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Bayern Hof

Alles ganz schön kompliziert

Alexander Spindler steckt mit der SpVgg Bayern Hof in der Vorbereitung auf den Rest der Bayernliga-Saison. Die Ergebnisse stimmen - im Weg stehen aber ein paar Hindernisse.



Weiß ganz genau, was er will: Alexander Spindler, Trainer der SpVgg Bayern Hof. Foto: Mario Wiedel
Weiß ganz genau, was er will: Alexander Spindler, Trainer der SpVgg Bayern Hof. Foto: Mario Wiedel  

Einem Datum ordnet Alexander Spindler momentan alles unter: dem 2. März. Dann muss alles passen. Dann darf es keine Ausreden mehr geben. Dann wird es wieder ernst für den Trainer und seine SpVgg Bayern Hof in der Fußball-Bayernliga Nord. Die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel des Jahres (bei der DJK Ammerthal) läuft auf Hochtouren - doch nicht nur auf dem Feld gibt es spannende Themen. Ein Überblick:

 

 

Die Form

Vier Testspiele, drei Siege, ein Unentschieden: Die SpVgg Bayern Hof ist ganz gut aus den Startlöchern gekommen. Gegen den thüringischen Verbandsligisten SG Weida/Wünschendorf gab es einen souveränen 3:1-Erfolg, auch beim 4:2 gegen den Landesligisten TSV Neudrossenfeld gingen die Hochfranken als Sieger vom Platz. "Wir haben uns in diesen Spielen kleine Ziele gesetzt - zum Beispiel ging es erst einmal darum, unser neues System mit einer Dreierkette ordentlich umzusetzen", sagt Spindler. Und der Coach darf feststellen: Ziel erreicht. Denn auch beim 3:1 gegen den SV Friesen (Landesliga Nordost) ließen die Hofer nichts anbrennen. Nur gegen die U 21 des tschechischen Klubs Viktoria Pilsen reichte es nicht zu einem Erfolg (2:2). Die Erkenntnis, die letzten Endes bleibt, ist eindeutig: Die SpVgg Bayern hat nicht allzu viel Winterspeck angesetzt, die Spieler ziehen mit. Spindler wird es freuen - wenngleich er nicht die Chance erhält, gegen ein höherklassiges Team zu testen: "Natürlich hätten wir in der Vorbereitung gerne gegen einen Regionalligisten gespielt, aus verschiedenen Gründen hat sich das aber nicht ergeben."

 

Das Personal

Spindler wird hier sehr deutlich: "Auf den Außenbahnen sind wir zu dünn besetzt. Hier hätten wir eine Verstärkung sehr gut gebrauchen können." Das Problem: Der Markt war für die Hofer zu dünn besetzt - und dann ist da noch die Sache mit dem Euro. "Winter-Transfers sind teurer als Sommer-Transfers. Das stand für uns in keinem Verhältnis", betont Spindler. Und so muss der Bayern-Coach eben mit dem zurechtkommen, was er zur Verfügung hat. David Oxenfart (jetzt Weida/Wünschendorf), Kaan Özdemir (SV Mitterteich) und Johannes Hamann (Kickers Selb) zählen nicht mehr zum Kader des Bayernligisten, das war aber auch so geplant. Denn grundsätzlich sollte sich der Kader - an den richtigen Stellen - schon verkleinern.

Die Verletzten

Hier dürften die Hofer Fans vor allem an einen Namen denken: Malik McLemore. Der Offensivspieler zog sich vor ein paar Wochen einen Teileinriss im Adduktorenbereich zu. Nun gibt Spindler leichte Entwarnung. Sein Plan sieht vor, dass der Leistungsträger in diesen Tagen wieder vorsichtig ins Training einsteigt - und das gilt auch für Felix Strößner und Dennis Fiebiger. "Individuelle Einheiten machen sie schon. In den nächsten Tagen werden wir sie ins Mannschaftstraining integrieren", sagt Spindler. Er ergänzt: "Das wird erst einmal noch mit angezogener Handbremse sein." Für Strößner und Fiebiger war monatelang nicht ans Fußballspielen zu denken. Beide erlitten einen Kreuzbandriss.

 

Das Ziel

Es ist für Alexander Spindler gar nicht so leicht, ein bestimmtes Ziel zu formulieren. Grundsätzlich sagt er: "Ich will immer gewinnen - und ich will in der Tabelle immer so weit oben wie möglich stehen." Blickt man nun aufs Klassement der Bayernliga Nord, so wird klar: Nach oben geht bei 16 Zählern Rückstand auf Rang zwei nichts mehr, nach unten wird bei zwölf Punkten Vorsprung wohl auch nichts mehr anbrennen. Das macht es für den Coach kompliziert: "Es ist schon sehr schwierig, die Anspannung in der Vorbereitung bei dieser Ausgangslage ständig hochzuhalten." Auf der anderen Seite sei es für Spindler persönlich eine sehr interessante Situation. Interessant? Warum denn das? "Ich schaue mir genau an, welche Spieler trotzdem Vollgas geben und motiviert sind Das ist schließlich auch für unsere Kaderplanung in der nächsten Spielzeit wichtig." Damit liefert Alexander Spindler eine Steilvorlage, denn ...

 

Die Zukunft des Trainers

... noch ist es nicht sicher, ob der 31-Jährige auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie stehen wird. Spindler kann sich vorstellen, auch in der Spielzeit 2019/2020 Trainer bei den Saalestädtern zu sein. Das ist kein Geheimnis. Aber was macht der Verein? "Der Ball liegt im Moment beim Präsidium, ich habe noch nichts gehört", sagt Spindler. Druck wolle er keinen ausüben, es sei aber sicher nicht schlecht, irgendwann Gewissheit zu haben. Der Hofer Coach gibt sich hier selbstbewusst und glaubt, gute Argumente für eine weitere Zusammenarbeit auf seiner Seite zu haben: "Ich denke, ich bin im Herrenbereich voll angekommen. Unter Wert muss ich mich mit Sicherheit nicht verkaufen." Spindler hält es speziell im Bezug auf die Mannschaft für wichtig, dass auf der Trainerposition bald Klarheit herrscht: "So ein Signal an das Team wäre gut, um für die Zukunft planen zu können."

 

Die Witterung

Hier teilen viele Vereine aus der Region ein und dasselbe Leid. Mal Schnee, mal Regen, erst extrem kalt, dann wieder mild - das Wetter stellt einige Klubs in der Vorbereitung vor große Herausforderungen. "Zum Glück können wir auf Kunstrasen trainieren", sagt Spindler. Er verrät mit einem Schmunzeln: "Für uns alle ist die Vorbereitung kein Zuckerschlecken, Heron Miranda zittert aber am meisten." Weil das Wetter oft verrückt spielt, wollte Spindler eine Sache im Vorbereitungsplan unbedingt festmachen. "Ich wollte nicht, dass der letzte Test vor unserem ersten Pflichtspiel in diesem Jahr ausfällt", sagt er. Was tat Spindler? Er blickte sich in milderen Gefilden um und vereinbarte am 23. Februar ein Testspiel gegen den Nordost-Landesligisten TSV Nürnberg-Buch.

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Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
11. 02. 2019
20:00 Uhr

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