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Regionalsport

Die Kickers verlieren ihren Besten

Waldemar Schneider hat wohl seine Zelte in Selb abgebrochen. Er wird dem Topfavoriten der Fußball-Kreisliga Süd im Kampf um den Titel fehlen.



Waldemar Schneider wird Kickers Selb in der entscheidenden Phase im Kampf um die Meisterschaft fehlen. Foto: Andreas Pöhner
Waldemar Schneider wird Kickers Selb in der entscheidenden Phase im Kampf um die Meisterschaft fehlen. Foto: Andreas Pöhner  

Schwerer Schlag für Kickers Selb: In der entscheidenden Phase um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga-Süd muss der vom VfB Arzberg gejagte Meisterschafts-Topfavorit wohl auf einen seiner wichtigsten Spieler verzichten, nämlich auf Waldemar Schneider. Der 27 Jahre alte Mittelfeldstratege, der schon bei der SpVgg Bayern Hof in der Regionalliga aktiv war, hat offenbar der Liebe wegen die Zelte in seiner Heimatstadt Selb komplett abgebrochen und sich nach Kroatien verabschiedet. Seinen Job bei der Firma Activa in Selb hat er gekündigt. Der gelernte Bankkaufmann arbeitete dort - beim Trainer und Mäzen der Kickers, Jakob Schleicher - in verantwortlicher Position.

Zur Person

Waldemar Schneider kehrte in der Saison 2014/15 zurück zu seinem Heimatverein, dem damaligen A-Klassisten FC Selb, aus dem wenig später Kickers Selb wurde. Der heute 27-Jährige war einer der Garanten, dass die Kickers von der A-Klasse in die Kreisliga durchmarschiert sind. In dieser Saison sollte mit ihm der Weg in die Bezirksliga führen. Schneider kam 2014 vom Oberpfälzer Landesligisten FC Tegernheim nach Selb; in der ersten Saison in seiner Heimatstadt war er noch mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. In den Jahren 2008 bis zum Sommer 2014 hatte Schneider das Trikot der SpVgg Bayern Hof getragen, die letzten zwei Serien sogar in der Regionalliga Bayern.


Schneider hat für die Kickers noch alle Testspiele in der Wintervorbereitung bestritten, zu einem Punktspiel im Jahr 2018 trat er aber nicht mehr an. "Natürlich ist Waldemar Schneider ein herber Verlust für uns", räumt Stefan Specht, Geschäftsführer Sport bei Kickers Selb, ein. Schneider sei ein Fußballer, der Spiele alleine entscheiden könne. "Er hat im Mittelfeld zwei, drei Leute nass gemacht und somit Platz für seine Mitspieler geschaffen", nennt Specht eine der großen Stärken Schneiders. Immerhin hat der Mittelfeldspieler in 17 Spielen auch selbst vier Tore erzielt, aber zigmal so viele Treffer vorbereitet.

Dass Schneider wieder zu den Kickers zurückkehrt, glaubt Specht nicht. "Das halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für unwahrscheinlich." Die Mannschaft müsse jetzt eben noch stärker zusammenlangen. "Klar, dass wir Waldi nicht eins zu eins ersetzen können", weiß auch Specht. "Aber wir haben so viele gute Spieler in unserem Kader, die die Lücke durchaus schließen können."
Dass die Meisterschaft in der Kreisliga Süd nochmals richtig spannend wird, kommt für viele Fußballfans sicher etwas überraschend. Während der VfB Arzberg seit der Winterpause von Sieg zu Sieg eilt, ließen die Kickers schon fünf Punkte liegen: bei der 1:2-Niederlage am Ostersamstag beim Tabellenletzten Lorenzreuth und am Freitag beim 1:1 im Heimspiel gegen den SV Steinmühle. So konnte der VfB Arzberg zu den Selbern aufschließen. Beide Team haben 57 Zähler, Selb allerdings ein Spiel weniger. Zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Spitzenclubs kommt es am vorletzten Spieltag, am Samstag, 13. Mai, in Arzberg. "Wenn wir unser Nachholspiel am Donnerstag in Kirchenlamitz gewinnen, könnte uns in Arzberg ein Punkt reichen", blickt Specht schon einmal nach vorne. Das Vorrundenspiel in Selb haben die Arzberger jedenfalls mit 2:1 für sich entschieden.

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Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
17. 04. 2018
00:00 Uhr

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17. 04. 2018
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