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Wieder auf Tuchfühlung zur Spitze

Kickers Selb lässt beim Frühschoppenspiel in der Landersliga Nordost dem FC Herzogenaurach keine Chance. Schon nach fünf Minuten sind die Weichen auf Sieg gestellt.



Daniel Sedlacek steuerte mit zwei Toren zum Selber 5:0-Sieg gegen Herzogenaurach bei. Archivfoto: Michael Ott
Daniel Sedlacek steuerte mit zwei Toren zum Selber 5:0-Sieg gegen Herzogenaurach bei. Archivfoto: Michael Ott  

Kickers Selb: Maisel - Bösel, Rehak, Redondo, Hamann (55. Damrot), Schneider, Knoll, Sedlacek, Winter, Wild (61. Parlakkilic), Caliskan (61. Siniawa).

FC Herzogenaurach: Lösch - Scheuerer (79. Peter), Karches, Schmitt, Haas, Amling, Dörrich (33. Nahr), Thomann, Ronneburg (46. Dittmar), Rockwell, Jassmann.

Schiedsrichter: Ehlich (TSV Mehlmeisel). - Zuschauer: 320. - Tore: 1. Min. Wild 1:0, 5. Min. Sedlacek 2:0, 28. Min. Lösch 3:0 (Eigentor), 47. Min. Sedlacek 4:0, 84. Min. Parlakkilic 5:0.

Erste Aufregungen gab es schon vor Spielbeginn. Auf Selber Seite konnte Jaroslav Kura wegen Magen-Darm-Beschwerden nicht mitwirken und musste durch den ebenfalls gesundheitlich angeschlagenen Johannes Hamann ersetzt werden. Ein ähnliches Schicksal traf die Gäste. Beim Aufwärmen verletzte sich William Rahe, für ihn rückte Tim Scheuerer in die Startelf.

Während sich die Kickers gut erholt von ihrer Niederlage in Feucht zeigten, ging es für die in den letzten Wochen arg gebeutelten Herzogenauracher knüppeldick weiter. Wie schon in der Vorwoche gegen den SV Mitterteich war in Selb erneut die Hintermannschaft eine große Schwachstelle und der Angriff nicht in der Lage, gute Torchancen zu verwerten. "Eigentlich haben wir einen sehr großen Kader, aber durch viele Ausfälle waren wir sogar gezwungen, Umstellungen vorzunehmen und so manchen Akteur auf ungewohnter Position einzusetzen", machte FC-Spielertrainer Jakob Karches seine aktuellen Probleme deutlich. Die Selber freuen sich hingegen, durch ihren zweiten 5:0-Heimsieg in Folge weiterhin Tuchfühlung zu den vorderen Tabellenplätzen zu haben. "Wir hatten spielerisch klare Vorteile und haben deshalb auch völlig verdient gewonnen", stellte ihr Kapitän Fernando Redondo treffend fest.

Die Partie hätte für die Kickers nicht besser beginnen können. Gerade einmal eine halbe Minute war gespielt, da erreichte eine weite von links über die unsortierte Gästeabwehr hinweg getretene Winter-Flanke den im Strafraum lauernden Danny Wild, der den Ball herunterpflückte und mit einem trockenen Flachschuss ins lange Eck den frühen Führungstreffer erzielte. Dadurch beflügelt attackierte die Heimelf ihren Gegner weiterhin intensiv und brachte ihn das eine oder andere Mal in Verlegenheit. Schon nach fünf Minuten klingelte es ein zweites Mal im Herzogenauracher Gehäuse. Mit einem weiten Einwurf schickte Wild Daniel Sedlacek auf die Reise. Der Selber Youngster zog aus ganz spitzem Winkel einfach mal aus der Luft ab und traf maßgenau hoch ins Netz. "Die Anfangsminuten haben wir völlig verschlafen", lautete das Fazit von Karches. Und es hätte wenig später noch schlimmer kommen können. Sedlacek war von links kommend alleine durch und schob an Torhüter Benedikt Lösch, aber auch am Tor vorbei.

Danach wendete sich allerdings der Spielverlauf. Die Platzherren wirkten nicht mehr so konsequent und die "Pumas" witterten Morgenluft. Zwischen der 19. und der 25. Minute brannte es gleich vier Mal lichterloh vor dem Kickers-Gehäuse.

Kurz nach dieser glücklich überstandenen Druckphase erholten sich die Kickers und schlugen prompt zurück. Einen Freistoß von Kevin Winter köpfte Rehak an die Unterkante der Latte. Der kurz vor das Tor zurückspringende Ball landete am Körper vom unglücklichen Keeper Lösch und kullerte über die Linie.

Ihr nächstes Zeichen setzte die Heimelf gleich nach dem Wiederanpfiff. Sedlacek ließ vor dem Strafraum seinen Gegenspieler Maik Schmitt alt aussehen und schlenzte geschickt ins linke Eck. Danach gab es fast nur noch Einbahnstraßenfußball. Die Gäste waren zwar nach wie vor bemüht, nach vorne Akzente zu setzen, blieben aber meist schon im Ansatz hängen. Für lange Zeit blieb ein tückischer Ball, den der überzeugende Maisel meisterte, die erste wirkliche Torannäherung. Eine richtig zwingende Möglichkeit gab es erst kurz vor dem Schlusspfiff, doch auch hier blieb Maisel bei einem schnellen Gegenstoß über Kevin Rockwell der Sieger. Auf der Gegenseite gab es hingegen noch zahlreiche weitere, teilweise hochkarätige Gelegenheiten. Die Gäste hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie im weiteren Spielverlauf den ein oder anderen weiteren Gegentreffer hätten hinnehmen müssen. So dauerte es bis in die Schlussphase hinein, ehe es bei ihnen ein fünftes Mal - wenn auch etwas regelwidrig, wie Waldemar Schneider auch eingestand - eingeschlagen hatte. Der Selber "Sechser" gewann an der Mittellinie mit nicht ganz sauberen Mitteln einen Zweikampf und spielte dem eingewechselten Cem Parlakkilic in den Lauf. Gegenspieler im Strafraum düpiert, überlegt abgeschlossen - 5:0. "Unser Team hat gemerkt, dass die Niederlage in Feucht aufgearbeitet werden musste und hat den Gegner von Anfang an mit Pressing überrascht", freute sich Kickers-Spielleiter Christopher Lang über die passende Antwort auf die Partie vom Dienstag. Sp

Kickers Selb

FC Herzogenaurach


5:0


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Veröffentlicht am:
01. 09. 2019
21:00 Uhr

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Fernando Redondo Niederlagen und Schlappen Probleme und Krisen
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Veröffentlicht am:
01. 09. 2019
21:00 Uhr



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