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Neue Zukunft für ehrwürdiges Gebäude

Das Alte Schulhaus in Leupoldsdorf soll saniert werden. Dazu geht die Gemeinde Tröstau einen ganz neuen Weg.



Das Alte Schulhaus in Leupoldsdorf wird für das Förderprogramm "Innen statt Außen" angemeldet. Foto: Schi.
Das Alte Schulhaus in Leupoldsdorf wird für das Förderprogramm "Innen statt Außen" angemeldet. Foto: Schi.  

Tröstau - Das neue Förderprogramm "Innen statt Außen" macht es möglich, dass das Alte Schulhaus in Leupoldsdorf nun doch eine positive Zukunft durch Sanierungsmaßnahmen hat. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Tröstau dazu die Weichen gestellt. Möglich gemacht hat dies ein erneutes Gespräch mit den Verantwortlichen des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE), wie Bürgermeister Heinz Martini erklärte. Die Förderinitiative "Innen statt Außen" unterstütze Kommunen bei innerörtlichen Maßnahmen zur Sanierung von leer stehenden oder vom Leerstand bedrohten Gebäude für gemeinschaftliche oder gemeindliche Zwecke.

Ohne eine Fördergrenze seien 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschussbar. Voraussetzung dafür sei, dass die Gemeinde einen sogenannten "Selbstbindungsbeschluss" fasst. Damit verpflichte sich die Kommune aber auch, vorrangig auf die Innenentwicklung ihrer Ortsteile zu setzen sowie auf die Neuausweisung von Bauflächen und die Rücknahme von Bauflächen aus dem Flächennutzungsplan zu verzichten. Letzteres rief zunächst die Gemeinderäte Markus Welisch und Bernd Tuchbreiter auf den Plan. Beide befürchteten, dass dadurch bei entsprechender Nachfrage etwa an der B 303 keine neuen Gewerbegebiete ausgewiesen werden könnten. Anderer Meinung waren beispielsweise die Gemeinderäte Reinhard Wölfel und Herbert Thurn. Beide waren der Ansicht, dass die meisten Gemeinden mit ihren Bebauungen zu stark nach außen drängten. Es wäre verheerend, die Förderung auszuschlagen, sagte Wölfel.

Auch Gemeinderat Jörg Nürnberger sah die Förderung von 80 Prozent als äußerst positiv an, zudem sei seiner Ansicht nach das Gemeindegebiet von Tröstau ohnehin zu stark "zersiedelt". "Wir gehen den Weg weiter, unser Innenleben zu stärken", sagte Bürgermeister Martini und mahnte die Zustimmung zum Förderprogramm an. Durch den "Selbstbindungsbeschluss" sei man auch nicht "zwangsweise geknebelt". Entsprechend stimmte das Gremium dem Selbstbindungsbeschluss sowie der Anmeldung des Alten Schulhauses für das Förderprogramm "Innen statt Außen" einstimmig zu. Einem Start noch in diesem Jahr steht dadurch nun nichts im Wege. In das Programm könnten auch Vorhaben wie der "Siebenstern" und das Sägewerk Haumann aufgenommen werden, ergänzte Martini.

Der Gemeinderat genehmigte zudem die überplanmäßigen Ausgaben für das Jahr 2018 und nahm von der Jahresrechnung Kenntnis. Diese sei "sehr gut ausgegangen", nachdem die Gemeinde erstmals wieder über einen genehmigten Haushalt verfügte, sagte Bernhard Großkopf, geschäftsführender Beamter der Verwaltungsgemeinschaft Tröstau. "Wir haben im letzten Jahr hervorragend gewirtschaftet und eine stabile Haushaltslage", freute sich auch das Gemeindeoberhaupt.

Das Gremium widmete die Zufahrten und Wege zum Steinbruch Braun als beschränkt öffentliche Wege oder Gemeindeverbindungsstraßen und erteilte das gemeindliche Einvernehmen zum Anbau einer Holztrocknungsanlage in Grötschenmühle 1.

Genehmigt wurden auch zwei dringliche Anordnungen. Zum einen schaffte die Gemeinde einen Ersatzantrieb für den Plattenschieber im Regenüberlaufbecken Grötschenmühle für 5 300 Euro an. Zum anderen wurde der Oberflurhydrant am Feuerwehrgerätehaus in Leupoldsdorf für unter 5 000 Euro erneuert. Im Zuge der Generalsanierung der Schulturnhalle genehmigte das Gremium einen Nachtrag für Dachdeckerarbeiten in Höhe von knapp 4 600 Euro.

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Christian Schilling
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Veröffentlicht am:
30. 10. 2019
16:38 Uhr

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Autor

Christian Schilling

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2019
16:38 Uhr



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