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Bayern Hof

Mit taktischen Kniffen zum Erfolg

Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof will auch im dritten Spiel punkten. Doch beim Regionalliga-Absteiger in Seligenporten erwartet ihn am Sonntag eine schwere Aufgabe.



Der Neue in der Hofer Innenverteidigung: Ondrej Chocholousek (rechts). Der 23-jährige Tscheche bedrängt hier den Würzburger Torschützen Christian Dan.	Foto: Mario Wiedel
Der Neue in der Hofer Innenverteidigung: Ondrej Chocholousek (rechts). Der 23-jährige Tscheche bedrängt hier den Würzburger Torschützen Christian Dan. Foto: Mario Wiedel  

"Das wird schwieriger als zuletzt beim Würzburger FV", stellt Alexander Spindler nach seinem Videostudium fest. In dem Regionalliga-Absteiger SV Seligenporten sieht der Hofer Trainer in der noch jungen Bayernliga-Saison am Sonntag, 14 Uhr, einen echten Prüfstein für seine Elf. Sollte es am Ende zu einem Punkt reichen, wäre er hochzufrieden, sagt Spindler. Nach akribischer Analyse des Gegners sei er zu dem Schluss gekommen, dass Seligenporten am Ende der Saison wohl ganz oben mitmischen werde.

Müller fällt lange aus

Der 18-jährige Jonathan Müller, der zum Punktspielauftakt gegen die DJK Gebenbach als Innenverteidiger auflief, fällt lange aus. Nach einem Foul stürzte der junge Hofer und brach sich dabei die Schulter. Trainer Alexander Spindler rechnet mit einer mindestens dreimonatigen Pause für ihn.

 

Die aktuelle Tabelle blendet Spindler dabei aus: Nach zwei Spieltagen hat Seligenporten nur einen mageren Zähler auf dem Konto stehen. Einer 1:3-Auftaktniederlage gegen den Würzburger FV folgte ein glückliches 2:2-Unentschieden in Forchheim, glücklich deshalb, weil Seligenporten erst in der Nachspielzeit ausgleichen konnte. Für Spindler offenbarte sich aber auch in diesem Spiel die Stärke der Klosterer: "Die individuelle Qualität ist enorm."

 

Tatsächlich gab es in Seligenporten in der Sommerpause einen radikalen Umbruch: Sage und schreibe 18 Spieler verließen den Verein. Und auch Cheftrainer Roger Prinzen trat völlig unerwartet von der Kommandobrücke ab: Prinzen ergriff die Chance, zum 1. Juli Leiter der Nachwuchsabteilung beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim zu werden. So rückte der bisherige Co-Trainer Hendrik Baumgart zum Cheftrainer auf. Er versucht nun, aus den wenigen verbliebenen Spielern des Vorjahreskaders sowie zwölf Neuzugängen ein schlagkräftiges Team zu formen. Am besten eines, das am Saisonende ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden kann. Tatsächlich peilt Seligenporten den sofortigen Wiederaufstieg an. Unter den Neuen sind mit Marco Janz (vom FC Schweinfurt 05), Marco Wiedmann (von der SpVgg Greuther Fürth II) oder Mergim Bajrami (von der SpVgg Bayreuth) gestandene Regionalligaspieler. Viel versprechen sich die Klosterer zudem von der Verpflichtung dreier junger Amerikaner: Stürmer Zachary Hamm, Mittelfeldspieler Kamron Crow, 22, und Flügelflitzer Andreas Bauer, 19.

Zum Punktspielauftakt schickte Cheftrainer Baumgart eine völlig neuformierte Mannschaft aufs Feld. Sieben Neuzugänge waren in der Startelf. Noch fehlt es der Baumgart-Truppe an der Balance im Spiel. Eine Schwäche, die dem Hofer Coach bei seinem Videostudium nicht entgangen ist: "So groß die individuelle Klasse einzelner Spieler auch sein mag, es fehlt dem Team als Mannschaft noch etwas die Abstimmung." Allerdings ist dies eben auch eine Sache des Trainings. Von daher weiß Spindler: "Jeder Trainingstag mehr spielt ihnen da in die Karten."

Doch Bangemachen gilt nicht. Spindler und seine Mannschaft haben in den ersten beiden Spielen viel Selbstbewusstsein getankt. Sowohl in der Auftaktpartie beim 3:2-Sieg gegen Gebenbach als auch beim 1:1 zuletzt in Würzburg waren die Fortschritte im taktischen Verhalten unverkennbar.

Taktik: Darauf legt Spindler große Wert. Er verlangt hier viel von seinen Spielern, will, dass sie kurzfristig ihre Positionen wechseln können. "Meine Idee von Fußball ist, dass meine Mannschaft während der 90 Minuten nicht an einem System klebt, sondern mit Systemwechseln den Gegner vor Probleme stellt." Alexander Spindler verlangt Vielseitigkeit von seinen Spielern und einen wachen Kopf. "Das geht nicht von heute auf morgen, das erarbeiten wir uns hart im Training", sagt der Coach und freut sich zugleich, dass jeder voll mitziehe: "Die Grundstimmung in der Mannschaft ist sehr positiv."

Im Vergleich zur Vorsaison sieht er seinen Kader breiter aufgestellt. Angesichts der von ihm geforderten kraftraubenden Spielweise sei das aber auch nötig. "Ich habe jetzt einige Rotations-Möglichkeiten bei meiner Aufstellung." So brachte er zuletzt auch den in der Vorsaison gesetzten Heron Miranda zwei Mal nur von der Bank - eine Vorsichtsmaßnahme, da Miranda noch Probleme mit seinem Knie habe.

Autor

Thomas Schuberth-Roth
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Veröffentlicht am:
20. 07. 2018
18:16 Uhr

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Thomas Schuberth-Roth

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20. 07. 2018
18:16 Uhr



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