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Die Wölfe legen im Ruhrpott los

Heute Herne, am Samstag Essen: Auf den VER Selb warten zum Start der Vorbereitungsspiele gleich zwei starke Gegner aus der Oberliga Nord. Die Ergebnisse sind zweitrangig.



Ob die Ausrüstung noch richtig passt? Auch darauf wird Wölfe-Torwart Niklas Deske heute Abend beim ersten Testspiel des VER Selb in Herne eine Antwort finden.	Foto: Mario Wiedel
Ob die Ausrüstung noch richtig passt? Auch darauf wird Wölfe-Torwart Niklas Deske heute Abend beim ersten Testspiel des VER Selb in Herne eine Antwort finden. Foto: Mario Wiedel  

Es ist wieder Eishockey-Zeit: Nach über fünf Monaten Pause geht es für den VER Selb zwar noch nicht um Punkte, aber wenigstens schon mal wieder um Tore. Und der Auftakt in die Reihe von Testspielen ist durchaus anspruchsvoll mit einem Ruhrpott-Doppelpack. Am heutigen Freitag (20 Uhr) treten die Wölfe zunächst beim Herner EV an, am morgigen Samstag (17 Uhr) dann bei den Moskitos Essen. Dass es nach nur einer Woche Eistraining gleich gegen zwei dicke Brocken aus der Oberliga Nord geht, ist für Florian Ondruschka, der auch in der neuen Saison das Kapitänsamt innehat, kein Problem. "Da wissen wir gleich, woher der Wind weht."

Für die Wölfe soll die zweitägige Reise in den Ruhrpott natürlich nicht nur dazu dienen, einen guten Sparringspartner für die Gastgeber abzugeben oder weiter am Teambuilding zu feilen. "Ich kenne ja meine Jungs. Die wollen immer jedes Spiel gewinnen", sagt Wölfe-Chefcoach Henry Thom - im Wissen freilich, dass Herne und Essen schon viel länger auf dem Eis trainieren und so naturgemäß einen Vorteil für sich verbuchen. Für Thom geht es deshalb hauptsächlich darum, dass seine Mannschaft die Abläufe der taktischen Vorgaben gut umsetzt. "Es wäre ja schön, wenn schon alles klappen würde, was wir in dieser Woche trainiert haben. Aber das zu glauben, wäre vermessen. Wir schauen, dass soviel wie möglich funktioniert und werden dann an den Stellschrauben drehen."

Interessant für Thom sei auch, wie er bei den Spielen mit den Neuzugängen auf der Bank umgehen und sie antreiben kann. "Jeder geht mit einer anderen Ansprache gut um. Es ist auch für mich wichtig, in der Vorbereitung zu lernen." Und natürlich soll sich die Mannschaft auch noch besser kennenlernen und weiter zusammenschweißen für den hoffentlich recht langen Eishockeywinter. "Wir verbringen ein Wochenende miteinander, frühstücken zusammen, essen gemeinsam zu Mittag: Auch das ist wichtig", sagt Thom, für den die Ergebnisse in der Vorbereitung naturgemäß eine eher untergeordnete Rolle spielen. Bis auf Lukas Klughardt (beruflich) und die jüngeren U 20-Spieler hat der VER-Tross alle Mann an Bord, um sich selbst und die starken Nord-Teams auf Herz und Nieren zu testen.

Vor allem der Herner EV hat in der vergangenen Saison für Furore gesorgt. In den Playoffs zog die Mannschaft um den Ex-Selber Dennis Thielsch mit zwei "sweeps" - also drei Siegen in drei Spielen - gegen die Eisbären Regensburg und den Süd-Meister EC Peiting ins Halbfinale ein. Dort schienen sich selbst die Tilburg Trappers die Zähne am Überraschungsteam aus Nordrhein-Westfalen auszubeißen. Die Holländer, die im Viertelfinale die Wölfe in die Sommerpause geschossen hatten, lagen in der Serie bereits mit 0.2 im Rückstand, ehe sie doch noch ins Finale einzogen.

Für Herne ist der heutige Test gegen den VER Selb bereits das sechste Vorbereitungsspiel im neuen Eishockeywinter. Niederlagen setzte es gegen die DEL 2-Teams aus Kassel (3:5) und Bad Nauheim (3:6 und 1:7) sowie gegen den Ligakonkurrenten Krefelder EV (1:5). Einen deutlichen 6:1-Sieg feierten die Schützlinge von Trainer Danny Albrecht gegen den EV Duisburg.

Auch die Moskitos Essen, zu denen die Wölfe seit den 90er-Jahren eine Fanfreundschaft verbindet, haben ihre ersten beiden Testspiele bereits hinter sich. Zur Saisoneröffnung gastierte am Samstag die Düsseldorfer EG aus der DEL am Westbahnhof und setzte sich vor über 2000 Zuschauern mit 10:0 durch. "Es war von Beginn bis zum Ende eine Lehrstunde für unsere Jungs. Für uns war es das erste Spiel, für die DEG schon das fünfte. Auch das hat den Zwei-Klassen-Unterschied deutlich gemacht", lautete das Fazit von Moskitos-Chefcoach Frank Gentges. Einen Tag später gelang beim Regionalligisten Ratinger Ice Aliens ein 4:2-Erfolg.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
09:12 Uhr

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
09:12 Uhr



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