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HSG hofft auf eine Topsaison

Die Wunsiedler und Marktredwitzer Handballer wollen der Konkurrenz von Anfang an die Stirn bieten. Platz eins oder zwei ist das ambitionierte Ziel.



Wenn die HSG das leistet, was sie im Moment verspricht, wird es die HSG-Fans wie phasenweise schon im Vorjahr von den Sitzen reißen. Archivfoto: Perzl
Wenn die HSG das leistet, was sie im Moment verspricht, wird es die HSG-Fans wie phasenweise schon im Vorjahr von den Sitzen reißen. Archivfoto: Perzl  

Mit der Rolle des Gejagten müssen sie wohl oder übel zu Recht kommen, die Handballer der HSG Fichtelgebirge, die am kommenden Samstag um 16.30 Uhr in Marktredwitz gegen den HC Erlangen III in die Landesliga Nord starten. Die Favoritenrolle haben sie sich selbst eingebrockt. Längst hat auch die Konkurrenz vernommen, dass die Truppe von Vladimir Haber in dieser Saison Großes vorhat und auch offen dazu steht. Auch für den prominentesten Trainer der Liga, der als Spieler mit der Tschechoslowakei 1972 in München die Silbermedaille errang, ist es die Nagelprobe. "Als Vorjahresdritter können wir uns ja jetzt nicht hinstellen und sagen, wir wollen wieder Dritter werden, das würde uns niemand abnehmen ", rechtfertigt Ulli Weber die eigene hohe Erwartungshaltung. "Die Mannschaft hat sich selbst das Ziel Platz eins oder zwei gesteckt, will unbedingt in die Bayernliga", setzt der sportliche Leiter auf eine ehrgeizige und vor Tatendrang strotzende Truppe.

Einen Leistungsknick wie im Vorjahr, als im zweiten Halbjahr das Verletzungspech über die HSG hereinbrach und einen guten Start zunichte machte, soll es nicht mehr geben. Da habe man vorgesorgt mit insgesamt vier Neuzugängen. Große Stücke setzen die Verantwortlichen auf Philipp Mocker, Erik-Ludwig Hammer und Rückkehrer Stefan Tröger. Sie erhöhen die Anzahl der Rückraumwerfer auf sage und schreibe acht. Soviele und von dieser Qualität könne kein anderer Landesligaverein aufbieten, lehnt sich Weber schon mal aus dem Fenster und verweist auf den Konkurrenzdruck im eigenen Lager. "Das heißt aber noch nicht, dass von Beginn an schon alles funktioniert, doch die Ausgangssituation ist einfach nur gut", erklärt Weber.

Dazu gesellt sich mit Valentin Kurzeck ein sehr talentierter Spieler aus der Bezirksklasse, der mutig im 16-köpfigen Landesliga-Kader Fuß fassen möchte. Der Ex-Tirschenreuther will versuchen, zu den 14 Aktiven zu gehören, die der Trainer für jede Partie nominieren darf. Weber: "Valentin hat seit Vorbereitungsbeginn schon so viel gelernt, wie bislang noch nie in seinem Handballerleben" Die Verantwortlichen fühlen sich von dessen Fortschritten in ihrer Arbeit bestätigt.

Von dem Plan, Rückraumkanonier Ingo-Ludwig Hammer als Kreisspieler zu etablieren, sei man allerdings inzwischen wieder abgerückt. "Das ist leider nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben", muss Weber einräumen. Inzwischen bastelt der Trainer an einer Option aus dem eigenen Lager. Angriffe über den Kreis waren im Vorjahr selten von Erfolg gekrönt.

Vom ersten Gegner HC Erlangen III sei so gut wie nichts bekannt. Mit Ausnahme der Tatsache, dass jetzt dort Andreas Birner aufläuft, der die HSG studienbedingt unmittelbar nach der Saison verlassen hat. "Letztlich ist uns auch wurscht, welche Mannschaft auf der anderen Seite steht", strotzt Weber voller Selbstbewusstsein. "Wir spielen daheim, sind gut aufgestellt und bestens vorbereitet, alles andere ist egal. Da muss ein Sieg her."

Auch die Frage, ob sich bereits eine Stammsechs herauskristallisiert habe, erübrige sich, erwidert Weber. Bei dem hohen Niveau aller Spieler lasse sich der Kader nicht auf eine erste Sechs herunterbrechen. "Wenn einer ausfällt, rückt ein anderer nahtlos nach - Schluss, Aus", will der 52-jährige Elektrotechniker im Außendienst gar nicht diskutieren. Das Gefüge halte alle Optionen bereit. Auch Torhüter Miroslav Brosko habe sich nach seiner Operation bestens erholt, sei "ganz der Alte".

Was übrigens auch für Christopher Gruber gelte, der sich in der Form des Vorjahres befinde und das Gehäuse mit Brosko teilt. Auch Rene Rieß zählt als erfahrener dritter Keeper weiter zum Kader. Genauso wie Thomas Birner, der bis zu Beginn seiner Prüfungen zum Jahreswechsel weiter eine Option für Abwehr und Kreis sei.

Beim Blitzturnier in Pilsen habe Trainer Haber gegen den Ligakonkurrenten ASV Cham und den tschechischen Zweitligisten Straholy Pilsen schon mal den Ernstfall geprobt. Die Truppe habe recht gut harmoniert und ging am Ende als Sieger hervor. Trotzdem habe der Leistungstest bei Mannschaftsarzt Stefan Pecher gezeigt, dass "jeder Einzelne noch eine Baustelle aufweist" (Weber), an der es zu arbeiten gelte. Die HSG-Führung hofft auch auf eine leichte Steigerung, was die Zuschauerzahlen angeht. "Das aber", weiß auch Weber, hängt in erster Linie davon ab, "wie attraktiv wir spielen und ob wir erfolgreich aus den Startlöchern kommen". Richtig gelungen wäre für ihn ein Auftakt mit vier Siegen. Sofort ein Zeichen setzen, laute die Devise. "Nur wenn wir anfangs kränkeln sollten, wovon ich nicht ausgehe, könnte es ein bisschen schwieriger werden". Schließlich will der Gejagte seine Jäger von Anfang an auf Distanz halten. Per.

Autor

Ingrid Perzl
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
19:52 Uhr

Aktualisiert am:
10. 09. 2019
19:52 Uhr

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Ingrid Perzl

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
19:52 Uhr

Aktualisiert am:
10. 09. 2019
19:52 Uhr



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