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Der Sprinter muss gehen

Malik McLemore spielt künftig nicht mehr für die SpVgg Bayern Hof. Der Verein hat das Vertragsangebot zurückgezogen. Dafür kehrt ein Hofer Junge zurück.



Malik McLemore (links) jubelt künftig nicht mehr im Hofer Trikot. Er erhält keinen neuen Vertrag.	Foto: Mario Wiedel
Malik McLemore (links) jubelt künftig nicht mehr im Hofer Trikot. Er erhält keinen neuen Vertrag. Foto: Mario Wiedel  

Ein Tor kann Fluch und Segen sein. Das widerfährt gerade Malik McLemore. Im März erzielte der 22-Jährige in Ammerthal einen Treffer, nachdem er die gesamte Abwehr der Gastgeber mit seinem atemberaubenden Tempo stehen ließ. Das Tor hatte Folgen: McLemore bekam damit über Hof hinaus Aufmerksamkeit - das war einerseits gut für seine weitere Karriereplanung; McLemore will Fußballprofi werden; andererseits beeinträchtigte der Höhenflug das ein oder andere Mal seine Leistungen auf dem Platz. Das ging sogar so weit, dass er aufgrund von disziplinarischen Gründen vom Hofer Trainer aus dem Kader genommen wurde. "Er hilft uns nur weiter, wenn er klar im Kopf ist", sagt Alexander Spindler. Und das - so befürchtete die sportliche Leitung des Bayernligisten - ist in nächster Zeit nicht gewährleistet. "Das hätte bei unserer Mannschaftsstruktur für Probleme gesorgt", verweist Spindler auf den jungen, harmoniebedürftigen Hofer Kader.

McLemore darf nun weiter vom Sprung in den Profifußball träumen. Ein Vertragsangebot, das ihm die Hofer unterbreitet hatten, zog der Verein nun zurück. "Wir sind bis an unsere Grenze gegangen", sagt Spindler über die Offerte. Die blieb bis Dienstagabend bestehen. Dann machte die SpVgg Bayern Hof einen Rückzieher. "Aufgrund der aktuellen Umstände haben wir uns dazu entschlossen", sagt Spindler. McLemore wollte sich noch weitere Zeit alle Optionen offen halten, SpVgg Bayern Hof nicht länger. Die näheren Hintergründe bleiben aber im Dunkeln. McLemore wollte sich auf Nachfrage gestern nicht zu seinem Abschied aus Hof äußern. Sein nun ehemaliger Trainer konkretisiert immerhin: "Das hat nichts damit zu tun, dass er es höherklassig probieren will. Das ist legitim. Ich hoffe auch, dass er es schafft."

Wohin McLemore wechselt, der erst kürzlich einen Riss des Syndesmosebandes erlitten hat, ist noch nicht sicher. Im Moment trainiert er bei der U 23 der SpVgg Greuther Fürth mit. Der Weg zurück nach Hof scheint ausgeschlossen. Spindler: "Für uns öffnen sich nun andere Möglichkeiten."

Unabhängig vom Wechsel McLemores haben die Hofer nun ihren dritten externen Neuzugang präsentiert. Und so extern ist der gar nicht einmal: Mit Yannick Frey kehrt ein Talent, das in der Hofer Nachwuchsschmiede ausgebildet wurde, in die Heimat zurück. Frey spielte bislang beim Karlsruher SC in der U 19-Bundesliga, konnte sich aber nach seinem Wechsel im Sommer 2018 nicht so wie erhofft durchsetzen. Er kam auf nur sechs Einsätze für den KSC. Da lag eine Rückkehr an die Wirkungsstätte seines vorherigen Erfolgs nahe. Zumal mit Alexander Spindler ein Trainer auf der Hofer Bank sitzt, unter dem der Oberkotzauer bereits in der C-Jugend gespielt hat. "Ich habe seitdem mit ihm Kontakt gehalten", sagt Spindler. Seit dem Frühjahr zeichnete sich die Rückkehr ab, die nun vollzogen ist.

Frey kann mit seinen 17 Jahren sogar noch in der Hofer U 19 spielen. Vorgesehen ist, dass der Defensivspieler aber mit dem Bayernliga-Team trainiert. "Wo er spielt, hängt von der Absprache mit dem A-Jugendtrainer ab. Mittelfristig wollen wir ihm natürlich eine Perspektive für die erste Mannschaft aufzeigen", sagt Spindler. Von seinem dritten Neuzugang hält er viel: "Er tut uns gut, weil er eine hohe Qualität im Aufbauspiel zeigt und einen guten linken Fuß hat."

Zudem passt der Oberkotzauer zum Hofer Weg: Junge einheimische Spieler sollen mit Qualitätsspielern von weiter her ergänzt werden. Noch befindet sich Hof aber auf Ausschau nach weiteren Spielern.

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Marcus Schädlich

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Veröffentlicht am:
19. 06. 2019
23:00 Uhr

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Marcus Schädlich

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Veröffentlicht am:
19. 06. 2019
23:00 Uhr



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