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Wunsiedel

Wertvolle Lebensräume im Fichtelgebirge

Naturpark-Ranger geben Einblicke in die heimische Flora und Fauna. Dabei geht es auch um die Rolle des Menschen.



Naturpark-Ranger Andreas Hofmann zeigt bei der Führung "Urige Wälder" einige anschauliche Tierpräparate. Foto: Naturpark Fichtelgebirge
Naturpark-Ranger Andreas Hofmann zeigt bei der Führung "Urige Wälder" einige anschauliche Tierpräparate. Foto: Naturpark Fichtelgebirge  

Wunsiedel - Schützenswerte Lebensräume trotz oder wegen Eingriffen des Menschen? Um diese Frage zu beleuchten, haben die Ranger des Naturparks Fichtelgebirge bei ihren Führungen verschiedene, vom Menschen beeinflusste Lebensräume unter die Lupe genommen.

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, war das Gelände des Freilandmuseums Grassemann am Fuße des Ochsenkopfs ein Anlaufpunkt. Dort ist eine artenreiche Wiesenlandschaft entstanden, die sich zu einem artenreichen Hotspot entwickelt hat, wo auch Bärwurzwiesen wachsen. Die Bärwurz-Pflanze gilt als gefährdete Art und ist in Bayern nur noch in den Naturparks Frankenwald und Fichtelgebirge zu finden. Um die Bärwurzwiesen zu erhalten, ist eine besondere Art der landwirtschaftlichen Nutzung und Landschaftspflege nötig, heißt es in der Mitteilung. Die Landwirte mähen und entbuschen die Bergwiesen und bewahren so die Bärwurzvorkommen.

Im nördlichen Teil des Fichtelgebirges faszinierte die Teilnehmer beim zweiten Termin der rund um den Epprechtstein gelegene Lebensraum der Granit-Steinbrüche. Mit den Naturpark-Rangern und dem Geopark Bayern-Böhmen ging es um die frühere Granitgewinnung sowie die heutige Nutzung und die wertvollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Heute bieten die vor Jahrzehnten stillgelegten Brüche einmalige Lebensräume für eine Vielzahl an Arten, so etwa den Uhu, den es nach den Richtlinien der EU besonders zu schützen gilt. Die im Fichtelgebirge heimischen Eulen benötigen große zusammenhängende, altholzreiche Waldbestände und störungsarme, aufgelassene Steinbrüche als Lebens- und Nistraum.

Dieser aktiven Nutzung der Natur stehen die Schutzgebiete gegenüber, die im Mittelpunkt der dritten Ranger-Führung standen. Ein solches Schutzgebiet ist rund um den Waldsteingipfel zu finden, wo die Teilnehmer unter dem Motto "Urige Wälder?!" das Naturwaldreservat unter die Lupe nahmen. Das Naturwaldreservat zeichnet sich durch seinen hohen Anteil an Totholz aus - ein idealer Lebensraum für viele gefährdete Tier- und auch Pilzarten.

Mit der Reihe "Mit den Rangern unterwegs" werden im gesamten Naturpark Fichtelgebirge bei jeder Führung unterschiedliche Lebensräume und die jeweilige Rolle des Menschen beleuchtet. Über das gesamte Jahr verteilt, variieren die Themen und Startpunkte im Wandel der Jahreszeiten. In der Winterzeit werden sich die Teilnehmer bei einer geführten Tour durch Wald und Flur auf die Spur von Tieren heften und erkunden, wie verschiedene Arten dem Winter trotzen.

Hinweise auf künftige Veranstaltungen finden Interessierte auf der Naturparkhomepage www.naturpark-fichtelgebirge.org. Bei Fragen können sie sich auch direkt bei den Naturpark-Rangern Andreas Hofmann, Ronald Ledermüller und Isabell Niclas unter der Mail ranger@naturpark-fichtelgebirge.org melden. red

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Veröffentlicht am:
15. 10. 2020
15:54 Uhr

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15. 10. 2020
15:54 Uhr



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