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Befreit ins Derby

Die HSV Hochfranken geht ohne Siegzwang in das Handball-Duell gegen die HSG Fichtelgebirge. Doch ein Ziel haben sie noch.



Vielleicht fliegt er wieder durch die Selber Halle: HSV-Routinier Jan Schönberner. Foto: Michael Ott
Vielleicht fliegt er wieder durch die Selber Halle: HSV-Routinier Jan Schönberner. Foto: Michael Ott  

Derby ist Derby. Es geht vielleicht nicht mehr um Aufstieg oder Klassenerhalt. Es geht aber um Punkte. Und es geht natürlich auch ein wenig um Prestige. Deshalb hoffen die Handballer der HSV Hochfranken auf eine gut besuchte Selber Roland-Dorschner-Halle, wenn sie am Samstag um 18 Uhr den Nachbarn HSG Fichtelgebirge in der Handball-Landesliga empfangen.

Beide Spielgemeinschaften verbindet derzeit zumindest eines: die Enttäuschung über ein wahrscheinlich verpasstes Saisonziel. Bekanntlich hatte die HSG mit Rang zwei geliebäugelt. Sie musste aber den Ausfällen zweier Stützen Tribut zollen und liegt nach der jüngsten 21:25-Niederlage gegen den ASV Cham um fünf Punkte hinter diesem als Zweiter. Das etwas großzügiger gefasste Saisonziel ist allerdings weiter in Sicht: sich in der Spitzengruppe der Liga zu etablieren. Nach wie vor steht Rang vier zu Buche.

Der Blick des samstäglichen Gastgebers konnte nicht so weit nach oben gehen. Klassenerhalt hieß vom Saisonstart weg das einzige Ziel. Zu erreichen gewesen wäre dies nur, wenn sich die junge Mannschaft an einigen erfahrenen Mitspielern hätte aufbauen können. Doch Philipp Mocker - für die gesamte Saison - und Schlussmann Vladimir Michanek fielen frühzeitig verletzungsbedingt aus: nur der Start zu einer "Seuchen-Saison", wie Trainer Marcus Kropf meint. Weitere Stammspieler verletzten sich, vor wenigen Wochen etwa Abwehr-Stabilisator Stefan Stöckert. Unter diesen Voraussetzungen wäre der Klassenerhalt ein Wunder gewesen.

Das ist nicht eingetreten. Die HSV Hochfranken liegt punkt- und torgleich mit dem Nachbarn TV Helmbrechts am Tabellenende. In den verbleibenden sieben Spielen geht es darum, mindestens zwei Sachen zu sammeln: noch einige Punkte für das Selbstbewusstsein - und Erfahrung, um im kommenden Jahr in der Bezirksoberliga für den Titelkampf gerüstet zu sein.

Jüngst steuerte das Team schon in die richtige Richtung: Beim 27:31 in Kunstadt lieferte die HSV, vor allem angesichts einiger erneuter Ausfälle, die beste Partie der vergangenen Wochen. "An diese Leistung müssen wir gegen die HSG anknüpfen", wünscht sich Trainer Kropf. Kommt dann noch mehr Disziplin dazu und die Fähigkeit, im richtigen Moment den Abschluss zu suchen, dann glauben die Hochfranken, zumindest besser mithalten zu können als beim 24:35 in der Vorrunde in Marktredwitz.

Dafür spricht auch, dass sich keiner der Fitten im Kader das Derby entgehen lassen will. Dominik Krauß und Julius Meinel, die vor Wochenfrist wegen Prüfungen in Schule und Beruf pausieren mussten, sind wieder mit von der Partie, höchstwahrscheinlich auch Routinier Jan Schönberner. Ob Jugendspieler Daniel Schaller, der in Kunstadt mit fünf Toren einen hervorragenden Einstand feierte, wieder auflaufen wird, ist offen. Vier und drei Treffer markierten Markus Dorschner und Tim Herkt. Sie arbeiten mit den vielen anderen Jungen der HSV daran, noch mehr Konstanz zu entwickeln.

"Jetzt können alle wirklich befreit aufspielen", freut sich Trainer Marcus Kropf auf ein Derby in lockerer Atmosphäre. Dafür haben die Hochfranken ordentlich geworben - über ihr nach wie vor treues Stammpublikum hinaus. Das hat verstanden, dass in dieser vom Pech durchzogenen Saison einfach nicht viel mehr möglich war - und würde sich natürlich sehr freuen, wenn dem Team noch ein überraschender Coup gelingen könnte, am Samstag gegen die HSG, die Woche drauf gegen die ehrgeizigen Chamer oder später in Rehau im immer jungen Duell mit dem TV Helmbrechts.

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Wolfgang Neidhardt
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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
21:48 Uhr

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14. 03. 2019
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