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Wunsiedel

Sogar im Schaufenster spielt die Musik

Die Wunsiedler Kneipennacht findet am Samstag zum 20. Mal statt. Hauptorganisator Rainer Rahn wartet mit einigen Neuerungen auf.



Die Wunsiedler Kneipennacht ist Party pur. Am Samstag geht es in elf Lokalen wieder hoch her.
Die Wunsiedler Kneipennacht ist Party pur. Am Samstag geht es in elf Lokalen wieder hoch her.   Foto: Florian Miedl

Wunsiedel - 13 minus 5 ist 8. Das weiß jeder. Doch mit dieser Rechnung wollte sich Rainer Rahn nicht abfinden. Er geht sogar so weit, es als "Blamage" zu bezeichnen, wenn am Samstag bei der 20. Wunsiedler Kneipennacht nur acht Locations geöffnet gewesen wären. Deshalb hat der Hauptorganisator alle Hebel in Bewegung, um Neues aufzutun. Mit Erfolg. Am 9. November wird in elf Wirtshäusern und Räumlichkeiten die längste Nacht des Jahres gefeiert.

Das Programm

Musik:

Café Game: Chicken Hot Pot

Zboros: Barrelhouse Blues Band

Zur ewigen Baustelle: Bite the Beagle

Zoiglmoos: Werner Thieroff

Museums-Café: Die Keller-Band

Markt 1: Fichtelgebirgs-Allstars

Wunsiedelei: W. Schulz

Neucherl: D’Gipsy

Zum Bernhard: Effi

TSG-Vereinsheim: Druck 3

WUNstage (ehemaliger Schlecker-Markt): Mistfinks, Dreadskin, Kick Box, Things - Elena Steri & Brickwater.

 

Beginn: 20 Uhr.

Tage vor dem Event ist "Mister Kneipennacht" tiefenentspannt. In seinem Kellerbüro, das er als "Zentrale" der Kult-Veranstaltung bezeichnet, hängt das bunte Plakat, das auf die große Fete am Samstag hinweist. Vor seinem Computer liegt die Checkliste, die Rahn in den vergangenen Wochen und Monaten feinsäuberlich abgearbeitet hat. Im Rechner selbst hat er alles Wissenswerte über die Kneipennacht abgespeichert.

 

So weiß er aus dem Effeff, dass als Rekord 15 teilnehmende Wirtshäuser in der Statistik stehen, weniger als neun waren es in den vergangenen zwei Jahrzehnten nie. "Da sind wir heuer mit 11 Kneipen ganz gut dabei. Obwohl im Vergleich zum Vorjahr fünf Lokale weggefallen sind", sagt Rahn im Gespräch mit der Frankenpost. Er lässt durchblicken, dass es schwerer geworden ist, eine derartige Großveranstaltung auf die Beine zu stellen. Das weit verbreitete Wirtshaussterben ist auch an Wunsiedel nicht spurlos vorübergegangen.

Besonders schmerzt es "Mister Kneipennacht", dass der "Wunsiedler Hof", den die Stadt samt Fichtelgebirgshalle verkaufen will, in diesem Jahr als Tanzcafé wegfällt. Hier fühlten sich vor allem die Partygänger pudelwohl, die an diesem Abend bei der passenden Musik eine flotte Sohle aufs Parkett legen wollten. "Das Ganze ist bedauerlich. Man muss einräumen, dass wir deshalb nichts Vergleichbares mehr anbieten können", stellt Rahn fest. Nicht mehr dabei bei der Jubiläumsauflage sind das "Shisha-Café" in der Maximilianstraße und die "Losburg" am Marktplatz. Und noch eine kultige Stätte fehlt am Samstag im Programm: Das "Sechsämter-Probierstübchen", das zuletzt immer der Lions-Club bewirtet hatte. Das sei nicht mehr möglich, weil die Immobilie verkauft worden ist. Die "Königsstuben" pausieren wie schon im vergangenen Jahr.

Stirnrunzeln bereitet diese Situation dem Hauptorganisator inzwischen nicht mehr. Denn es gibt Ersatz, Anderes. So zum Beispiel das Vereinsheim der Tanzsportgarde in der Dammgasse, das bis vor Kurzem die Heimstatt der Wanderfreunde war. Rahn freut sich über diese neue Location: "Ich glaube, in diesen Räumen waren bislang die wenigsten Wunsiedler. Es ist toll, dass die Tanzsportgarde, die von sich aus auf mich zugekommen ist, mitmacht." Und in diesem Vereinsheim spielt gleich noch eine Band, die ihr Kneipennacht-Debüt gibt: "Druck 3".

Apropos Debüt: Bei der "WUNstage", die wieder in den früheren Schlecker-Markt in der Ludwigstraße einzieht, tritt mit den "Mistfinks" eine Gruppe auf, die beim Thiersteiner Burgsommer schon einmal den Band-Contest gewonnen hat. "Das ist echt der Hammer. Die spielen einen super Rockabilly", ist bei Rahn bereits die Vorfreude zu spüren. Zudem hat der "Wunstock"-Verein zwei weitere Bands für diesen Abend gewinnen können.

Das Wunsiedler Bürgerforum selbst, das der Ausrichter dieses Events ist, sorgt in der Fußgängerstunde für einen Paukenschlag. Am Marktplatz 1 werden die "Fichtelgebirgs-Allstars" mit ihrem Sänger Reinhard "Reini Wunschel", die im vergangenen Jahr das "Zboros" bis in die frühen Morgenstunden gerockt haben, im Schaufenster spielen. Auf diese Premiere sind nicht nur Rainer Rahn sowie seine Mitstreiter Waltraud und Sven Hackl und German Hackl gespannt, sondern bestimmt auch viele Wunsiedler. Die Bewirtung übernimmt hier das "Luisenburg-Bar-Team", das seit Jahren die Gäste auf der Felsenbühne mit Getränken versorgt.

Musikalisch gibt es am Samstag ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gruppen und Künstlern. "Chicken Hot Pot" gehört da ebenso dazu wie "Bite the Beagle", "Effi", "W. Schulz", die "Keller-Band" oder Werner Thieroff. Erst einmal war bislang die "Barrelhouse Blues Band" zu Gast, dieses Mal hat es wieder geklappt.

Wie alle Jahre zuvor bekommen die Partygänger in der ersten Kneipe ein Bändchen. Mit diesem können sie dann für acht Euro von Kneipe zu Kneipe zu ziehen. Elf Locations hält Rahn mittlerweile für eine sehr gute Zahl, um ohne großen Stress alle Stationen aufzusuchen. Er wird es auf alle Fälle wieder tun. "Aber auch für den Mister Kneipennacht hat diese Nacht nur sieben Stunden zum Feiern", sagt Rahn mit einem Schmunzeln. Selbstverständlich stehen am Ende der Nacht der Nächte wieder Busse bereit, um die Besucher auf drei Routen sicher nach Hause zu bringen.

Noch etwas bange verfolgt Rahn die Wetter-Prognosen. Regen ist angesagt. Deshalb sein Tipp an alle Partygänger: Unbedingt Knirps mitnehmen.

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Matthias Vieweger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
19:32 Uhr

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Matthias Vieweger

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
19:32 Uhr



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