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Turner begeistern mit Erotik

"Außer Spesen nichts gewesen" enthüllt die Intrigen von Familie Müller - und strapaziert die Lachmuskeln der Zuschauer im Kirchenlamitzer Turnheimsaal.



Postbote Martin als Callboy (Simon Schricker) mit Max (Stefan Schneider) begeisterten bei der Premiere (linkes Bild). Ganz hingerissen von der bezaubernden Krankenschwester Natascha (Heike Hübner) ist Opa Gustav (Udo Tröger). Mehr Bilder gibt es unter www.frankenpost.de im Internet. Fotos Willi Fischer
Postbote Martin als Callboy (Simon Schricker) mit Max (Stefan Schneider) begeisterten bei der Premiere (linkes Bild). Ganz hingerissen von der bezaubernden Krankenschwester Natascha (Heike Hübner) ist Opa Gustav (Udo Tröger). Mehr Bilder gibt es unter www.frankenpost.de im Internet. Fotos Willi Fischer   » zu den Bildern

Kirchenlamitz - Der Turnverein 1887 ist als Traditions-Verein und als größter Verein der Stadt Kirchenlamitz nicht nur sportlich auf der Höhe, sondern bewegt sich auch erfolgreich auf dem gesellschaftlichen und kulturellen Parkett. Dies haben jetzt die elf Mitwirkenden der Theatergruppe in sieben Aufführungen unter Beweis gestellt. Zur Aufführung kam der Schwank "Außer Spesen nichts gewesen" von Bernd Gumpold. Dabei legten die Darsteller beeindruckendes schauspielerisches Talent an den Tag.

Das Stück hatte es in sich: ein urkomisches Verwirrspiel mit knisternder Erotik und Doppelmoral. Bei Familie Müller herrscht Aufbruchs-Chaos, denn alle Familienmitglieder stehen kurz vor einer Reise. Mutter Elisabeth (Karina Tröger) fährt zur Kur. Tochter Sabrina (Rebekka Menzel) will mit ihrem neuen Freund zu einer Rucksacktour nach Tibet aufbrechen. Opa Gustav (Udo Tröger) hingegen muss unbedingt an einer Seniorenwallfahrt nach Rom teilnehmen, während Vater Gottfried (Rainer Gärtner) schon die Reiseutensilien für eine berufliche Fortbildung packt. Unglücklicherweise hat er sein Bein verstaucht und humpelt mit einer Schiene umher. Gottfrieds Frau Elisabeth zögert deshalb, ihre Kur überhaupt anzutreten.

Besorgt ermahnt sie ihren Ehegatten: "Andere lassen sich krankschreiben bei so einer Verletzung." Als scheinbar pflichtbewusster Beamter antwortet Gottfried: "Kommunikations-Training, das ist enorm wichtig. Und als Beamter bekomme ich sogar Reisekosten und Fahrgeld dafür. Ich wäre ja blöd, nicht auf Fortbildung zu gehen." Gottfried setzt trotz aller Bedenken alles daran, dass alle Familienmitglieder wie geplant verreisen.

Das hat auch einen eigennützigen Grund, der außerhalb der bürgerlichen Moralvorstellungen steht. Gottfried hat hocherotische Fantasien, die darin gipfeln, sich mit Natascha (Heike Hübner), einem russischen Callgirl aus dem zwielichtigen Erotikgewerbe, zu vergnügen. Allerdings werden Gottfrieds Vorbereitungen von der äußerst aufdringlichen Nachbarin Helene (Monika Gärtner) durchkreuzt.

In all diesem Chaos klingelt andauernd der sympathische Paketbote Martin (Simon Schricker), der brisante Pakete mit Sexartikeln bringt. Der frivole Opa Gustav täuscht seine avisierte Reise ebenfalls nur vor, um die sturmfreie Bude für ein ausgelassenes Gelage mit seinem Freund Max (Stefan Schneider) zu nutzen. Beim Eintreffen des russischen Callgirls ruft Gustav: "Natascha! Das macht mehr Spaß als die Seniorenwallfahrt".

Mitten in das Geschehen platzt dann noch Postbote Martin hinein. Er verkündet: "Mal wieder Expresszustellung." Erstaunt stellt er fest: "Wow, dieses Mal von Sexy-Hexy." Elisabeths Mutter Frieda (Katrin Dogan), die zum Blumengießen bestellt ist, fällt wegen des totalen Chaos in Ohnmacht. Und auch Elisabeth kommt unerwartet nach Hause, sie will sich daheim von dem charmanten Wunderheiler Yogi (Benjamin Sieber) behandeln lassen.

So ist keiner ist wie geplant verreist und jeder versucht mit wilden und haarsträubenden Geschichten ein Geheimnis zu vertuschen. Am Ende stellt sich zu allem Übel heraus, dass Yogi und Natascha Betrüger sind, die es nur auf Geld abgesehen haben.

Und was geschieht mit Tochter Sabrina? Sie erteilt ihren Eltern eine heilsame Lektion und kommt zum Schluss noch mit ihrem sehnsüchtig geliebten neuen Freund zusammen. Bei dem heillosen Durcheinander mit Täuschungen, Betrügereien und unwahrscheinlichen Missverständnissen wurden die Lachmuskeln des begeisterten Publikums strapaziert. Zum Schluss wurde jedem der "Schwindler" zur Erkenntnis der Spiegel vorgehalten.

Glänzen konnten die Turner nicht nur mit ihren originellen Kostümen, sondern auch mit der Bühnenausstattung, in die sogar eine Pole-Dance-Stange integriert war. Die Premiere in dem bis auf den letzten Platz besetzten Turnerheimsaal zeigte, dass die Theatergruppe den Geschmack der Zuschauer getroffen hat.

—————

Restkarten sind noch für drei Termine, und zwar am Freitag, 11. Oktober, am Samstag, 12. Oktober, und am Sonntag, 13. Oktober, im Jeans-Laden Sabine Müller in Kirchenlamitz am Marktplatz und an der Abendkasse erhältlich.

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Willi Fischer

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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
18:06 Uhr

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Willi Fischer

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Veröffentlicht am:
07. 10. 2019
18:06 Uhr



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