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Wunsiedel

Wachwechsel der Kreisbrandmeister

Reinhold Brandwein zieht sich vom Amt zurück, wird der Feuerwehr aber weiter verbunden bleiben. Sein Nachfolger ist Danny Stopp.



Kreisbrandrat Wieland Schletz, der frisch gebackene Kreisbrandmeister Danny Stopp, Gertraud Brandwein, Ehrenkreisbrandmeister Reinhold Brandwein und Landrat Dr. Karl Döhler (von links) bei der Verabschiedung im Landratsamt.	Foto: Daniela Hirsche
Kreisbrandrat Wieland Schletz, der frisch gebackene Kreisbrandmeister Danny Stopp, Gertraud Brandwein, Ehrenkreisbrandmeister Reinhold Brandwein und Landrat Dr. Karl Döhler (von links) bei der Verabschiedung im Landratsamt. Foto: Daniela Hirsche  

Wunsiedel - Nach 13 Dienstjahren in der Kreisbrandinspektion Wunsiedel im Fichtelgebirge ist Kreisbrandmeister Reinhold Brandwein im Rahmen einer Feier im Sitzungssaal des Landratsamtes verabschiedet worden. Ihm folgt Danny Stopp aus Schönwald nach, der bei der Veranstaltung von Landrat Dr. Karl Döhler zum neuen Kreisbrandmeister bestellt wurde. An der Feier nahmen neben Führungskräften der Kreisbrandinspektion auch Abordnungen der Feuerwehren aus dem Zuständigkeitsbereich von Reinhold Brandwein sowie Bürgermeister Klaus Jaschke aus Schönwald und Klaus von Stetten, dritter Bürgermeister aus Selb, teil.

Landrat Dr. Karl Döhler und Kreisbrandrat Wieland Schletz würdigten die Leistungen von Reinhold Brandwein, der seit fast 50 Jahren als Feuerwehrmann aktiv ist. Bereits im Jahr 1971 trat Reinhold Brandwein in die Freiwillige Feuerwehr Inchenhofen im Landkreis Aichach-Friedberg ein. 1985 sei er nach Heidelheim gekommen, wo er seither zuverlässig seinen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr versehe, berichtete Landrat Dr. Döhler aus der Vita von Reinhold Brandwein. Von 1989 bis Januar 2019, also 30 Jahre lang, habe Brandwein als Kommandant an der Spitze der Heidelheimer Wehr gestanden.

Nun gehe er auf eigenen Wunsch auch als Kreisbrandmeister in den Ruhestand. Reinhold Brandwein werde der Kreisbrandinspektion jedoch auf jeden Fall noch weiterhin als Schiedsrichter für die Leistungsprüfungen erhalten bleiben, betonte der Landrat. Döhler bezeichnete die Freiwilligen Feuerwehren als "großen Stabilitätsfaktor in der Gesellschaft" und betonte, wie wichtig und wertvoll es sei, dass es Menschen gebe, die für die Gemeinschaft etwas leisten wollten und auch Tag und Nacht einsatzbereit seien. Dabei wies er auf die zahlreichen Brände gerade in den vergangenen Tagen hin. Danny Stopp, der seit 1999 bei der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald aktiv ist, habe seine Führungsqualitäten bereits unter Beweis gestellt und werde nun Reinhold Brandwein als Gebiets-Kreisbrandmeister nachfolgen, freute sich Landrat Dr. Döhler.

Kreisbrandrat Wieland Schletz wies darauf hin, wie notwendig funktionierende Führungsstrukturen seien, vor allem, wenn, wie in der vergangenen Woche, plötzlich die Funkalarmierung ausfällt. Schletz betonte, dass Reinhold Brandwein viel daran gelegen habe, dass alles gut und reibungslos weiterlaufe, wenn er als Kreisbrandmeister in den "Ruhestand" gehe. "Ich danke Dir für Deinen Einsatz in der Kreisbrandinspektion, für Deine Loyalität, Offenheit, Einfallsreichtum und Deine Zähigkeit", stellte der oberste Brandschützer des Landkreises fest. Reinhold Brandwein sei immer engagiert für die Belange der Feuerwehren eingetreten, sein Sachverstand sei hier ungemein hilfreich gewesen.

Wieland Schletz dankte auch Gertraud Brandwein, die ihren Ehemann für die Feuerwehr häufig habe entbehren müssen. Der "Feuerwehrvirus" sei auch auf die beiden Töchter des scheidenden Kreisbrandmeisters übergesprungen, scherzte der Kreisbrandrat, und sogar sein Schwiegersohn komme aus dem "Blaulicht-Milieu". Der Kreisbrandrat verkündete abschließend: "Wir werden Reinhold Brandwein heute in den Kreis der Ehrenführungsdienstgrade aufnehmen."

Reinhold Brandwein selbst bedankte sich für die Kameradschaft bei der Feuerwehr, ein besonderer Dank galt auch seiner Frau, die ihm die Zeit für seine Tätigkeit bei der Wehr gegeben habe. Der scheidende Kreisbrandmeister kündigte an, dass er sowohl weiterhin als Schiedsrichter als auch bei der Führerscheinausbildung zur Verfügung stehen werde.

Kreisbrandrat Schletz stellte dann den neuen Kreisbrandmeister Danny Stopp vor, der seit März 2015 ebenfalls als Schiedsrichter tätig sei. In den vergangenen Jahren sei Stopp als Zugführer im Einsatzdienst der Schönwalder Wehr tätig. Als deren Leiter des Atemschutzes zeichne er für die Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräte, deren Wartung sowie die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger verantwortlich. "Danny Stopp ist für seine neue Funktion sehr gut qualifiziert und auch ein sehr beliebter Feuerwehrkamerad", sagte der Kreisbrandrat. Stopp hat am 1. Juli die Zuständigkeit für den Bereich der Feuerwehren im Stadtgebiet Schönwald sowie in den Gemeindegebieten Thiersheim, Thierstein und Höchstädt übernommen. Durch diese Umstrukturierung werde die Belastung von Kreisbrandmeister Thomas Greipel, der weiter die Wehren der Stadtgebiete Arzberg, Hohenberg und des Marktes Schirnding betreue, erheblich gesenkt. Durch den Wegfall der KBM-Bereiche 2/1 und 2/2 sei der Stadtbrandinspektor der Stadt Selb, Mario Hoffmann, für seine zwölf Stadtteilwehren selbst zuständig, erläuterte Schletz und gab bekannt, dass Stopp nach Weisung von Fachbereichsleiter Armin Welzel zusätzlich auch in der Ausbildung tätig sei.

"Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben", sagte Danny Stopp als er die Ernennungsurkunde in Händen hielt. "Ich weiß, dass die Mitglieder unserer Feuerwehren alle gut ausgebildet sind und sich hier maximal engagieren", stellte auch Landrat Dr. Karl Döhler abschließend fest, bevor er alle Anwesenden zu einem Imbiss einlud.

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Daniela Hirsche
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:46 Uhr

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Autor

Daniela Hirsche

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:46 Uhr



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