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Die Überzahl wird wieder zum Kickers-Fluch

Zwar glückt den Selbern nach einem Platzverweis gegen einen Stadelner Spieler der Ausgleich. Doch sie wollen dann unbedingt den Dreier und lassen sich auskontern.



Das erste Pflichtspieltor von Ertac Tonka für die Selber reichte nicht zu einem Punktgewinn.	Archivbild: Michael Ott
Das erste Pflichtspieltor von Ertac Tonka für die Selber reichte nicht zu einem Punktgewinn. Archivbild: Michael Ott  

FSV Stadeln: Lenhart - Hering, Worst, Wölfel, Weiß, Abudo, Kreuzer, Schnierstein, Paschek (84. Prenzler), Strobel, Walthier (80. Mazanec).

Kickers Selb: J. Lang - Rehak, Redondo, A. Seidel, Bösel, Hamann, Christl (55. Vondrasek), Winter, Caliskan (78. Siniawa), Özkan (78. Mölter), Tonka.

Schiedsrichter: Fenkl (SV Hafenpreppach). - Zuschauer: 150. - Tore: 53. Min. Paschek 1:0, 68. Min. Tonka 1:1, 80. Min. Paschek 2:1. - Rote Karte: Kreuzer (62. Min./grobes Foulspiel).

In Überzahl spielen zu dürfen, sollte eigentlich ein Vorteil sein. Für den Fußball-Landesligisten Kickers Selb wurde dies jedoch auf fremdem Platz einmal mehr zum Fluch. Dabei hatte die Partie nach dem Platzverweis für den FSV-Akteur Kevin Kreuzer zunächst den für die Selber erhofften Verlauf genommen. Sie erzielten den Ausgleich und versuchten, das Spiel komplett zu drehen. Doch plötzlich ging der Schuss nach hinten los. "Leider waren wir ein bisschen zu grün hinter den Ohren. Wir wollten am Ende unbedingt den Dreier und werden dann ausgekontert", ärgerte sich Kickers-Coach Martin Damrot über das Verpassen eines besseren Abschneidens.

Den Platzherren war von Beginn an anzumerken, dass sie heiß darauf waren, sich für die 0:5-Hinspielpleite zu revanchieren. Gleich in den ersten fünf Minuten brannte es drei Mal gewaltig im Gästestrafraum. Nach dieser schadlos überstandenen ersten Stadelner Drangperiode bekamen die Selber mehr Zugriff auf das Spiel. Sie waren in der Defensive nun besser organisiert, erkämpften und erspielten sich im Mittelfeld Vorteile und hatten erste Torgelegenheiten, bei denen der Abschluss jedoch zu schwach war.

Knapp eine halbe Stunde war vorüber, als die Offensive der Heimelf wieder ein Lebenszeichen von sich gab. Wenig später trat Schiedsrichter Tobias Fenkl in Erscheinung und wertete einen Zweikampf zwischen Gerhard Strobel und Fernando Redondo, bei dem der Selber Abwehrchef Ball und Gegner traf, als Foul. Das Ganze spielte sich im Strafraum ab, es gab Elfmeter. Gästetorwart Jonas Lang ahnte die Ecke und parierte den von Aljoscha Schnierstein flach getretenen Ball.

In den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs kontrollierten die Kickers das Geschehen und hätten es gerne gesehen, dass der Unparteiische ein grenzwertig gestopptes Bösel-Solo mit einem Strafstoß geahndet hätte. Der FSV hingegen wirkte verunsichert. Bis auf einmal Luis Weiß im gegnerischen Sechzehner ungeahnte Freiheiten hatte und von links unbedrängt nach innen spielte. Tim Paschek war am Fünfmeterraum den berühmten Schritt schneller und schob zur Führung ein. Bei einem Konter war kurz darauf der zweite Treffer möglich. Dann schwächten sich die Platzherren aber durch Kreuzers überhartes Einsteigen selbst und ein mustergültig vorgetragener Selber Gegenstoß brachte den Ausgleich. Einen weiten Diagonalpass von Kevin Winter nahm Fabian Bösel auf der rechten Außenbahn mit, bediente den vor dem Tor lauernden Ertac Tonka. Der musste nur noch den Fuß hinhalten.

Jetzt wollte das Gästeteam mehr, musste aber vor den einsatzfreudigen und teilweise quirligen FSVlern auf der Hut sein, was in der 80. Minute absolut nicht der Fall war. Die Selber Hintermannschaft war fast bis zur Mittellinie aufgerückt und wurde mit einem weiten Steilpass problemlos ausgehebelt. Paschek überlupfte den unentschlossenen Lang gekonnt und sorgte für großen Jubel beim einheimischen Anhang. In der Schlussphase drängten die Kickers zwar auf den Ausgleich, ihre Angriffsbemühungen waren allerdings meist zu umständlich oder unpräzise. Lediglich der eingewechselte Marco Siniawa kam in aussichtsreicher Position zum Schuss, zielte jedoch genau auf Torhüter Marcel Lenhart. "Wir haben schon viele Dinge gut gemacht", hatte Kickers-Coach Damrot durchaus auch lobende Worte für seine Schützlinge übrig. Doch neben dem Licht gab es eben auch einiges an Schatten. Sp

FSV Stadeln -

Kickers Selb


2:1


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Stefan Specht
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2020
20:26 Uhr

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Autor

Stefan Specht

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Veröffentlicht am:
27. 09. 2020
20:26 Uhr



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