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Der Mann, der viel erlebt hat

Philipp Petzschner ist jetzt Jugend-Bundestrainer beim Deutschen Tennis-Bund. Der Bayreuther verrät, warum er der perfekte Kandidat für diesen nicht ganz einfachen Posten ist.



Kümmert sich um die DTB-Talente: Philipp Petzschner.	Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Kümmert sich um die DTB-Talente: Philipp Petzschner. Foto: Julian Stratenschulte/dpa  

Längere Zeit war es still um Philipp Petzschner. Seinen letzten Auftritt auf der ATP Tour hatte der Bayreuther am 15. Oktober 2018 beim Hallenturnier im belgischen Antwerpen, wo er mit dem Amerikaner Frances Tiafoe im Achtelfinale am französischen Doppel Nicolas Mahut/Edouard Roger-Vasselin scheiterte. Jetzt will der 35-jährige Wimbledonsieger von 2010 und US-Open-Sieger 2011 sein Wissen an den deutschen Tennis-Nachwuchs weitergeben und übernimmt den Job als Jugend-Bundestrainer. Das teilte der Deutsche Tennis-Bund (DTB) am Montag mit.

"Ich habe in meiner Karriere sehr, sehr viel erlebt und weiß, worauf es ankommt", sagte Petzschner in einem Interview auf der Internetseite des DTB. Neben den beiden Grand-Slam-Siegen an der Seite des Österreichers Jürgen Melzer gewann er in seiner 17-jährigen Profikarriere auch einen Einzeltitel (2008 in Wien). Im Doppel war er jedoch schon seit dem Gewinn des Juniorentitels bei den French Open 2002 erfolgreicher (177:173 Siege gegenüber 88:107) und verbuchte insgesamt acht Turniererfolge, den letzten davon 2018 beim Rasenturnier in Stuttgart mit Tim Pütz. Seine höchste Platzierung in der Weltrangliste war Position neun (Anfang April 2011), im Einzel schaffte es der 13-malige Davis-Cup-Spieler immerhin bis auf Rang 35 (Mitte September 2009).

Die Frage, ob er eine Position beim Dachverband einnehmen möchte, habe sich schon länger gestellt, erklärte Petzschner. "Der DTB und ich haben uns bereits Mitte des vergangenen Jahres unterhalten. Meine Karriere neigte sich zu dieser Zeit aufgrund von Verletzungen dem Ende zu." Die Aufgabe, im Jugendbereich zu arbeiten, habe ihn von Anfang an interessiert, "und ich bin mir sicher, dass es der richtige Schritt für mich ist". Bereits die vergangenen eineinhalb Jahre arbeitete er zeitweise als Trainer seines ehemaligen Doppelpartners Melzer und Oliver Marach.
"Im Ausbildungsbereich werden neue Eindrücke auf mich zukommen, aber ich glaube auch, dass ich viel von meinem Wissen weitergeben kann." Mit seinem "wahnsinnig großen Erfahrungsschatz" könne er den Jugendlichen auch sagen, was es abseits des Platzes braucht, um Profi zu werden.

Hier zeigt sich: Petzschners Posten ist auch ein unbequemer. Einer, bei dem man mal Klartext reden muss. "Bei den Jugendlichen ist noch viel Spaß dabei, aber irgendwann wird es in einen Beruf übergehen, der viel Arbeit und Verzicht fordert", betont Petzschner. sid/red

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Veröffentlicht am:
14. 01. 2020
21:08 Uhr

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14. 01. 2020
21:08 Uhr



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