn sich der Gemeinderat für die erste Variante entscheide.

Einfluss auf das Vorhaben habe aber auch die geplante Erweiterung des Kindergartens durch den Diakonieverein. Hier sehe der Plan eine Fläche von knapp 1000 Quadratmetern für Kindergartenräume und Stellplätze für den Hol- und Bringverkehr sowie die Mitarbeiter vor. Zunächst bleibe der südlichste Grund aber unbeplant, bis die Diakonie einen konkreten Bauplan vorlege. Angedacht sei bisher ein Anbau für einen Essens- sowie Schlafräume.

Gebhardt stellte die Alternativen zur Diskussion. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Gemeinderäte eine Alternative bevorzugen: nämlich Variante eins. Dabei drängten die Entscheidungsträger darauf, zunächst das nördlichste Grundstück zu beplanen. Dies habe den Vorteil, dass man schon bald loslegen könne, betonte unter anderem Gemeinderätin Brigitte Menzel. Gemeinderat Thorsten Strahberger beharrte auch auf dieser schnellen Lösung. Seiner Meinung nach gebe es bereits konkrete Nachfragen nach Baugrundstücken nicht nur in diesem Bereich. Diese würden jedoch nur verkauft, wenn der Baugrund binnen fünf Jahren bebaut werde, erinnerte Gebhardt an einen früheren Beschluss des Gremiums. Die Gemeinderäte beauftragten den Bürgermeister deshalb damit, bis zur nächsten Sitzung einen weiteren Entwurf in Auftrag zu geben, um das Vorhaben, die drei Grundstücke zum Bau von Wohnhäusern im nördlichen Teil der Fläche, möglichst schnell umzusetzen.

Mit dieser Variante legte sich der Gemeinderat auch auf die Bebauung des mittleren Grundstücks fest. Hier bevorzugten die Gemeinderäte den Bau eines Ärztehauses mit Wohnungen sowie zweier weiterer Häuser. In die Planungen aufgenommen werden sollen dabei auch der Bau einer Tiefgarage sowie der Anschluss des Ärztehauses an ein Fernwärmenetz. Laut Planer könnte auch - falls es nicht umsetzbar sei, ein Ärztehaus anzusiedeln - der Bau von zwei weiteren Häusern möglich sein. Die Verwaltung soll nun möglichst bald in Verhandlungen mit eventuellen Interessenten für den Bau eines Ärztehauses gehen. Zunächst nicht beplant bleibt das Grundstück für die Erweiterung des Kindergartens.

In der Fragestunde hakte Gemeinderat Karl Grießhammer nach, wann der Smiley, der die Geschwindigkeit anzeigt, endlich einmal in Brücklas Halt mache. Bürgermeister Gebhardt erläuterte, dass sich dieses Gerät inzwischen bewährt habe. Als nächster Standort sei nun in der dunklen Jahreszeit die Anbringung auf Höhe der Schule vorgesehen. Brücklas sei im Winter an der Reihe, wenn der Schulweg der Brücklaser Kinder durch Schnee beeinflusst sei.

Autor

Christian Schilling
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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
17:52 Uhr

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Autor

Christian Schilling

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
17:52 Uhr



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