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Schall verhindert höhere Pleite

Verdient gewinnt der SV Friesen das Frankenwald-Derby in der Landesliga. Mit dem 1:3 ist die SpVgg Selbitz noch gut bedient.



Mit hohem Risiko geht der Friesener Münch (rechts) im Strafraum mit einer Grätsche gegen den Selbitzer Angreifer Albert Pohl (Mitte) zum Ball.	Foto: Heinrich Weiß
Mit hohem Risiko geht der Friesener Münch (rechts) im Strafraum mit einer Grätsche gegen den Selbitzer Angreifer Albert Pohl (Mitte) zum Ball. Foto: Heinrich Weiß  

SpVgg Selbitz: Schall - Gebhardt, Walther (64. Eichelkraut), Vuckov, Pätz (71. Kaschel), Röthlingshöfer (84. Sienon), Pohl, Lang, Strootmann, N. Schödel, Findeiß.

SV Friesen: Bauerschmidt - Rödel (58. Aust), Lindner, Nützel, Schülein, Brandt (86. Müller), Altwasser, Sesselmann, Daumann (74. Tögel), Kanz, M. Münch.

Schiedsrichter : Fischer (SpVgg Ebermannsdorf). - Zuschauer : 250. - Tore : 9. Min. Walther 1:0, 31. Min. Schülein 1:1, 61. Min Aust 1:2, 74. Min. Tögel 1:3.

"Ich erkenne neidlos an, dass Friesen die bessere Mannschaft war. Es hätte auch 1:5 enden können." Dieses Fazit zog der Selbitzer Trainer Henrik Schödel nach dem Frankenwald-Derby, das turbulent begann: Friesen, mit zwei Siegen in Folge und viel Selbstbewusstsein angereist, erwischte den besseren Start und hatte bereits in der 6. Minute nach einem Fehlpass der Heimelf im Spielaufbau die große Chance zur Führung. Schülein tauchte allein vor Torwart Schall auf, der sich dem Angreifer mutig entgegenwarf und klären konnte.

Im Gegenzug erzielte Selbitz mit dem ersten gelungenen Angriff den viel umjubelten Führungstreffer. Walther stand in der Mitte des Strafraums goldrichtig und vollendete eine präzise Linksflanke von Pohl volley. Kurz darauf beinahe schon eine Art Vorentscheidung: Nach schönem Flügelspiel über rechts nahm Gebhardt den Ball volley, die Gäste brachten aber noch ein Abwehrbein in die Schussbahn.

Danach war erst einmal die Luft etwas raus. Beide Mannschaften neutralisierten sich und leisteten sich Fehler im Aufbauspiel. Die nächste Chance erst in der 22. Minute: Einen 30-Meter-Freistoßknaller von Lindner entschärfte Schall im Nachfassen. In der 31. Minute dann doch der verdiente Ausgleich durch Schülein, der den Ball mit links zunächst an den rechten Pfosten setzte, aber im Nachschuss präzise vollendete. Nur eine Minute später beinahe die erneute Führung der Heimelf durch Walther. Doch der Selbitzer Stürmer konnte eine Linksflanke von Vuckov nicht richtig platzieren und köpfte Torwart Bauerschmidt in die Arme.

Selbitz war nach dem Seitenwechsel deutlich bemühter, doch Friesen stand in der Defensive um dem kompromisslosen Münch sehr sicher und demonstrierte ein blitzsauberes Umschaltspiel. Die logische Konsequenz war die Gästeführung durch den gerade eingewechselten Aust, der eine zu kurz abgewehrte Ecke von der rechten Strafraumecke mit herrlicher Direktabnahme unhaltbar im langen linken Eck versenkte.

Friesen blieb nun am Drücker und hätte die Partie frühzeitig entscheiden müssen. Gleich zwei Mal tauchten Friesener Angreifer vor dem Selbitzer Keeper auf. Beide Male - gegen Brandt (66.) und Schülein (68.) - rettete Schall mit Bravour. Von Selbitz war jetzt nicht mehr viel zu sehen. Das verdiente 1:3 für Friesen fiel schließlich aus einem Strafraumgewühl heraus durch den gerade eingewechselten Tögel. Sein Abschluss aus kurzer Distanz war unhaltbar.

Und es hätte dicker für die SpVgg Selbitz kommen können, wären die Gäste am Ende nicht fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen. Schall rettete in der 88. Minute ein weiteres Mal gegen Schülein. geu

SpVgg Selbitz -

SV Friesen


1:3


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Siegfried Geupel
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Veröffentlicht am:
31. 08. 2018
20:46 Uhr

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Siegfried Geupel

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31. 08. 2018
20:46 Uhr



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