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Tamo folgt auf Rogler

Der Fußball-Kreisligist SpVgg Selb 13 stellt auf der Trainerposition die Weichen für die Zukunft. Bemerkenswert: Der amtierende Coach schlägt seinen Erben selbst vor.



Er war und ist stets der Überzeugung, dass derjenige, der fleißig ist, am Ende auch für seinen Einsatz belohnt wird. So hat Stefan Rogler immer gearbeitet - als Spieler einst ebenso wie jetzt als Trainer. Der wurde er bei der SpVgg Selb 13 erstmals im Winter 2011. Die Dreizehner sind seitdem zur zweiten Heimat geworden für den 56-Jährigen aus dem Wunsiedler Ortsteil Breitenbrunn. Er übernahm im vergangenen September zum dritten Mal den Verein, der nach dem Abstieg aus der Bezirksliga mit einer blutjungen Mannschaft auch in der Kreisliga Süd in arge Nöte geriet, ehe sich Vorsitzender Bernhard Kristen an den "alten Freund Stefan" erinnerte. Und prompt ging es sportlich wieder aufwärts mit den Selbern, auch wenn der Klassenerhalt noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist.

Nach Ende der laufenden Saison sieht Stefan Rogler seine Mission erfüllt. "Es stand ja von Beginn an fest, dass ich nur aushelfen soll", erzählt der immens ehrgeizige Trainer. "Vielleicht hätte ja ein weiteres Jahr auch noch funktioniert. Aber ich habe mitbekommen, dass ein guter Bekannter eine Trainerstelle im Herrenbereich übernehmen möchte." Rogler selbst habe dann den SV-Verantwortlichen den Vorschlag unterbreitet, Gespräche aufzunehmen. Dieser "gute Bekannte" ist Mohamed Tamo. Er ist im Nachwuchs bei der JFG Region Luisenburg unter Trainer Stefan Rogler groß geworden, danach über die Stationen ATG Tröstau und DJK Ebnath für zwei Jahre bei Bayern Hof gelandet, und mittlerweile seit über sechs Jahren beim Landesligisten FC Vorwärts Röslau der Strippenzieher im Mittelfeld.

Am vergangenen Wochenende haben Selb 13 und Tamo nun Nägel mit Köpfen gemacht: Der 33-Jährige, der in Kaiserhammer bei Thierstein zu Hause ist, wird seinen Kumpel Stefan Rogler zur neuen Saison 2019/20 auf der Trainerbank der Dreizehner beerben. "Ich war beeindruckt und angenehm berührt, wie sich der Verein um mich bemüht hat", sagt Tamo. Dessen Ziel ist es, die A-Lizenz zu erwerben, um irgendwann auch Aufgaben als Trainer im höheren Amateurbereich bis zur Regionalliga übernehmen zu können. Der Noch-Röslauer Spielmacher sieht die SpVgg Selb 13 als idealen Verein, um durchzustarten. "Die SV hat einen großen Umbruch hinter sich, den sie dank Stefan Rogler jetzt auch gut verkraftet hat. Der Kader besteht hauptsächlich aus Spielern der eigenen Jugend. Das ist etwas Tolles", sagt Tamo.

Dass Mohamed Tamo sehr gerne und erfolgreich mit jungen Spielern arbeiten kann, hat er als Trainer bereits im Nachwuchsbereich unter Beweis gstellt: Mit den A-Junioren der JFG Region Luisenburg gelang vor einigen Jahren der Aufstieg in die Bezirksoberliga, heuer nun will er das Kunststück mit den A-Junioren der JFG Oberes Egertal wiederholen. Das Erfolgsrezept, das ab dem kommenden Sommer auch in Selb greifen soll, klingt einfach. "Ich lege großen Wert auf Kameradschaft, Teamgeist und Disziplin. Jeder muss mitziehen. Alleinunterhalter braucht es keine", sagt Tamo. Worte, die so auch aus dem Munde seines künftigen Vorgängers bei den Dreizehnern kommen könnten.

Ehe "Mo", wie ihn seine Freunde nur nennen, die Zelte in Röslau abbricht, will er die letzten sechs Monate noch richtig genießen beim FC Vorwärts, der den Klassenerhalt in der Landesliga schon fast in der Tasche hat. "Ich habe dem Verein einiges zu verdanken und werde ihn immer im Herzen behalten. Irgendwann kehre ich sicher zurück, egal als was."

In Selb freut man sich auf Mohamed Tamo, dessen kleiner Sohn bereits bei den "Minis" der Dreizehner kickt. Spielleiter Sebastian Schirmer - er war Torwart in der erfolgreichen Luisenburg-Trainerzeit des künftigen SV-Coaches - beschreibt Tamo als "extrem ehrgeizig. Er will eine Mannschaft, die mitzieht." Auch Noch-Trainer Stefan Rogler sieht den gebürtigen Syrer als seinen idealen Nachfolger. "Mo kann es mit jungern Leuten. Er ist genau der richtige Typ für diesen Job. Da gehe ich selbst gerne einen Schritt zurück. "

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
24. 01. 2019
09:32 Uhr

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Andreas Pöhner

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24. 01. 2019
09:32 Uhr



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