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Eine verschworene Einheit

Der Fußball-Landesligist Kickers Selb trotzt den zahlreichen Ausfällen. Die Damrot-Schützlinge feiern bei Quelle Fürth einen 2:1-Sieg und rücken auf Tabellenplatz zwei vor.



Auch ein Virus kann die Kickers nicht stoppen: In Fürth feierte der neue Tabellenzweite der Fußball-Landesliga ersatzgeschwächt einen 2:1-Erfolg. Den umjubelten Siegtreffer erzielte in der 72. Minute Daniel Sedlacek (links). Archivbild: Michael Ott
Auch ein Virus kann die Kickers nicht stoppen: In Fürth feierte der neue Tabellenzweite der Fußball-Landesliga ersatzgeschwächt einen 2:1-Erfolg. Den umjubelten Siegtreffer erzielte in der 72. Minute Daniel Sedlacek (links). Archivbild: Michael Ott  

SG Quelle Fürth: Kredel - Uluca, Copier, Meier, Raufer, Schimm (75. Opcin), Menz (75. Döllinger), Lawson (84. Werner), Haag, Kulabas, Glasner.

Kickers Selb: Maisel - Rehak, Redondo, Heger, Hamann, Schneider, Bösel (86. Bafra), Knoll, Parlakkilic (77. Damrot), Winter, Sedlacek (92. Zitterbart).

Schiedsrichter: Hienz (SC Brünnau). - Zuschauer: 220. - Tore: 36. Min. Schneider 0:1 (Foulelfmeter), 50. Min. Glasner 1:1, 72. Min. Sedlacek 1:2.

Ziemlich gedrückte Stimmung herrschte bei den Kickers vor der Abfahrt nach Fürth. Die vier virusinfizierten Spieler Lukas Sourek, Frantisek Kura, Danny Wild und Eralp Caliskan konnten allesamt nicht mitwirken - und so stand Spielertrainer Martin Damrot aufgrund von fünf weiteren verletzten oder verhinderten Akteuren nur ein Miniaufgebot zur Verfügung. Umso größer war die Freude nach dem Schlusspfiff, als ein 1:2 an der Anzeigetafel zu sehen war. "Besonders positiv ist hervorzuheben, dass wir trotz der vielen Ausfälle versucht haben, unsere Spielphilosophie durchzudrücken und gezeigt haben, dass unser Spiel nicht nur an Danny Wild hängt", war Damrot entsprechend stolz auf sein Team. Das hat in einer intensiven Partie kämpferisch alles rausgehauen und sich für seinen Einsatz mit drei Punkten belohnt, wenngleich auch eine Portion Glück mit dazukam.

"Unsere Mannschaft trat trotz des Ausfalls mehrerer Stammkräfte gegen einen robusten Gegner, der sich gegen unsere spielerische Überlegenheit oft mit übertriebenem Körpereinsatz zu behaupten versuchte, als verschworene Einheit auf", fand auch der Neuzugang im Selber Trainerstab, Willi Mohr, lobende Worte. Er verfolgte bei seinem Debüt das Geschehen von der Zuschauertribüne aus. In der Stadionzeitschrift war Fürther Offensivfußball angekündigt worden - und das bekamen die Gäste sofort zu spüren. Bereits nach knapp zwei Minuten hatte Tramaine Lawson eine gute Abschlussgelegenheit, aus zwölf Metern setzte er seinen Volleyschuss etwas zu hoch an.

Die Kickers befreiten sich aber schnell von diesem anfänglichen Druck und setzten ihrerseits erste Zeichen. Kevin Winter und Fabian Bösel verfehlten das Ziel aus der Distanz knapp. Mitte der ersten Halbzeit folgte jedoch eine Phase, in der die Selber in ihrer eigenen Hälfte dem Gegner zu viel Räume ließen und dadurch wenig Zugriff bekamen. Glück hatten sie, als Christian Haag nach einem weiten Pass alleine auf das Tor zulief und den Ball verstolperte. Wenig später forderten die Fürther vergeblich Elfmeter, nachdem Lawson im Strafraum wohl etwas zu theatralisch zu Fall gekommen war. Zehn Minuten später zeigte Schiedsrichter Christopher Hienz auf den ominösen Punkt, allerdings auf der anderen Seite. Über Bösel und Daniel Sedlacek kam der Ball zu Winter, der im Sechzehner zwei Mann aussteigen ließ. Mettin Copier fuhr sein Bein aus und stoppte den Selber Zehner regelwidrig. Waldemar Schneider verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum Pausenstand.

Der zweite Durchgang begann mit einer guten Möglichkeit für die Gäste. Cem Parlakkilic marschierte nach einem Steilpass von halbrechts alleine Richtung Tor. Statt selbst abzuschließen spielte er quer zu Sedlacek, der ins Straucheln kam und den Ball nicht traf. Kurz darauf erreichte ein weiter Diagonalpass den im Strafraum mutterseelenalleine gelassenen Sebastian Glasner. Der SG-Sturmtank ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollendete präzise zum Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hüben wie drüben lag mehrmals die Führung in der Luft. Diese gelang schließlich den Kickers. Die Fürther brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Sedlacek bedankte sich mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Die Platzherren setzten zum Schlussspurt an und drängten auf den erneuten Ausgleich. Die Selber Hintermannschaft um Kapitän Fernando Redondo und Neuzugang Vaclav Heger hielt dem Druck aber stand. Richtig gefährlich wurde es nur bei einer Standardsituation. Glasner nagelte einen Freistoß aus mehr als 20 Metern an den Innenpfosten, von dort sprang der Ball ins Feld zurück.

Fast hätte in der Nachspielzeit der eingewechselte Damrot den Deckel per Flachschuss endgültig draufgemacht, was des Guten aber doch etwas zu viel gewesen wäre. Obwohl unterm Strich jeder Spielausgang im Bereich des Möglichen war, waren sich Trainer Martin Damrot und sein Co-Trainer Willi Mohr nach dem Schlusspfiff einig darüber, dass der knappe Sieg ihres Teams nicht unverdient war. Sp

SG Quelle Fürth -

Kickers Selb


1:2


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Stefan Specht
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Veröffentlicht am:
08. 09. 2019
18:28 Uhr

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Stefan Specht

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Veröffentlicht am:
08. 09. 2019
18:28 Uhr



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