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Die VGF will angreifen

Die Volleyballer aus Marktredwitz haben den Abstieg aus der dritten Liga gut verdaut. Ihr Blick richtet sich längst nach vorne. Philipp Weiß muss aber kürzer treten.



Noch vier Wochen: Am 30. September startet die Volleyball-Regionalliga Nordost in die Saison - und in der Marktredwitzer Sebald-Halle können sich die Zuschauer wieder an Schmetterbällen von Jan Liebscher erfreuen. Die VGF Marktredwitz spielt ihre erste Begegnung in Bayreuth, zum ersten Heimspiel am 13. Oktober empfangen die Volleyballer aus dem Fichtelgebirge den TV Mömlingen.	Foto: Peter Perzl
Noch vier Wochen: Am 30. September startet die Volleyball-Regionalliga Nordost in die Saison - und in der Marktredwitzer Sebald-Halle können sich die Zuschauer wieder an Schmetterbällen von Jan Liebscher erfreuen. Die VGF Marktredwitz spielt ihre erste Begegnung in Bayreuth, zum ersten Heimspiel am 13. Oktober empfangen die Volleyballer aus dem Fichtelgebirge den TV Mömlingen. Foto: Peter Perzl  

Die Lust auf Volleyball ist längst zurück. Die Spieler der VGF Marktredwitz sind seit Wochen schon im Training. "Die Vorbereitung auf die Regionalliga läuft", sagt Jan Liebscher. Der 41-jährige VGF-Kapitän hofft auf eine erfolgreiche Saison. Am 30. September geht es zum Auftakt zum BSV Bayreuth. 14 Tage später, am 13. Oktober, ist der TV Mömlingen erstmals Gast in der Sebald-Halle in Marktredwitz.

Die Erinnerung an den 7. April dieses Jahres würde Liebscher am liebsten aus dem Gedächtnis streichen. Es war der Tag des entscheidenden Spiels um den Klassenerhalt in der 3. Liga Ost. Seine Mannschaft verlor gegen Taufkirchen nach fünf zum Teil hart umkämpften Sätzen mit 2:3. Damit war der Abstieg besiegelt. Und der "Dino der 3. Volleyball-Bundesliga", seit Anbeginn dieser Liga im Jahr 2012 gehörte Marktredwitz ihr an, musste den bitteren Gang in die Regionalliga Nordost antreten.

"Drei Tage haben wir uns geärgert, drei Tage hat es geschmerzt, aber dann haben wir alle gesagt: Wir haben Lust auf Regionalliga!", sagt Liebscher. Nur zwei Mann aus dem Drittliga-Kader seien abgesprungen, Und die beiden gehen nicht aus sportlichen Gründen: Lukas Zakrzewski muss wegen seines Knorpelschadens passen, Philipp Weiß ist studienbedingt nicht mehr so oft greifbar. Doch die anderen zehn Spieler wollen die Saison mit dem Ziel angreifen, vorne mitzuspielen.

Jan Liebscher ist sich sicher, dass der Abstieg keinen Knacks hinterlassen hat. "Wir wussten, wie eng es in der dritten Liga zugeht, da waren halt jetzt wir mal dran." Zu oft fehlten Spieler wegen Verletzungen oder beruflich bedingt. "Das kannst du irgendwann halt nicht mehr ausgleichen." Zumal man bereits äußerst schlecht in die Saison gestartet sei. "Wir liefen schon in der Hinrunde eigentlich immer hinterher. Da passte einiges nicht", zieht Liebscher noch einmal eine Bilanz der Abstiegssaison. In der Rückrunde habe man sich dann wieder gefangen, lieferte auch passable Spiel und Ergebnisse ab. Dass es jedoch am letzten Spieltag sogar zu einem echten Endspiel in der eigenen Halle reichte, habe dann doch eher an den Konkurrenten und deren Schwäche gelegen, als an der eigenen Stärke, wie der VGF-Kapitän rückblickend feststellt.

Doch das ist alles Schnee von gestern. Viel lieber richtet Liebscher den Blick nach vorne. Trainer Milan Cernousek bittet seit Juni seine Mannschaft schon wieder zum Training. Laufen, Sprünge, Kraft und Dynamik standen zunächst im Mittelpunkt der Einheiten, danach galt das Augenmerk der Sprungkraft. War der Ball in diesen Wochen nur am Rande im Spiel, dreht sich an den drei wöchentlichen Trainingstagen mittlerweile alles um ihn. Intensiv werden die Techniken geübt, Dutzende Male wird gebaggert und geschmettert. "Die Wiederholungen sind in unserem Sport wichtig, nur so geht alles in Fleisch und Blut", sagt Liebscher. Alle zögen mit, auch weil alle davon beseelt sind, in dieser Saison von Anfang an vorne dabei zu sein.

Für die jungen Spieler im Team - drei sind erst 19, einer 20 Jahre alt - sieht Oldie Liebscher die Chance, sich bestens weiterzuentwickeln. Vielleicht besser sogar als eine Liga höher, wo der Druck in jedem Spiel doch höher sein dürfte. Noch weiß der VGF-Kapitän nicht, was ihn und seine Kollegen in der Regionalliga erwartet. "Vom Niveau her dürfte die Liga aber schon etwas schwächer sein", sagt er. Diesen Schluss zieht er auch aus einem Testspiel in der vergangenen Saison gegen den BSV 98 Bayreuth. "Das gewannen wir recht deutlich." Und so rechnen sich die Marktredwitzer Volleyballer schon etwas aus in der neuen Saison.

Dass es allerdings mit der Meisterschaft und dem direkten Wiederaufstieg klappt - darauf will sich Liebscher nicht festlegen lassen. "Da muss dann schon alles zusammenpassen", weiß er aus Erfahrung. Sollte man jedoch am Ende tatsächlich den Titel holen, dann würde man auch aufsteigen. Das zumindest lässt er sich entlocken. Eines steht nämlich auch fest: Die Gesamt-Kilometerzahl zu den Auswärtsspielen in beiden Ligen ist etwa gleich. "Wirtschaftlich spielt das also keine Rolle", sagt Liebscher.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Zuschauer nun auch in der Regionalliga die Sebald-Halle füllen. Zuletzt zählte die VFG im Schnitt 320 pro Spiel. "Die Atmosphäre in der Sebald-Halle ist einzigartig, das findet du sonst nirgendwo", schwärmt Liebscher ungeachtet der Erwartungshaltung, die auf dem Platz dann auch Druck erzeuge. "Ich freue mich immer wieder drauf."

Autor

Thomas Schuberth-Roth
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Veröffentlicht am:
03. 09. 2018
17:36 Uhr

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Thomas Schuberth-Roth

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2018
17:36 Uhr



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