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Wunsiedel

Landrat schmiedet eine Groko der Narren

Karl Döhler empfängt die Karnevalsgesellschaften aus dem Landkreis. Die zeigen sich von ihrer besten Seite.



Lisa I., Gardedesignerin zu Dörflas, und Peter III., Zaunkönig aus der Fränkischen, mit den Gildesingers der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas.
Lisa I., Gardedesignerin zu Dörflas, und Peter III., Zaunkönig aus der Fränkischen, mit den Gildesingers der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas.   » zu den Bildern

Wunsiedel - Was im Bund nach mehr als vier Monaten noch nicht in trockenen Tüchern ist, hat Landrat Dr. Karl Döhler an einem einzigen Abend geschafft: Er schmiedete am Mittwoch eine Groko aus den Faschingsgesellschaften des Landkreises. Egal ob rot-weiß, blau oder gelb - auf der kleinen Bühne im Sitzungssaal versammelten sich alle Narren unter einem gemeinsamen Motto: "Helau Wunsiedel, helau Fichtelgebirge, helau Landrat!" Döhler musste auch nicht darum bangen, ob die "Koalitionäre" seiner Einladung folgen würden, selbstverständlich kamen alle Faschingsgesellschaften gerne ins Landratsamt, um sich mit ihren Highlights zu präsentieren. Und alle verliehen ihm ihren Orden - schließlich wollen sie auch künftig wieder eingeladen werden.

"Was ich auf den vielen Faschingsveranstaltungen in den letzten Wochen gesehen habe, war faszinierend", lobte Karl Döhler seine Gäste. Und dann ging es auch schon los: Der Auftakt gehörte Luise, dem mit sieben Jahren jüngsten Tanzmariechen des TV Schönwald. Die Kindergarde der TSG Wunsiedel brachte einen Marsch auf die Bühne, der mit vielen Sprüngen bereichert wurde.

Die Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas war als nächstes dran. Lisa I., Gardedesignerin zu Dörflas, und Peter III., Zaunkönig aus der Fränkischen, nahmen in ihrem Vortrag manches aus dem Situation im Landkreis auf die Schippe. Und die Gildesingers mit Norbert "Nobby" Rebhan und Martin Gramsch an der Spitze machten sich auf eine musikalische Reise durch den Landkreis. Klar, dass jede Gemeinde und jeder Bürgermeister sein Fett weg bekam. So lästerten sie, dass Arzberg ohne Lebkuchen und Würste längst weg vom Fenster wäre. Der Landrat wurde mit dem abgewandelten Lied von Gus Backus ordentlich veralbert: "Da sprach der große Häuptling Landrat Döhler: Rund geht's im Landkreis, ohne mich geht nix!" Zu Oliver Weigel hieß es: "In Rawetz, da geht grad die Post ab. Der OB greift sich jeden Fördertopf, den er kriegen kann!" Auch das Kinderprinzenpaar Antonia I. und Fabio I. von der TG Höchstädt flachste immer wieder über den Landrat. Der hielt das aber locker aus und erfreute sich anschließend an dem Auftritt des Mariechen-Duos Alicia und Karina.

Dann kam ein Highlight des Abends: die Faschingsgesellschaft Rot-Weiß Schirnding mit ihrer "Modernen Seniorengymnastik". Die Rollator-Gang enterte die Bühne, schob ihre Hilfsmittel zu Bill Haleys "Rock Around the Clock" schwungvoll im Kreis herum und spielte auch noch Luftgitarre dazu.

Den nächsten Beitrag gestaltete die Prinzengarde des Turnerbunds Marktleuthen. Acht junge Damen waren als Musen verkleidet und tanzten "Herkules". Bianca Frohmader, Vorstand Gymnastik und Tanz und eine der Trainerinnen der Gruppe, wandte sich humorig an Döhler: "Sie haben mir gesagt, wir sollen viele junge Damen mitbringen. Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit uns!".

Die Rawetzer Fastnachtsfreunde hatten Madelaine Schneider mitgebracht. Sie erzählte in ihrer Jugendbütt "Maddy goes to Hollywood" von ihren Lebens-Träumen und von ihrer Rolle als "Tatort"-Leiche.

Für die Narhalla Rot-Weiß Marktredwitz erntete das Juniorentanzpaar Melissa Lichtblau und Guillaume Perez viel Applaus. Eine Augenweide für alle Herren im Saal war der Showtanz der Prinzengarde vom TV Kirchenlamitz. Die jungen Damen waren als Raubkatzen kostümiert, konnten aber auch gewinnend lächeln und hervorragend tanzen. Und sie denken nicht nur an sich, sie organisieren auch die Veranstaltungen ihres Vereins mit und trainieren den tänzerischen Nachwuchs.

Das Männerballett des FC Marktleuthen markierte den letzten Auftritt. Als Akteure aus dem Zirkus hatten sie ihren Spaß, jonglierten und wedelten bunte Bänder über ihre Köpfe. Sogar einige Löwen sprangen durch den Reifen - aber Angst brauchte dabei keiner haben. Spätestens jetzt kamen auch die weiblichen Zuschauer auf ihre Kosten.

Landrat Döhler verteilte viele Orden an die weiblichen Narren und bekam dafür unzählige Küsschen. "Sonst ist es hier oft stressig für mich, gönnt mir das doch mal", meinte er. Übrigens: Seine Frau Rosemarie wirkte überhaupt nicht eifersüchtig. Vielmehr holte auch sie sich von den Männern jede Menge Küsschen ab.

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Peter Pirner
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Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
21:36 Uhr

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Peter Pirner

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Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
21:36 Uhr



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