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Doppelschlag schockt Hof

Zwei Sander Treffer binnen 120 Sekunden entscheiden die Bayernliga-Begegnung. Die Elf von Trainer Bifano verschläft wie zuletzt die ersten Minuten nach der Halbzeit.



Früh störte Gastgeber FC Sand den Spielaufbau der SpVgg Bayern Hof: In dieser Szene attackiert Christopher Gonnert (liegend) unter den Blicken von Elia Bifano (links) den ballführenden Hofer Adam Hajek. Foto: Mario Wiedel
Früh störte Gastgeber FC Sand den Spielaufbau der SpVgg Bayern Hof: In dieser Szene attackiert Christopher Gonnert (liegend) unter den Blicken von Elia Bifano (links) den ballführenden Hofer Adam Hajek. Foto: Mario Wiedel  

FC Sand: Geier - Bechmann, Witchen, Steinman, Gonnert (78. Tscherner) - Karmann (82. Moser), Rippstein - D. Schlereth, Wagner, T. Schlereth (72. Klauer), Rugovaj.

SpVgg Bayern Hof: Lang - Chocholousek, Seidel, Seifert (46. Schmidt), Sevcik - Kavalir (65. Drewanz) - Bifano, Holek, Feulner, Schraps, Hajek (75. Durkan).

Schiedsrichter : Schwarzmann (Scheßlitz). - Zuschauer: 150. - Tore: 12. Min. D. Schlereth 1:0, 46., 48. und 86. Min. Rugovaj 2:0, 3:0 und 4:0.

Normal ist einfach nichts beim Fußball-Bayernligisten FC Sand. Wer in der Halbzeitpause der Partie gegen die SpVgg Bayern Hof zu lange an der Bratwurstbude stand, verpasste die zwei wichtigsten Szenen dieses Spiels. Binnen 120 Sekunden machte da nämlich Shaban Rugovaj aus einem 1:0 ein 3:0 - und mit seinem Doppelpack verwunderte er den Sander und schockte den spärlichen Hofer Anhang. Mit Treffer Nummer drei zum 4:0-Endstand komplettierte der Deutsch-Kosovare kurz vor dem Ende seinen lupenreinen Hattrick. Den roten Spielball wollte der 23-Jährige nach Spielschluss dann selbstverständlich nicht mehr hergeben.

Gegenüber der Vorwoche und dem desaströsen 0:4 gegen Don Bosco Bamberg traten die Sander am Samstagnachmittag wieder mit ihrem schöneren Gesicht auf. Von Beginn an zeigten Joe Bechmann, André Karmann und Co., dass sie die Botschaft ihres Trainers verstanden hatten. "Wir sind keine Mannschaft - und das wird auch bis zum Saisonende so bleiben, die alle Gegner an die Wand spielt. Wir haben unsere Tugenden: Laufbereitschaft, Willensstärke und Einsatz. Und das haben wir heute gezeigt und deshalb auch verdient, wenn auch vielleicht zu hoch gewonnen", sagte ein sichtlich zufriedener Dieter Schlereth nach Spielschluss.

Schlereth wusste aber auch, bei wem er sich in erster Linie zu bedanken hatte: "Natürlich war es vorteilhaft, dass wir kurz nach der Pause innerhalb von zwei, drei Minuten die zwei Dinger gemacht haben", sprach er Ruovajs Doppelpack kurz nach Wiederbeginn an.

Hof hingegen enttäuschte. Lediglich am Anfang machten die Hochfranken mächtig Druck, zwangen Sand zu Fehlern. Doch schon nach wenigen Minuten war der Schwung der Gäste vorbei. Zwar kombinierte sich die Elf von Fulvio Bifano mit ansehnlichem Kurzpassspiel durchs Mittelfeld, wirkliche Gefahr aber entwickelte die SpVgg höchst selten. Und wenn doch einmal was aufs Tor kam, war Sands Schlussmann Markus Geier zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag zur Stelle.

"Wir wussten, was uns hier in Sand erwartet", sagte Hofs Trainer in seiner Analyse. Keine Erklärung aber hatte er für die ersten Minuten nach der Pause: "Wir hatten uns viel vorgenommen, gerade auch in Anbetracht des letzten Spiels, wo wir nach der Halbzeit die ersten 20 Minuten verschlafen hatten. Genau das wollten wir heute besser machen. Dann haben wir aber zwei krasse individuelle Fehler produziert, und dann war das Ding durch", so der 56-Jährige, der ähnliche Spiele in Sand schon des Öfteren erlebt hatte.

Eigentlich waren es aber sogar drei individuelle Fehler, die Bifano mitansehen musste. Denn schon beim Führungstreffer für Sand sah seine Mannschaft alt aus: Thorsten Schlereth wurde von André Karmann auf die Reise geschickt, ließ - wie schon so oft in dieser Saison beobachtet - seinen Gegenspieler, in diesem Fall Alexander Seidel, einfach stehen, passte zurück an die Strafraumgrenze, wo sein Bruder Danny noch Hofs Ondrej Chocholousek austanzte und den Ball zum 1:0 in den Winkel schlenzte (12.).

Doch entscheidend war das noch nicht. Hof war im Vorwärtsgang nur nicht konsequent genug, andererseits verhinderte die einsatzfreudige Defensivabteilung der Hausherren, dass hinten viel anbrennen konnte. Und nach vorne sollte das Lieblingsspiel der Sander, der Konterfußball, den Erfolg sichern.

Und so kam es dann auch. Hof stieß zur zweiten Hälfte an, gab den Ball aber sofort her. Sebastian Wagner passte schnell auf den startenden Danny Schlereth, der legte quer, und Shaban Rugovaj hatte einen um zwei Zentimeter längeren Fuß als sein Gegenspieler, drückte die Kugel zum 2:0 über die Linie (46.). Und nur zwei Minuten später kam Sands Sturmspitze wieder an den Ball und erwischte Hofs Keeper Jonas Lang von der 16er-Linie auf dem falschen Fuß. "Damit war die Messe gelesen", schmunzelte Schlereth später.

Dass die Sander in der Folge etliche gute Konterchancen liegen ließen und nur noch einen Treffer erzielten, Schwamm drüber. Denn der letzte Konter saß: Wagner schickte Ruovaj und der knallte den Ball zum 4:0-Endstand ins lange Eck (86.), machte seinen ersten Hattrick für Sand perfekt und schnappte sich knapp fünf Minuten später das Spielgerät für den heimischen Trophäenschrank. Matthias Lewin

FC Sand -

SpVgg Bayern Hof


4:0


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Veröffentlicht am:
29. 09. 2019
21:10 Uhr

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29. 09. 2019
21:10 Uhr



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