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Bayern Hof

Ein Experiment stößt auf Skepsis

Die SpVgg Bayern Hof nutzt die Vorbereitung zum Testen. Coach Alexander Spindler versucht ein neues System. Der erste Eindruck macht Mut. Trotz der Widerstände.



Zweimal netzte Adam Hajek am Samstag gegen den SV Friesen ein. Doch sein Coach mahnte: Er hätte noch öfter treffen müssen. Foto: Mario Wiedel
Zweimal netzte Adam Hajek am Samstag gegen den SV Friesen ein. Doch sein Coach mahnte: Er hätte noch öfter treffen müssen. Foto: Mario Wiedel  

SpVgg Bayern Hof - SV Friesen 3:1 (2:0)

SpVgg Bayern Hof: Lang - Vogel, Chocholousek, Schmidt, Knoll, Winter, Fleischer, Hajek, Bifano, Kyndl (eingewechselt: Schuberth, Schraps, Richter, Oral, Kavalir).

Schiedsrichter: Klerner (Lichtenfels). - Tore: 5. Min. Fleischer 1:0, 35. Min. Hajek 2:0; 67. Min. Daumann 2:1 (Elfmeter); 84. Min. Hajek 3:1.

Oft in der laufenden Saison in der Fußball-Bayernliga stand die SpVgg Bayern Hof vor einem Problem: Der Gegner agierte sehr defensiv, das Hofer Team wusste aber nicht so recht Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen. Eine Lösung muss her: Hofs Coach Alexander Spindler setzt auf eine Umstellung des Systems. Die Dreierkette soll Abhilfe schaffen. "Mit der Viererkette hatten wir Probleme, Torchancen zu kreieren", sagt Spindler, "und waren dann auch noch konteranfällig." Mit einer Dreierkette in der Defensive soll dies anders werden. Das Testspiel gegen Friesen, in dem Spindler genau wie gegen Neudrossenfeld in der Vorwoche, das neue System spielen ließ, verspricht schon einmal viel. Gegen den Landesligisten siegten die Hofer deutlich mit 3:1. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen müssen. "Die Chancenverwertung war mangelhaft bis ungenügend", sagt Spindler.

Dass sein Team aber überhaupt eine Vielzahl an Chancen herausspielt, ist hingegen ein Zeichen, dass das Experiment schon greift. Es greift trotz der Skepsis, die Spindler verspürt. "Natürlich ruft das Skepsis hervor", sagt er. "Viele Spieler sind nicht in einer Dreierkette ausgebildet und fühlen sich in der Viererkette wohler." Spindler muss seine Jungs daher von den Vorteilen überzeugen.

Und was wäre ihm da gelegener gekommen als ein Testspiel, in dem sein Team eine Halbzeit lang den Gegner dominierte. Gegen Friesen war dies nach der Pause der Fall. Im ersten Abschnitt hatten die Frankenwäldler dem Bayernligisten noch deutlich mehr abverlangt. In der Anfangsphase hatte sich ein offener Schlagabtausch entwickelt. "Da hätte es auch schon 3:3 stehen können", sagt Spindler. "Wir mussten uns erst finden."

Nach deutlichen Worten zur Pause - Hof hatte trotz des offenen Spiels zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:0 geführt - stellte sich der Favorit immer besser auf das Spiel und Gegner ein. "Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf ein Tor", sagte Spindler. Friesen hatte große Probleme mit dem (neuen) Hofer Spiel. Denn der Vorteil der Dreierkette kam zum Vorschein: Friesen stellte entweder die Hofer Außenbahn zu, dann kombinierten sich im Zentrum Kevin Winter und Matej Kyndl vors Tor. Oder Friesen machte das Zentrum dicht, dann kam Hof über die Flügel gefährlich vors Tor. So oder so: Hof war kaum zu bremsen. Nur durch sich selbst. So fiel statt weiteren Hofer Treffern zunächst der Anschlusstreffer nach einem Foulelfmeter. Spindlers Kritik: "Uns hat dann die maximal professionelle Einstellung gefehlt, was es ausmacht, ein Testspiel zu bestreiten."

Immerhin hat aber das taktische Experiment auch schon die ersten Gewinner zu Buche stehen: So blüht beispielsweise Ondrej Chocholousek auf. "In der Viererkette war er nur mit Verteidigen und Ballverteilen beschäftigt. Jetzt kann er seine Dynamik und die technischen Qualitäten ins Offensivspiel einschalten", lobt Spindler seinen torgefährlichen Defensivspieler. Der junge Loris Vogel machte bislang seine Sache im Zentrum der Dreierkette gut. Er ersetzt derzeit den verletzten Heron Miranda. Der Dritte im Bunde ist Tom Feulner, dessen Qualitäten ob mit Dreier- oder Viererkette fraglos bekannt sind. msc

FC Viktoria Pilsen U 21 -

SpVgg Bayern Hof 2:2 (1:0)

Bei angenehmen Temperaturen entwickelte sich auf dem gut bespielbaren Kunstrasenplatz in Pilsen ein gutes und intensives Spiel. Die Heimmannschaft ging in der 20. Minute in Führung, die die Hofer Gäste jedoch durch einen Foulelfmeter durch Kyndl zum 1:1 ausgleichen konnten (50.). Eine Viertelstunde später gingen die Pilsener erneut in Führung. Doch die ersatzgeschwächten Hofer - es fehlten mit Fleischer, Seiter, McLemore und Miranda vier Stammspieler - kamen noch einmal ins Spiel zurück. Kavalir erzielte acht Minuten vor Schluss den verdienten 2:2-Ausgleich.

 

FC Eintracht Münchberg -

SpVgg Selbitz 3:3 (2:1)

FC Eintracht Münchberg: Fiebiger, Rietsch, Ott, N. Hübler, Strößner, D. Pajonk, Frank, F. Lang, Preißinger, T. Lang, L. Köhler (eingewechselt: S. Szewzyk, Schuberth, J. Köhler, Schütz, P. Rüger, Jakob, Bippus).

SpVgg Selbitz: Heger, Findeiß, Drechsel, M. Lang, Herrmann, Gebhardt, Renger, Kaschel, Hackenberg, Gerull, Pohl (eingewechselt: Strootmann, Schödel, Heblik, Czaban, Wich).

Schiedsrichter: Dippold (FC Wiesla Hof). - Zuschauer: 30 (in Hof). - Tore: 5. Min. L. Köhler 1:0, 7. Min. Pohl 1:1, 15. Min. Rietsch 2:1, 50. Min. Gebhardt 2:2, 67. Min. T. Lang 3:2, 89. Min. Gerull 3:3.

Der FC Eintracht Münchberg zeigte gegen den Landesligisten eine sehr gute Teamleistung und brachte Selbitz an den Rand einer Niederlage. Auf dem Kunstrasen des FFC Hof entwickelte sich eine schnelle Partie, in der der Bezirksligist vor allem im ersten Durchgang klare Vorteile hatte. Die Bächer-Elf sprühte vor Spielfreude, störte Selbitz frühzeitig im Spielaufbau und war aggressiver in den Zweikämpfen. Einziges Manko war, dass Münchberg aus den zahlreichen Chancen nicht mehr Kapital schlug. So war der knappe Halbzeitrückstand etwas schmeichelhaft für den Frankenwäldler. Die Tore fielen bereits in der Anfangsphase. Lucas Köhler vollendete einen schnell vorgetragenen Angriff und Rietsch war mit einen sehenswerten Fernschuss erfolgreich. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Pohl blieb einer der wenigen gelungenen Aktionen der SVS in der ersten Halbzeit.

Nach der Pause wechselten beide Trainer zahlreich aus. Selbitz kam nun besser ins Spiel und setzte die FCE-Defensive unter Druck. Die Konsequenz war das frühe 2:2 durch Gebhardt. Wer nun dachte, der Landesligist wird seiner Favoritenrolle gerecht, sah sich getäuscht. Münchberg wurde wieder agiler und konnte sich aus der Umklammerung befreien. Nach einer Ecke von Schütz köpfte Torjäger Thorsten Lang ungehindert ein und brachte seine Farben erneut in Führung. In der Folgezeit verpasste es der FCE, durch seine Konter für die Entscheidung zu sorgen. Kurz vor Schluss gelang Selbitz noch der glückliche Ausgleich. Münchberg brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone heraus und über Umwege kam das Spielgerät zu Winterzugang Gerull, der nur noch einschieben musste. M.B.

 

FC Vorwärts Röslau -

TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf 3:1 (2:0)

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, S. Knoblauch, Smrha, Schmidt, Kurdoglu, Tamo, Benker, Schneider, Gezer, Hermann, Tonka (eingewechselt: N. Knoblauch, Siniawa, Deniz, Bafra).

Schiedsrichter: Gespann aus Tschechien. - Tore: 25. Min,. Schneider 1:0, 27. Min. Hermann 2:0, 70. Min. Gezer 3:0, 85. Min. Zapf 3:1 (Foulelfmeter).

Ein verdienter Sieg des Landesligisten, der auf dem Kunstrasenplatz in Eger vor allem in der ersten Halbzeit stark aufspielte. Schon in den ersten 20 Minuten hatten die Röslauer mehrere hochkarätige Chancen, um in Führung zu gehen. Die besorgte schließlich Schneider nach einer feinen Einzelleistung. Nur zwei Minuten später war Hermann bei einer missglückten Rückgabe des Bezirksligisten zur Stelle. Der Ball lief weiter wie am Schnürchen durch die Röslauer Reihen. Einziges Manko: die Chancenauswertung. In der zweiten Halbzeit hielt Kirchenlaibach deutlich besser dagegen, ohne die Sener-Elf ernsthaft in Gefahr zur bringen. Mit einem Sonntagsschuss erhöhte Winter-Neuzugang Gezer auf 3:0, ehe der TSV durch einen berechtigten Foulelfmeter noch zum verdienten Ehrentreffer kam.

 

SpVgg Bayern Hof U 19 -

Kickers Selb 1:0 (0:0)

Schiedsrichter: Hofmann (TSV Streitau); Tor: 59. Min. Krantz 1:0. - Die erste Halbzeit war überwiegend von Kampf und daraus resultierender Hektik geprägt. Obwohl sich das Geschehen weitgehend im Mittelfeld abspielte und Torchancen Mangelware blieben, war die Partie aber auf gutem Niveau, da beide auf Augenhöhe agierenden Mannschaften ein hohes Tempo vorlegten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Als fast eine Stunde vorüber war, fand jedoch Krantz eine Lücke in der Gästeabwehr. Er drang mit einer energischen Einzelleistung an zwei Selbern vorbei in den Strafraum ein und vollendete trocken zur Hofer Führung. Von nun an wurde das Geschehen einseitiger. Während bei den Kickers mit zunehmender Spieldauer die Kräfte nachließen und Verletzungen hinzukamen, wirkte der breit aufgestellte Bayern-Nachwuchs läuferisch weiterhin topfit. Dessen verdienter Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, zwei Mal stand der Pfosten im Weg. Sp

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10. 02. 2019
21:48 Uhr

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